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Montag, 28. September 2026

AI-Texte oder warum ich AI-Sloper und kein Autor mehr bin

Eine Erzählung in Fragmenten

Bild: Google Gemini


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In letzter Zeit erreichten mich einige Leseranschriften auf Mastodon. Drei! Mastodon? Ja, ich hatte dort Werbung für meine letzten Posts gemacht. In Englisch. Zielgruppe: Polyglotte, — Massenmenschen -> Ausschluss. So eine typische Mahamind-Sache eben. Aber komischerweise funktionierte es. Drei Menschen erreicht, die dann so etwas wie: „Hey, danke für deine Texte!“ schrieben.

Erst einmal: Danke für diese Leserrückfragen, die alle positiv waren und mich tief berührten. „Es gibt Leute da draußen, die das lesen!“ Ich freute mich. Ich war auch ein wenig überfordert mit diesen langen und tiefen Nachrichten, da ich eine kreative Kunstpause machte. Ich versuchte, den Kopf klar und über Wasser zu halten. Ich hatte meine eigenen, ganz persönlichen Probleme zu bewältigen. Wer will, kann sich meine letzten Posts durchlesen, die ich vor ein paar Tagen einfach reingestellt habe: Noirtext, Wir lebten auf einem sinkenden Schiff, Nachtwandler, Requiem für die Ertrinkenden, Onlinebabel.

Als überzeugter Esoteriker bin ich der Überzeugung, dass jeder darauf achten sollte, nur positive Gedanken in unsere Welt zu entlassen. Umso schwieriger finde ich es, solche Texte zu veröffentlichen. Die Texte veröffentlichte ich zuerst auf der Social-Media-Plattform Threads – inzwischen alles komplett gelöscht. Meine Kritik an Inhalten, so wie ich sie da erlebt habe, wie ich mich selber erleben musste, bezog sich ursprünglich auf genau diese Plattform. Ich wollte eine populäre Plattform ausprobieren. Vielleicht hätte ich meine Ideen darüber promoten können? Aber daraus wurde nichts. Meine Posts verwandelten sich rasch in düstere Lyrik. Natürlich schöpfte ich auch aus einem Pool an anderen Ereignissen. Aber mir geht es jetzt gut. Bitte keine Sorge.

Hier könnte ich jetzt einen eigenen Bericht über diese Internetseite Threads schreiben. Warum das schrecklich ist, dort seine Zeit zu versenken, und was es aus dir macht, wenn du es nicht merkst, dass es schrecklich ist, und es weiterhin machst.

Die Zielgruppe dort: mediokre Menschen, die viel mit Emojis arbeiten und „Digga“ sagen. Oder AI-Beiträge nur für diese Zielgruppe. Aber was soll ich mit Menschen anfangen, die wirklich noch nie ein UFO in ihrem Leben gesehen haben? Oder sonst etwas Außergewöhnliches erlebt haben, als jetzt ihre Hochzeit. Im besten Fall.

Wobei die Beiträge der Menschen vornehmlich negativ waren. Ich trainierte meine Früherfassung für passiv-aggressive Formulierungen, um solche Beiträge dann schnell aus meinem Feed zu werfen. Damit war ich dann nur noch beschäftigt. Also 90 Prozent der Zeit war ich damit beschäftigt, „meinen Algorithmus zu trainieren“. Das habe ich dann für mich als Red Flag entdeckt: Das sind die bösartigen sozialen Medien, die dich lange online halten wollen. Denn auf der anderen Seite fand ich kaum etwas Qualitatives.

Abgrenzung unmöglich. Es gibt dort eine Dating-Community, die ihren besonderen Charme triefend verbreitet. Auch außerhalb ihrer Dating-Gruppe. Permanent. Aber auch das Blockieren von Dating-Threads als Gruppe war nicht möglich. Also wieder selber „Algorithmus trainieren“. Klicken: „nicht erwünscht“. Der Algorithmus ist aber ein besonders netter: Das, was du nicht magst, präsentiert er dir, weil er sich ausrechnet, damit Engagement bei dir zu erzeugen. Also klicken. Es war das Gefühl wie in den späten 2010ern, den Briefkasten zu leeren: meist nur Werbezusendungen, die ungelesen in den Müll oder ins Altpapier wanderten. Das war auch das Nutzergefühl auf Threads.

Ich wollte meine Lyrik-Texte nur irgendwie archivieren. Da fiel mir ein: Ich habe einen Blog. Genau da. Das ist aber melancholisch anders als die Sachen, die ich zuvor geschrieben habe. Ich nenne es Poesie. Es ist aber Prosa, Lyrik oder irgendwas dazwischen. Auf jeden Fall ein neues Schreiben. Eine neue Stimme in mir. Es waren nicht mehr diese klassischen Mahamind-Essays. Die schienen vorbei zu sein. Nicht mehr machbar. Da war etwas anderes, das einfach raus wollte.

Wenn mich jemand nach dem Lesen der Lyrik fragen will, ob es mir gut geht – bitte nicht.

Aber ich traf dort auch auf Menschen, die es nach Kinski immer nur im Plural geben kann. Ich benutze aber eine personifizierende Metapher für ihn: den AI-Hater. Mein durch Threads geschulter neuer Skill „Erkenne passiv-aggressive Formulierungen schon im Ansatz“ erreichte durch das Training an solchen Menschen schon beinahe eine mediale Qualität: Ich wusste gleich am Anfang, was noch in vielen Posts dann am Ende erscheinen sollte. Wie eine dunkle, dornige Rose, die sich im Zeitraffer vor dem inneren Auge entfaltet.

AI-Hater – hier nicht erwünscht!

Aus meiner Perspektive sind AI-Hater Leute, die keine Ahnung haben, wie Texte produziert werden. „Ein Schriftsteller schreibt die alle!“ Sehr naiv, das anzunehmen. Genauer: Ein Lektor bringt die Texte in eine schöne Form und kümmert sich um Rechtschreibung und Grammatik. Oft werden da Texte nochmals gnadenlos umgeschrieben, damit sie in den Massengeschmack passen. Wenn das eine AI übernehmen kann, ist das günstiger und besser für alle, als „damals“ ein Monopol auf schöne Texte bei den Verlagen und dem Literaturbetrieb zu belassen.

„AI-Texte sind so langweilig“ – als wären AI-Texte langweilig und der ganze Public-Relations- oder Copywriting-Mist, den die Leute schon seit Jahrzehnten gewöhnt sind, nicht? AI-Texte sind eine logische Konsequenz aus dieser Verflachung mit Triggern, Calls-to-Action und anderen Psychotricks, die letztlich immer den Text kommerzialisieren zu müssen. Sol Stein sei Dank. Texte für sich selbst sind nicht existent. Die Frage ist immer: Welches Produkt wird beworben, oder was kann der Leser für sich aus dem Text ziehen? Wie wird er reich, gesund, intelligent? Einen Text einfach nur zu lesen, um den Menschen, der ihn geschrieben hat, zu verstehen, ist nicht mehr modern. Aufmerksamkeitsspanne beim Leser: drei Sekunden? Weiterscrollen.

Wenn du bis hierhin gekommen bist: Kompliment, du gehörst nicht zu diesen Menschen. Für die ist „AI“ dann natürlich etwas wie „Atomkraft“ oder „die Sache aus den Filmen“. Also innere Bilder kommen hoch, wollen bedient werden: „Angst“, dann treten die Mahner auf die Bühne. Was – wahrscheinlich – nur mir aufgefallen ist: Auf Threads fallen dann diese „Mahner“ wie Heuschreckenschwärme über besonders prominente AI-Nutzer. Richtig niveaulos und platt. So wie man sich die Leute „die mitgemacht haben“ so vorstellt. Der einzelne Anbieter ist dann das Problem. Der Anbieter macht aber kaum Geld mit seinem Content. Jetzt kommt da eine Grundtendenz bei diesen Leuten: „nach unten hin treten, nach oben buckeln“. Kann man übrigens alles bei Wilhelm Reich in „Die Psychologie des Faschismus“ nachlesen. Tolles Buch übrigens, das aufzeigt: Der andere ist nie das Problem. Das Problem ist dieses Etwas in dir und mir, das sich struktureller Gewalt anpassen will, um sein Überleben zu gewährleisten. So werden dann Spießer gemacht. Die dann auf Threads wie Heuschreckenschwärme umherziehen. Und noch nie ein UFO gesehen haben, aber alles besser und das ganz genau wissen. Kinskis „die immer nur im Plural vorkommen“. Sie treten auf die schwachen AI-Nutzer, während die gesamte Plattform selber AI ist. Ein Algorithmus bestimmt da alles. Und der Algorithmus selbst? Er ist der eigentliche AI-Sloper – ein Textproduzent ohne Autor, der aus Menschen Heuschrecken macht, damit sie für ihn denken, fühlen, hassen. Das merken sie nicht. Das ist nach oben buckeln.

Das Lustige ist aber jetzt: Wo immer sie ein AI-Bild sehen, kommt ihnen die Galle hoch. Ich finde AI-Bilder gut, da sie kleinen Anbietern oder auch Hobbyisten wie mir ganz demokratisch die Möglichkeit geben, Bilder zu erstellen, die ihre Werke abrunden. Die wenigsten werden Mahamind-Texte wirklich durchlesen. Aber die Coverbilder bleiben in Erinnerung.

Wo ist das Problem? Das Problem sind „Rechteinhaber“ von Trainingsmaterial von AIs? Lass uns das genauer anschauen: Die „Rechteinhaber“ stellen ihren Content freiwillig in das Internet. Jeder darf das lesen, auch AIs, und seine Notizen dazu machen. Das macht eine AI. Und solange die Texte und Bilder dann nicht eins zu eins wiedergegeben werden, ist es kein Diebstahl von „intellektuellem Eigentum“. Das können die Mahner natürlich nie verstehen, weil sonst ihre Rolle als Mahner überflüssig wäre. Das macht kein Mahner, in der Entwicklungsstufe, wie sie auf Threads gedeihen, erst recht nicht. Denn das sind Trolle, die mal ein Thema gefunden haben, mit dem sie sich immer im Recht fühlen zu meinen.

Also nutze ich mal meine Erfahrungen, um auf tagespolitische Trends zu reagieren: Ich bin ein AI-Sloper und stolz darauf und dankbar für bessere Schreibbedingungen, als unzählige Autoren zuvor sie hatten. Ich lasse meine Texte mittlerweile von AI lektorieren, ganz einfach, weil ich es machen kann.

Haben die Ahnung, wie Texte geschrieben werden? Lektorat!?

Ja, ich lasse eine AI (Deepseek) über die Texte laufen. Warum sollen meine Texte nicht lektorisiert lesbar sein? Aber einen Lektor kann ich mir nicht leisten. Und: Muss ich das heutzutage überhaupt noch? Brisante Fragen, und die können in der heutigen Zeit von vielen nur noch polemisch diskutiert werden. Die AI-Hater. Vorab: Ich bezweifle, ob die AI-Hater jemals ein Buch kaufen würden bei einem Autor, der ihrer Reinheits-Ideologie entspricht. Das ist eine wichtige Frage. Denn viele Autoren müssen Geld verdienen und mit dieser Zielgruppe machen sie es nicht. Denn nur eine laute Minderheit will AI-freie Produkte. Hier wichtig: Es geht denen nicht um Texte, sondern um alles. Also wie bei dem Veganismus. Totalitär nennt man das übrigens. Ich hab mir lange die Kommentare dazu durchgelesen und am Ende kam ich zu dem Ergebnis: Ich möchte mit diesen Leuten nichts zu tun haben. Ich habe das jetzt sehr drastisch geschrieben, und genau daran fühle ich: Es wäre besser, bei diesen Leuten um den heißen Brei zu reden, und genau das nennt man Appeasement. Es ist falsch, Appeasement zu betreiben, um da eine toxische Leserschaft zu bedienen, denen es am Ende nicht um Literatur, sondern um Weltanschauung geht. Ich will nicht gebraucht werden, um irgendwelche gesellschaftlichen Zwänge zu bedienen, sondern ich will ästhetische Texte erschaffen. Meine Ideen ausdrücken, imposant bis über den Punkt, wo es schmerzt. Mein Rob-Zombie-Filter. Etwas – auf seine Art Schönes – daraus zu schaffen. Was natürlich für einen Menschen, der gesellschaftlich eingenordet ist, vollkommen schräg und außerhalb seines Orbits sein muss. Mahamind schreibt von intelligentem, bewusstem Plasma, UFOs, Hemi-Sync. Qabalah und Tarot! Common Lisp. Und auch Aaron Bushnell. Und hier wurde mir deutlich, dass es nicht mein Weg ist, im „Literaturbetrieb“ zu enden und nette Katzengedichte auf Threads zu veröffentlichen mit Call-to-Action, meine Texte, die einfach nur schön sein dürfen und sonst nicht weiter stören, bitte doch zu kaufen. Ich schreibe auch „human-made“ und „fair-trade“ drauf. Alles Plaketten für Leute, die sich selbst beweihräuchern wollen. Ein Titelbild, so erdig bunt – ich liebe Blautöne, du nicht? Strahlend blau im Buchregal. Als Deko fürs Buchregal. Das ist dann das Produkt. Das möchte ich nicht machen. Ich will lieber der Autor sein, der sich präzise zwischen die Stühle setzt, um einfach sein Ding gemacht zu haben. Der Leser als Zeuge, nicht als Konsument.

Wie lasse ich AI an den Texten mitwirken?

Ich muss mich nicht rechtfertigen. Und das Wie? Ist mein Betriebsgeheimnis. Vielleicht biete ich irgendwann mal einen Kurs dazu an. Wenn es Leute gibt, die das toll finden, was ich mache, und wissen wollen, wie ich es mache. Deal?

Gedankenfetzen

Deshalb: tolle, historische Gelegenheit. Texte, die über 30 Prozent AI-Anteil haben, kommen in die Kategorie AI-Text im Blog.

Ihre Reinheits-Ideologie. AI-freie Produkte. Human-made. Fair-trade. Als ob ein Text ein Körper wäre, den man vor Eindringlingen schützen muss. Als ob Sprache eine Rasse hätte.

Soziale Medien machen aus normalen Menschen so etwas wie Stadtbewohner, die es für normal ansehen, den freien Himmel nicht mehr zu sehen. Wegen der Lichtverschmutzung. Und sie halten jeden völlig selbstverständlich für verrückt, der von einem unbegrenzten Himmel sprechen würde.

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Ich sitze hier und schreibe diese Zeilen, während draußen die Stadt ihr eigenes Licht absondert, dieses orange-graue Glühen, das die Sterne verschluckt. Ich denke an die drei Menschen auf Mastodon, die meine Texte gelesen haben. Drei Menschen, die vielleicht verstehen, worum es geht. Nicht um AI oder nicht-AI. Nicht um Reinheit oder Verrat. Sondern um das Schreiben selbst. Um diese merkwürdige Tätigkeit, Worte aneinanderzureihen, in der Hoffnung, dass irgendwo jemand sie liest und nickt.

Ich bin kein Autor mehr. Ich bin ein AI-Sloper. Und das ist in Ordnung. Denn was ich erschaffe, ist immer noch meins. Meine Ideen, meine Bilder, meine dornigen Rosen, die sich im Zeitraffer entfalten. Die AI ist nur ein Werkzeug, wie ein Lektor es war, wie ein Bleistift es ist. Sie macht meine Texte lesbarer, glatter, vielleicht sogar besser. Aber sie macht sie nicht zu ihren.

Und wenn mich jemand fragt, ob es mir gut geht – nach dem Lesen meiner Lyrik – dann bitte ich: Fragt nicht. Lest einfach. Lasst die Worte wirken. Und wenn ihr wollt, kommt mit mir hinaus, dorthin, wo der Himmel noch unbegrenzt ist. Wo die Lichtverschmutzung nicht alles erstickt hat. Wo man noch UFOs sehen kann, wenn man nur lange genug hinschaut.

Ich bin da draußen. Zwischen den Stühlen. Mit meinen Blautönen und meinen AI-Texten. Und ich schaue weiter zu den UFOs hinauf. Lebendiges Plasma. Mein Gott, es ist voller Sterne.

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Für die, die lange Texte lesen können. Für die, die zwischen den Zeilen lesen. Für die drei auf Mastodon. Und für alle, die wissen, dass Sprache keine Rasse hat und Texte keine Körper sind, die man vor Eindringlingen schützen muss.

Donnerstag, 7. Mai 2026

Vom Kommen, Bleiben und Gehen

Bild: Google Gemini


Der wöchentliche Blogpost ist für mich unwichtig geworden. Was ist passiert?

Außer a) einer Menge, sehr unangenehmen, privater Dingen, b) eine Interessenverschiebung im Bereich meines Schreibens. Der Blogpost behandelt b).

Das Negative

Warum fing ich diesen Blog an? Schreibe regelmäßig, veröffentliche in einem festen Rhythmus. Auch wenn es keiner liest. Das ist der beste Rat, dem man einem geben kann, der kreatives Schreiben üben will.

Das machte ich also. Kreatives Schreiben bedeutet Schreiben als Kunst aufzufassen. Ich schrieb also nie normale Blogposts, sondern alles war ein Versuch etwas Künsterisches zu schaffen. Damit bin ich zu einem Ende gekommen.

Der letzte GNUS-Blogpost war der letzter, den ich unbedingt schreiben wollte. Danach? Ja, ich kam mir zunehmend wie ein Content-Creator vor, der anfängt sich etwas aus den Fingern saugen zu müssen, um - im Grunde - bedeutungslose Bedürfnisse einer Leserschaft zu erfüllen. Oft ist es Gossip. Was für ein verrücktes Thema hat der jetzt wieder drauf? Intelligentes Plasma? Höhö. — Will ich solche Menschen, auch nur indirekt, in meinem Leben? Nein.

Der letzte Artikel war dann auch, was man Themenrecycling nennt. Gehen mir die Themen aus? Dann muss der alte Colonel Kurtz her.. vielleicht hört sich sein sinngemäßes Zitat für jemanden, der es nicht kennt, cool an? Für mich abgedroschen. Ich wollte den Blogpost einfach nur abschließen. Kein freudiges Prickeln, wie früher.

Was dann? 5 Punkte, warum intelligentes Plasma real sein kann und unser Leben beeinflusst! Ohne dass wir es ahnen und unsere Rationalität - zumindestes nach der "Aufklärung" - nur einem Narzissmus diente, uns vorzumachen, etwas verstanden zu haben, wo es nicht unbedingt etwas zu verstehen gibt? Sollte ich ein Troll im Kommentarbereich von "Mr. Wissen2Go" werden? Nein, ganz bestimmt nicht — Jahrhunderte dachten die Menschen auch, die Erde wäre eine Scheibe. Hat das etwas ausgemacht?

Genau das sind Dynamiken der Social Media People. Mein Ziel ist es, genau davon weg zu kommen. Sie verstehen einfach nicht. Und es ist zu ernst, um jeden mit ins Boot zu holen. Hier hilft nur Ehrlichkeit. Und durch das Blogformat geriet ich unbewusst in diese Dynamiken, eine FOMO-Berieselung mit wöchentlichen Blogpost & Vollmondspezial aufzuziehen. Content ist, was andere von mir wollen. Literatur ist, was ich von mir will.

Das kostet natürlich auch Lebenszeit und hier beißt sich die Maus in den Schwanz. Was will ich also stattdessen?

Das Positive

In den Blogposts habe ich Monologe, Stream of Consious-Techniken gelernt. Das Spiel mit der Perspektive genossen. Die Persona Mahamind zu etwas gemacht, was für sich schon interessant ist. Technisch: Schreiben mit Emacs und ein Backend, die ganzen Texte zu verwalten und transformieren zu können. Auf Blogspot sind das nur Kopien. Die Substanz finde ich auf diversen, lokalen Festplatten. Niemand wird mich zensieren. Ich denke, das ist mir gut gelungen.

Was mir aber fehlt: Dialoge, Szenerien, die sich wandeln zu.. kurz: Storywriting. Charaktere - nicht nur den Mahamind - zum Leben zu erwecken. Ich könnte mein Leben lang Essays in diesem Blog schreiben, die ein gewisses Niveau anstreben. Aber nie darüber hinaus kommen können. Warum? Weil das Format dazu nicht reicht.

Was ich mache? Ich nutze meine wöchentliche Schreibzeit (ja die ist fest), für größere Formate. Meine Novelle. Das ist ein Programm-Name für: All die Dinge erst zu sammeln, und dann in eine Form zu bringen. Dialoge, Szenen, die interessant sind. Darum geht es. Ein 2000 Wörter Essay reizt mich nicht mehr. Ehrlich gesagt finde ich dieses stille Arbeiten auch entspannter. Auf der einen Seite: Der Essay mit Abgabedatum. Das ist auch viel Arbeit. Da ich "meine Novelle" nicht veröffentliche, fällt das weg.

Auf der anderen Seite finde ich auch die neuen Texte zu "explosiv". Zu intim. Zu radikal. Kennst du das Gefühl alles aufzuschreiben, auf einem Blatt vor dir, was dir wichtig ist, und die Welt müsste dich dann hassen? Der Stream of Conscious geht tief. Direkt ins Unbewusste, wo es oft unangenehm wird. Meine neuen Texte will ich deshalb nicht veröffentlichen. Zumal das auch nicht für die Masse gemacht ist. Siehe oben. Manche Texte sind zu schwer für das Licht des Internets.

Einmal aus Angst davor, nicht verstanden zu werden. Diese Angst kennt jeder Künstler. Dann auch: Mir ist aufgefallen, wie viele Bots meine Seite abgrasen. Über 5000 Zugriffe pro Monat, die botverdächtig waren. Dann robots.txt angepasst. Daraufhin weniger. Aber trotzdem: jemand nettes reservierte sich schon eine griffige Internetadresse mit Mahamind. Ein leerer Blog. Frage ist: was ist, wenn sie die guten Ideen einfach klauen? Elegant ist das mit AI möglich. Schmerzhafter wäre, einfach meinen Content irgendwo anders zu veröffentlichen. Das ist der Grund, warum ich vorsichtiger werde.

Das Praktische

Ich werde auf jeden Fall aus meiner Blogbeschreibung die wöchentlichen Veröffentlichungen rausstreichen. Dafür schreibe ich an "meiner Novelle". Das macht mir zur Zeit mehr Spaß und ich fühle, das ist richtig. Vollmondspezial -> entfällt. Denn wo ein Spezial draussteht, muss es auch etwas Nicht-Speziales geben. Das ist Marketingdenken -> entfällt. Die wöchentliche Veröffentlichung wurde zur wöchentlichen Verpflichtung – und Verpflichtung tötet Kunst.

Das heißt nicht, dass ich hier nicht mehr schreiben werde. Aber nur, wenn mir danach ist. Ich habe noch einige Skripte für Essays, die sich vollendet toll anhören könnten. -> Also keine regelmäßigen Veröffentlichungen mehr, veröffentlicht wird aber noch. Wer das nicht verpassen will: RSS-Feed abonnieren. Wer nicht weiß, was das ist: nachschlagen. Easy.

Email-Liste: mir fiel auf, schon vor einem Jahr dachte ich darüber nach. Die Idee ist, nur Cliffhanger auf dem Blog zu bringen. Die Volltexte gibt es in der Email-Liste und dessen Archiv. Vorteile: eigenes Ökosystem. Der Blog könnte gelöscht werden, es geht weiter mit der Email. Das gefällt mir. Auch die Content-Klauer würde das ihre Sache schwieriger machen. Nachteile: gute Anbieter sind teuer. Meine eigene Infrastruktur mit GNUS ist zur Zeit nur ein Prototyp. Dann auch wieder zu viel Content-Creator-Gehabe. Eine Email-Liste müsste beworben werden. Da das mehr Zeit als das Schreiben meiner Texte verschlingt, sehe ich es als verlockende Falle, in die ich im Leben tappen könnte. Diesmal nicht. Ich will keine Community. Ich will einen Roman. Die Liste kommt, wenn sie kommt. Früher schrieb ich für Leser. Heute schreibe ich für das Regal, das mich überleben soll.

Ausschau

Einige Essays sind noch in der Pipe. Ich werde sicher auch Auszüge aus "meiner Novelle" veröffentlichen. Das Grundproblem war aber: der Blog wurde zu einer Institution, die sich selber beschäftige. Eine Übersetzung nach Esperanto? Ein AI-Bild für den Beitrag? Vollmondspezial? Alles für sich gute Gedanken. Aber als Arbeitsroutine eben auch etwas, was in Arbeit ausarten will. Ich will aber >90% meiner Zeit in das Verfassen der Texte stecken und nicht durch meine eigenen Arbeitsroutinen zunehmend behindert zu werden. Dadurch würde ich die Chance verpassen, mich künsterlisch weiter zu entwickeln. Das ist nicht der Sinn der Sache. Also die Evolution zum Voll-Autor geht nicht mit den Sachen, die ich bisher geschrieben habe.

Was ist mit Hemi-Sync und intelligentem Plasma? — Frag mich das bitte später.

Dank

Ich habe viele Anschreiben von Lesern gerne gelesen und nach bestem Ermessen beantwortet. Ihr habt mir gezeigt, dass es "da draußen" Menschen gibt, die ernsthaft an tiefen Themen interessiert sind und Freude an frischen, ungewöhnlichen Gedanken haben. — Danke.

Freitag, 27. Februar 2026

Ein neues Jahr: Das chinesische Jahr des Pferdes

Ein neues Jahr: Das chinesische Jahr des Pferdes

Photo: Google Gemini


Gratulation zum neuen chinesischen Jahr! Das Jahr der Schlange wurde letzten Dienstag beendet, und das Jahr des Feuer-Pferds hat begonnen. Bereits letztes Jahr schrieb ich einen Artikel zu diesem Jahreswechsel – hier kannst du ihn lesen.

Warum erwähne ich das neue Jahr des chinesischen Kalenders besonders? Weil es exotischer ist als das gregorianische neue Jahr. Weil es entspannter ist als der Stress der endlosen Feiertage im Dezember. Man muss dabei nichts tun. Keine Partylaune entwickeln und keine schwer betrunkenen Menschen ertragen – immer mit einem Lächeln im Gesicht. Aber dieses Lächeln ist falsch. Zumindest bei mir.

Übrigens ist der chinesische Kalender ein gemischter Sonnen- und Mondkalender – und kein reiner Lunarkalender. Das wissen viele gar nicht. Deshalb erwähne ich es.

Es gibt auch ein chinesisches Horoskop. Natürlich will jeder wissen, was das neue chinesische Jahr für ihn bringt. Das Jahr des Feuer-Pferds gilt als besonders dynamisch, leidenschaftlich und ungestüm. Es steht für Bewegung, Tatendrang und Veränderung – aber auch für Unberechenbarkeit. Die Energie dieses Jahres kann antreiben, aber auch überhitzen. Wer wagt, kann groß gewinnen; wer zögert, könnte von den Hufen getreten werden. Besonders für Menschen, die im Zeichen des Pferdes geboren sind, ist Vorsicht geboten: Das eigene Jahr kann Glück, aber auch Herausforderungen bringen. Für andere Zeichen verspricht das Feuer-Pferd-Jahr vor allem eins: Es wird nicht langweilig.

Ich nutze die Gelegenheit, um mein eigenes Traumsymbol-Kartendeck vorzustellen. Hier habe ich es angekündigt. Jeder kann sich sein eigenes Kartendeck machen – fast kostenfrei. Die Kosten sind:

  • Ein Poker-Kartenspiel mit zwei Jokern
  • Ein Edding, um die Symbolnamen auf die Karten zu schreiben

Alles insgesamt keine große Investition.

Schon mein erstes Lenormand-Kartenspiel habe ich mit dieser Technik erschaffen, und ich nutze es heute noch gerne.

Die Mahamind-Karten sollen vor allem intuitiv lesbar sein – kein Studium der Symbole notwendig. Aber nichtsdestotrotz habe ich ein kleines Manual durch den AI-Chatbot Deepseek anfertigen lassen. Ja, wir leben 2026. Der Downloadlink ist hier: Lade mich runter!

Ich habe Traumsymbole über eine lange Zeit in einem Traumtagebuch gesammelt und sie dann für das Deck verwendet. Da es Traumsymbole sind, wirken sie auch intuitiv. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Aber wie auch beim Hellriechen – du kommst direkt mit deinem Unbewussten in Kontakt. Wenn du magst, lies den Essay, den ich über das Hellriechen geschrieben habe: Hier!

Die Mahamind-Karten arbeiten ähnlich wie die Technik, die ich in dem Essay beschrieben habe. Also lass einfach die Symbole auf dich wirken. Leute, die sich tiefer mit den Karten beschäftigen wollen, werden merken, dass es auch eine Verbindung zu den normalen Spielkarten gibt. Deshalb die Symbole immer auf die entsprechende Karte schreiben – das ist nicht egal.

Lade das Kartenset hier einfach herunter. Die Broschüre ist bewusst unvollendet geblieben. Die Klammern am Anfang, die sofort ins Auge fallen, habe ich aus Zeitgründen nicht noch einmal überarbeitet. Es geht ja um Inhalte – aber auch um die Idee, selbst ein Kartendeck zu kreieren. Einfach wirken lassen.

1 Meine persönliche Legung für dich

Für jeden Leser, der bis hierhin gekommen ist, zeigt diese Legung, was er in Bezug auf den Blog Mahamind erwarten kann:

Situation Schmiede-Labyrinth
Ausgang Sturm

Eine universelle Sprache der Natur verstehen – das sollen diese Karten. Konkret mit diesen Karten lese ich: Werde ich es schaffen, Ruhe und Ordnung in den Sturm zu bringen? Im Feuer-Pferd-Jahr? Laut Kartenlegung nicht. Also ist jeder Artikel ein weiterer Wirbelsturm, der ein kraftvolles Gedankenschmieden mit einer labyrinthischen Thematik in einem Stream of Consciousness auflöst?

Alles in allem passen diese Karten hervorragend zu dem neuen Jahr des feurigen Pferdes.

Sonntag, 18. Januar 2026

Pause wegen Trauerfall

Bild: Mahamind

Ich schaue jetzt viel mit meinen Augen in die Welt um mich, - und schweige. Da ist kein Impetus mehr wie früher, "komm schreibe doch mal was im Blog". Es kommt mir vermessen vor, die Persona Mahamind muss sich regenieren. Vielleicht wird sie sich auch ewig verändern?

Wegen eines Trauerfalls in der Familie, will ich erst einmal nicht mehr bloggen. Wie schon damals bei dem Tastaturschaden meines Laptopps, mit dem eine Welt für mich zusammenbrach. Bluetooth-Tastaturen sind die Hölle. Jetzt ist es also wieder so: wenn ich kein positives Lebensgefühl mehr habe, kann ich nicht mehr schreiben. Oder: Ich gebe es nicht mehr zur Veröffentlichung frei, sondern nehme es mit in mein stilles Gefängnis, zu dem die Welt um mich geworden ist. Immer, als ich schrieb war ich glücklich. Jetzt kommen da immer noch Buchstaben, Wörter, ganze Absätze.

„Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter, hier sollen sich legen deine stolzen Wellen.“ - Hiob 38,11

So ist das. Ich will nicht die Welt schlechter machen, als sie ist. Ich will nicht, dass andere Menschen meine Gedanken jetzt lesen. Fremde. Und was ist das schlimmste? Einen Menschen, der einem nahe war, nie gefragt zu haben, was sein Lieblingslied über all die Jahre des Nebeneinanderseins geworden wäre? Das fällt wie Blei auf die Seele, wenn die Zeiger abgelaufen sind.

Ich brauche ein paar Tage Ruhe. Ich übersetzte einiges noch nach Esperanto, das entspannt mich und ich schalte ab. Manchmal lächele ich über meine Texte. War das so? Ich habe auch schon ein paar Artikel "in the pipe". Eigentlich etliche. Aber ich treffe momentan nicht mehr diesen leichten, frischen Mahamind-Ton Dinge zu beschreiben, die man so noch nie gedacht hat. Für mich war immer dieses Lebensgefühl Antrieb zu schreiben. Wie eine Sonne, die Strahlen will.

Freitag, 2. Januar 2026

Warum gibt es diesen Blog auch in Esperanto?

Bild: Google Gemini

Regelmäßige Leser wissen es bereits: Zu jedem neuen Artikel erscheint inzwischen auch eine Version in Esperanto. Doch warum investiere ich diese zusätzliche Arbeit? Die Antwort ist vielschichtig und führt uns tief in die Welt der Sprache, ihrer Politik und ihres menschlichen Potenzials ein.

Esperanto ist keine gewöhnliche Sprache. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Dr. Ludwik Lejzer Zamenhof mit einer klaren Vision geschaffen: als eine leicht erlernbare, politisch und geografisch neutrale Brückensprache, die Völker verbinden und zum Frieden beitragen soll. Ihre Grundpfeiler sind:

  • Einfache Lernbarkeit durch eine logische, ausnahmelose Grammatik.
  • (Geo)politische Neutralität, da sie keinem Volk als Muttersprache gehört.

Ob Esperanto nun eine „erfolgreiche“ Sprache ist, darüber lässt sich streiten. Gemessen an den ursprünglich ambitionierten Zielen ist die Sprecherzahl sicherlich gering. Doch daraus einen Misserfolg abzuleiten, wäre zu kurzsichtig. Denn unter dem Strich bleibt Esperanto die einzige voll funktionierende Plansprache mit einer lebendigen, globalen Gemeinschaft. Und genau das macht sie faszinierend.

Der Kontrast: Esperanto vs. Toki Pona

Um Esperantos Stärken zu verstehen, lohnt ein Blick auf eine andere Plansprache: Toki Pona. Diese moderne Sprache zielt mit nur etwa 120 Grundwörtern auf Minimalismus und will bewusst weniger „eurozentrisch“ sein. Die Idee erinnert mich jedoch an einen Missionar, der im historischen Afrika mit ein paar Bantu-Wörtern versucht, mit neu entdeckten Stämmen zu kommunizieren. Auch wenn afrikanische Sprachen verwandt sind, ist die Verständigung oft ein Raten – ähnlich dem Versuch, in den Niederlanden mit Hochdeutsch zu reden. Es bleibt ein „Reden mit Händen und Füßen“. Plattdeutsch wird in den Niederlanden übrigens besser verstanden als Hochdeutsch.

Toki Pona fühlt sich für mich ähnlich an: schnell zu lernen, aber im Gebrauch oft chaotisch, weil komplexe Begriffe wie „Flugzeug“ umständlich umschrieben werden müssen (etwa als „fliegendes Werkzeug“). Es wirkt auf mich wie ein intellektueller Spleen, eine „primitive Sprache“ zu kultivieren, die jenseits des Internets praktisch nie anzutreffen ist. Als jemand, der viele Sprachen auf einfachem Niveau spricht, kenne ich das Gefühl der holprigen Verständigung zur Genüge – ich suche nach Klarheit, nicht nach bewusster Beschränkung.

Esperanto: Die effiziente Vollsprache

Hier liegt der entscheidende Unterschied: Esperanto ist eine Vollsprache. Sie bietet einen präzisen, reichen Wortschatz, um Nuancen klar auszudrücken. Und das Beste: Durch die genial vereinfachte, absolut regelmäßige Grammatik ist sie ultraschnell zu erlernen.

Meine Schätzung: Man benötigt nur ein Drittel bis ein Zehntel der Zeit im Vergleich zu einer konventionellen Sprache. Ein Lernjahr Esperanto kann also drei bis zehn Jahren Englischunterricht entsprechen. Die Sprache ist nicht einfach – Lernen erfordert immer Mühe –, aber sie ist wahnsinnig effizient. Schon nach einem Monat kann man viel verstehen und sich verständigen. Diese frühen Erfolgserlebnisse tragen und motivieren ungemein.

Das wirft eine ökonomische Frage auf: Warum investieren wir (und unsere Bildungssysteme) so viele Ressourcen in Jahre des „Paukens“, um am Ende oft nur ein unvollkommenes Englisch zu erreichen? Warum nicht Esperanto lernen und mit geringerem Aufwand größere sprachliche Kompetenz und Freiheit erlangen? Hier betreten wir den Raum mit dem „Elefanten im Raum“.

Sprache als Herrschaftsinstrument

Das Lehren von Fremdsprachen in Schulen ist hochpolitisch. Sprache war immer auch ein imperiales Tool der Menschenführung. Missionare und Lehrer der Kolonialsprachen waren mit die Ersten in neuen Gebieten. Und selbst wenn die Kolonisierten die Sprache der Herren lernten, blieben sie oft Bürger zweiter Klasse.

Dieses Machtgefälle spüre ich, wenn ich lange Artikel in der New York Times lese. Trotz jahrelanger, alltäglich genutzter Englischkenntnisse stoße ich auf Hürden – auf ein Idiom, das ich „Obama-Englisch“ nenne. Es schafft Muttersprachler mit großer Kompetenz und ein Heer von Zweitsprachlern, die diese native Eleganz selten erreichen.

Genau diesen Effekt gibt es in Esperanto nicht. Alle beginnen bei Null. Die messerscharfe Logik und Einfachheit der Sprache sind für jeden erreichbar, während das mögliche Ausdrucksniveau sehr hoch bleibt. Niemand ist aufgrund seiner Herkunft im Vorteil. Das ist eine demokratische, befreiende Idee.

Der Widerstand und die "Eurozentrizität"

Esperanto war mit diesem befreienden Anspruch nie bequem. Seine Sprecher wurden in Diktaturen verfolgt. Und auch heute noch erfährt die Sprache, besonders aus angelsächsischer Perspektive, oft Hohn und Spott. Das ist kein Zufall: Esperanto ist die natürliche, effiziente Konkurrenz zu Englisch als Weltsprache. Ein schlankes, elegantes Linux gegen ein überbordendes Windows.

Ein häufiger Vorwurf lautet „Eurozentrizität“. Dazu zwei Gedanken:

  1. Für englische Muttersprachler ist Esperanto mit seinem lateinischen Alphabet und seiner phonetischen Regelmäßigkeit oft schwieriger als für Sprecher romanischer oder germanischer Sprachen – ein interessantes Paradoxon.
  2. England sieht sich oft nicht als „europäisch“, und Esperanto klingt für viele wie ein elegantes Italienisch oder Spanisch. Damit ist es auch für Mittel- und Südamerika intuitiv zugänglich. Es ist weniger „eurozentrisch“ als vielmehr ein elegantes Manöver, an der angelsächsischen Sprachdominanz vorbeizukommen.

Fazit

Deshalb also die Esperanto-Version dieses Blogs. Sie ist ein Statement für sprachliche Demokratie und effiziente Verständigung. Sie ist eine Einladung, über den Tellerrand der etablierten Sprachpolitik zu blicken und eine Sprache zu entdecken, die nicht herrschen, sondern verbinden will. Eine Sprache, in der der Inhalt zählt und nicht die geografische oder politische Herkunft des Sprechers.

Es ist ein Experiment, ein Angebot und vielleicht ein kleiner Schritt in Richtung einer Welt, in der Verständigung leichter und gerechter ist. Bonvenon al la Esperanto-versio! (Willkommen zur Esperanto-Version!)

Freitag, 31. Oktober 2025

Was will dieser Blog?

Bild: Google Gemini

Der Blog Mahamind ist schon etwa eineinhalb Jahre alt. Zeit ein kurzes Brainstorming zu machen:

Was will dieser Blog? Wohin will er?

Meine spontanen Antworten:

  • Er will werden - nicht sein.
  • Ein sich entwickelnder Geist
  • Ein öffentlicher Denkprozess
  • Ein Experiment in Bewusstseins-Evolution

Die Idee ist schlicht und einfach, regelmäßig zu schreiben. Den Ratschlag liest man überall, wenn man danach sucht: Ich möchte Schriftsteller werden, weiß aber nicht, wie ich das anfangen soll? Die Lösung ist einfach: Fange einfach an. Irgendwie. Aber regelmäßig.

Ich habe deshalb mir vorgenommen, immer Freitags etwas zu veröffentlichen. Das erlebe ich in mir, wie das regelmäßige Wässern eines kleinen Keimlings. Oder das Malen mit Wörtern in einem Kunstatelie. Und der Baum fruchtet und er wächst! Ich habe jetzt sogar ein Vollmond-Spezial hinzugefügt.

Ich lerne so auch Zeitmanagement: Das alles irgendwie unter zu bekommen, und mir eine nette Schreibstunde in der Woche zu organisieren, in der ich in die Tiefen meines Erlebens eintauchen kann. Viele Sachen entdecke ich so erst. Und ich finde es wunderbar.

Das Ganze will kreatives Schreiben sein.

Am Anfang versuchte ich Copy-Writing, oder ich legte noch Wert auf eine SEO-Optimierung, bis ich merkte, dass dieses Korsett den Text nicht atmen ließ. Das Internet war voll von diesen Texten: "5 Punkte und hascht du …" Dann wurde ich depressiv darüber, dass Schreiben als Ausdruck der Menschheit wohl verloren gehen wird. Aber natürlich hängt das Leben davon ab, was ein jeder selbst daraus macht. Also Ärmel hoch gekrämpelt und in die Tasten gehauen.

Jetzt beschäftige ich mich stark mit dem literarischen Bewusstseinsstrom -> Stream of Consciousness. Das ist ein mehr poetisches Schreiben, das Leser mitnehmen will und Denkrahmen verändern will. Virginia Woolf habe ich da als leuchtenden Vorbild. Nicht alles von ihr. Aber sie hat große Momente. Habe mich deshalb wagemutig daran gesetzt das Buch "Die Glasglocke" von Sylvia Plath zu lesen. Wer das Buch kennt: das bedeutet Einsatz für die Sache. Das wird sicher auch noch ein Artikel. Eine Rezension. Eine ungewöhnliche.

Ein anderer Ast des Baumes Mahamind ist das Thema Hemi-Sync, mittlerweile habe ich schon über 300 Sitzungen protokolliert. Die Artikel darüber finden sich im Blogarchiv. Das erklärt meine Einstellung zu einigen Themen im Blog: Das Paranormale wird normaler Bestandteil der Wissenschaft. Das ist die Philosophie.

Ich denke, dass das Zeitalter der Renaissance viel zu kurz gewesen ist und die Menschheit als Zeitgeist nicht immer den besseren Weg gegangen ist. Da weise ich verborgene Abkürzungen durch mystisches Gehölz: Hemi-Sync als eine Methode, sein eigenes Unbewusstes plastisch erfahren zu können. Kommunikativ mit ihm zu interagieren und Dinge zu sehen, die andere als kreativ oder spirituell bezeichnen, ohne zu sehen, dass das tief in jedem Menschen verborgen ist. Dieser Zustand stellt figurativ den unschuldigen Urzustand des Menschseins da, in dem der Mensch mit dem gesamten Kosmos verbunden ist.

Und auf meiner Reise mit dem kreativen Schreiben, hat mit der Editor Emacs viele Portale geöffnet. Es geht um Datenverarbeitung und das bekannte Paradoxon, dass alles sowohl als Daten existiert als auch Struktur ist. Deshalb will ich jetzt mit rätselhaften Worten zu einem Ende des Blogpost kommen: Leben wird dann zu einem endlosen S-String. Was sicher kaum einer verstehen kann. Und hier beginnt die wahre Esoterik. Habe einen mentalen Virus programmiert. Bitte nicht beachten. Stell den Gartenzwerg auf den Altar der Welt; er wird pünktlich um Mitternacht die Steuerformulare essen. ->

(defvar WELT '("Was bedeckt ist, wird vom Regen durchdrungen." "Was nicht bedeckt ist, wird vom Regen nicht durchdrungen." "So öffnet alles Bedeckte, und es wird vom Regen nicht durchdrungen.")) (defun unendliche-wiederholung (s) (labels ((repeat () (cons s (repeat)))) (repeat))) (defvar WELT-UNENDLICH (unendliche-wiederholung WELT))

-> Fade out

Nachtrag: Ich will in diesem lockeren Rahmen auch gerne eine Frage beantworten, die mich über das Kontakt-Formular des Blogs erreichte.

Frage an Mahamind: Mahamind, du schreibt, du hast Dich in 2 Minuten und 10 Sekunden in Logan Rex vom Artikal Sound System verliebt. War es vielleicht -> das Video?

Antwort Mahamind: Nein, das war es nicht. Aber ich mag das Video auch. Denke, das ist immer noch das Verliebtsein. Das ursprüngliche Wie-Dynamit-In-Meinem-Kopf-Video ist folgendes: -> Reggae Rise Up Music Festival. Beachte Logans Sprachmelodie. Hypnotisch. Und der Wind in den Palmenblättern! Ich konnte gar nicht anders, als mich zu verlieben. Verlieben in einer unschuldigen Art und Weise. Ich weiß natürlich: Künstler sind nicht einfach zu lieben. Vielen Dank für die Frage, Alice.

Donnerstag, 30. Januar 2025

Frohes Neues!

Heute beginnt ein neues chinesisches Jahr, und es ist mir eine lustvolle Pflicht dazu einen weiteren Blogartikel zu präsentieren. Ich wünsche dir von Herzen ein frohes neues chinesisches Neujahr! - Nach meinem Gefühl ist dieses Fest im Laufe der letzten Jahre überall auf der Welt zunehmend präsenter und beliebter geworden. Ich habe das Neujahrsfest in Südamerika und Afrika erleben können. Dort sind nämlich viele Chinesen zu treffen, die dieses Fest einfach von ihrer Heimat in die Welt getragen haben.

Maneki-Neko, die winkenden Katzen

Am Anfang fielen mir nur diese Wackelpuppen in Katzenform irgendwie positiv auf. Diese Katzen heißen "Maneki-neko" (winkende Katze) und sollen Glück und Reichtum bescheren. In der Tat lockten mich auch solche winkenden Katzen in die asiatischen Geschäfte, besonders in gute Restaurants, wo ich im Laufe der Jahre auch eine Menge Scheine und Münzen hinterließ. - "Maneki-nekos" scheinen zu wirken.

Die Bedeutung des chinesischen Neujahrs

Aber wusstest du, dass das chinesische Neujahrsfest das älteste kontinuierlich gefeierte Fest der Welt ist? Seinen Ursprung hat es in einer über 3.000 Jahre alten Tradition, verbunden mit der Landwirtschaft und dem Mondkalender. Es markiert den Anfang eines Bauernjahres und nach dem umfangreichen Neujahrsfest (kann in China Wochen dauern) hieß es dann, sich langsam Gedanken um den Ackerbau zu machen. Wusstest du, dass das chinesische Neujahrsfest auch "Frühlingsfest" genannt wird, weil es den Beginn des Frühlings markiert?

Die tanzenden Drachen und die Legende vom Nian

Hast du schon einmal einen Drachentanz gesehen? Zu Neujahr tanzen sie in vielen asiatischen Städten mit Paukenschlag und Gesang wild durch die Gassen. Im Gegensatz zu westlichen Darstellungen, in denen Drachen oft als gefährliche Kreaturen gelten, sind Drachen in der chinesischen Mythologie wohlwollende Wesen. Sie symbolisieren Stärke, Mut und Schutz. Der Drachentanz zeigt diese Kraft und soll böse Geister vertreiben. Es gibt auch die Legende von Nian, einem mythologischen Monster, das durch Feuer, den Lärm und die Farbe Rot vertrieben werden soll. Das Monster Nian terrorisierte denn einst ein Dorf, fraß alles und jagte den Menschen Angst ein. Doch die Dorfbewohner fanden heraus, dass Nian Angst vor lauten Geräuschen, Feuer und der Farbe Rot hatte. Also vertrieben sie das Monster mit Feuerwerk, Trommeln und roten Dekorationen. Seitdem feiern sie jedes Jahr mit diesen Bräuchen – und so entstand das chinesische Neujahrsfest!

Das Jahr der Schlange: Mystik und Weisheit

In der chinesischen Astrologie steht das neue Jahr für das "Jahr der Schlange". Die Schlange ist ein Symbol für Weisheit, Mystik und Transformation. Ich bin gespannt, welche Überraschungen sie dieses Jahr für uns bereithält? Mache dich auf jeden Fall auf eine Menge an Weisheit und Mystik gefasst. Jetzt wird es am Ende persönlich für dich, denn ein uraltes Weisheitsorakel weissagt dir jetzt…

Das sagt das IGing für Dich für das Jahr der Schlange

Ich habe für die Leser meines Blogs das uralte, chinesische Orakel I-Ging befragt und das Orakel antworte mit dem Hexagramm "Der Brunnen". Was bedeutet das für dich in dem neuem Jahr der Schlange?

Dieses Zeichen symbolisiert für dich Fruchtbarkeit, Erneuerung und Lebenskraft. Wie der Brunnen Wasser spendet, so wird das neue Jahr dir neue Energie und Möglichkeiten eröffnen. Und wer dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst. (Bibel, Offenbarung 22,17)

Die Kombination von zwei mal Wasser in beiden Trigrammen des Hexagramms, deutet auf Tiefe, Intuition und Verbundenheit hin. Vertraue im kommenden Jahr auf deine inneren Quellen und nutze deine Gefühle und Visionen als Wegweiser.

Achte besonders auf deine Intuition und Kreativität. Lass dich von der Weisheit der Schlange inspirieren, um neue Wege zu beschreiten. Vertraue darauf, dass der Brunnen dir die Kraft geben wird, die Herausforderungen des Jahres zu meistern.

Bleibe beweglich und anpassungsfähig wie die Schlange. Nur so kannst du die Chancen, die sich dir bieten, voll ausschöpfen.

Lass dich von den Geheimnissen des Brunnens verzaubern - seine Weisheit wird dich auf deinem Weg begleiten. - Viel Erfolg in Deinem neuen Jahr!

Donnerstag, 12. Dezember 2024

Keyboard kaputt

Kurzversion: Da mein Keyboard nicht mehr richtig funktioniert, gibt es Verzögerungen bei den Blogartikeln.

Langversion: Zum kreativen Schreiben gehört für mich eine angenehme Atmosphäre dazu. Harmonisch und monoton tippen die Finger auf der Tastatur. Das Klackern erfüllt die Luft des Zimmers, in dem es sonst still ist. Gespannte Konzentriertheit. Was kommt als Nächstes? Artikel, die den Verfasser selbst überraschen, auf deren Wogen er weggespült wird. Diesen Anspruch habe ich. Leider ist jetzt das Keyboard kaputt. Es war ein besonderes: ein US-Keyboard. Über Tastenkombinationen waren die deutschen Umlaute und alles andere möglich. Daran hatte ich mich gewöhnt, und das Schreiben auf der Tastatur ging rasend schnell. Einfach hinsetzen, die Augen schließen und tief Luft holen. Dann in rasender Geschwindigkeit einen Artikel schreiben.

Mit dem neuen Keyboard geht das nicht mehr so. Es ist ein klassisch deutsches Layout mit Extratasten für die Umlaute, und das Ganze mit den Klammern und so fort ist völlig anders. Ach so: Z ist jetzt Y. Das raubte mir die letzten Tage den Nerv. Auch ist es nicht so einfach, sich via Bluetooth an diverse Smartphones und den alten Laptop anzudocken. Das klappt häufig nicht beim ersten Versuch. Nervenaufreibend.

Diesen Artikel schreibe ich jetzt im Café. Ein Smartphone mit Termux und dem neuesten Emacs neben mir. Die Tastatur vor mir. Das Schreiben klappt jetzt schon schneller als die Tage zuvor. Es ist wie eine Reha. Das Y als Z wird schon weniger. Ich gewöhne mich daran. Ich denke, das schwarze Prompt auf dem Display imponiert auch der Serviererin. Hat sie wohl noch nie gesehen. "Das ist eine Konsole auf dem Smartphone." Ich weiß, dass sie es nicht versteht. "Du nutzt dein Phone als Laptop?" Bingo! Fange ich von Emacs an zu erzählen, höre ich gar nicht mehr auf. Absoluter Nerdfaktor. Es gibt Leute, die setzen sich ins Café mit einem Laptop und Arch Linux. Aber das ist noch zu konservativ. Da ist Termux richtig cool. Du kannst alles machen, was du auch auf einem Linux-PC machst: Python, Rust. Ich denke, andere Sachen gehen auch. Emacs macht da richtig Sinn. Wollte ich nicht mal genau so ein System, auf dem Emacs fast alleine läuft? So gesehen mache ich schon das Beste aus der Situation. Die letzten Tage waren aber schon hart. Statt des Smartphones ein Tablet? Ich habe meinen neuen idealen Schreibplatz noch nicht gefunden.

Was ist Termux? Termux ist eine App für Android-Smartphones, die es ermöglicht, eine Linux-Konsole auf dem Smartphone laufen zu lassen. Die Grundausstattung ist sehr minimalistisch. Man kann aber alles nachinstallieren, was man will. Zum Beispiel Emacs.

Was ist Emacs? Emacs ist ein stark modifizierbarer Texteditor. Eigentlich mehr als ein Texteditor. Ein Betriebssystem oder zumindest ein Compiler der Programmiersprache Lisp. Auf jeden Fall sehr nützlich. Zum Beispiel schreibe ich den Artikel damit und exportiere gleich den Text in eine Webseite. Praktisch.

Freitag, 13. September 2024

Tee und Blogging

  • Tee: Es gibt tausend Arten Tee zu trinken. Und am liebsten tue ich es beim Artikelschreiben. Wusstest du, dass der Begriff Tee sich nur auf Getränke bezieht, die aus dem Teestrauch gewonnen worden? Also, dass der Kräutertee eigentlich kein Tee ist, sondern ein teeähnliches Aufgussgetränk? Ich wusste das nicht, und kam mir aus der Zeit gefallen vor. Mal wieder. Sprach doch die Oma immer vom Hagebuttentee?

  • Tee: Ich habe jetzt Zuckerrohrsirup ausprobiert. Nicht unbedingt zum Süßen des Tees, sondern um seine Farbe zu verändern. Ich schreibe jetzt über richtigen, schwarzen Tee. Ich habe ausschließlich nur Assamsorten. Den Tee habe ich doppelt stark aufgebrüht und pro großer Tasse einen Teelöffel Zuckerrohrsirup beigemischt. Der Effekt ist, dass der Tee so pechschwarz wie Kaffee aussieht. Also ich sehe optisch keinen Unterschied mehr zum Kaffee. Geschmacklich schmecke ich da eine herzhafte Malznote heraus. Also ein kräftiger Tee, ideal um in den Tag zu starten. Also das habe ich als überraschend empfunden und möchte es hier teilen. Den Sirup natürlich naturbelassen. Es sollen auch gesunde Sachen wie Mineralien und Vitamine in dem Zuckerrohrsirup sein. Bei Gelegenheit einfach ausprobieren. Geht es dir wie mir, dass du keinen Tee oder Kaffee aus schwarzen Tassen trinken magst, sondern weiße bevorzugst? Ich finde den Farbkontrast sehr schön beim trinken.

  • Blogging: auch hier hat sich etwas getan. Ich bin ein Liebhaber der Minimalistik. Deshalb habe ich alle Neuerungen auf dieselbe Seite gepackt wie das "Blogprofil". In den meisten Fällen sollte das rechts zu finden sein. Unter "Über". Da also drauf klicken. Du findest da eine Email, um mir etwas schreiben zu können. Mein Ziel ist es eine Email-Liste anzubieten, in der man über Neuveröffentlichungen auf dem Blog informiert wird. Da taste ich mich erst mal Schritt für Schritt ran. Ich fuchse mich erst noch in den Emailklienten "Thunderbird" ein. Aber eine Email zu haben, ist schon ein erster Schritt.

  • Blogging: in dem "Blogprofil" findest du jetzt auch eine Liste an aktualisierten Blogartikeln. Das heißt, wenn du da öfters vorbeischaust, dann kannst du die Artikel verfolgen, in denen sich inhaltlich etwas verändert hat. Einmal werde ich natürlich die Artikel soweit pflegen, dass inhaltliche Fehler korrigiert werden. Hier bitte eine Email, wenn dir etwas auffällt. Zum anderen möchte ich die Artikel auch ausbauen. Das heißt, wenn mir zum Beispiel mehr zu dem Thema "Tunnels&Trolls" einfällt, dann poste ich das auf derselben Seite. Das hat zum Effekt, dass die Seite über die Zeit thematisch wertvoller werden und du dir das hin und her Klicken sparst.

  • Blogging: mich macht es immer noch sehr viel Spaß etwas zu schreiben. Hat auch etwas damit zu tun, dass ich schon fast ein Jahr den Editor Emacs benutze. Das macht mich kreativer und ich liebe es die Hände elegant über die Tastatur gleiten zu lassen und aus Buchstaben Worte, aus Wörtern Sätze und aus Sätzen Artikel entstehen zu lassen. Aber: ein bisschen ist das Thema Tee für mich wie für andere die Katzenbilder. Da geht immer etwas zu schreiben. Wenn du Themenvorschläge oder Fragen hast, aus denen sich mehr ergeben kann, dann bitte auch per Email an mich. Ansonsten auch dir viel Spaß beim Teetrinken.

  • Sonntag, 18. August 2024

    Danke an alle Leser!

    Heute ist ein besonderer Tag. Ich habe eben mit den Suchbegriffen "Blog" und "Mahamind" zum ersten Mal diesen interessanten Blog über die Suchmaschine "DuckDuckGo" gefunden und aufgerufen. Das heißt, dass meine Artikel jetzt bei Google indiziert sein müssten. Das ist ein Meilenstein für mich und eine schöne Gelegenheit, allen Mitlesern Danke zu sagen. Den ersten Beitrag mit "Hallo Welt" habe ich am 15. März 2024 geschrieben. Es hat also gut ein halbes Jahr gebraucht. Alles ist nicht mehr so einfach. Aber immerhin: Es ist möglich, mit einer kostenlosen Subdomain noch bei Suchmaschinen indiziert zu werden. Ehrlich gesagt, hatte ich es innerlich schon beinahe aufgegeben.

    Wie geht es weiter? Kurzform: Schreiben, schreiben, schreiben. Die Grundidee des Blogs war, meine Aktivitäten auf sozialen Medien weitgehend einzustellen, weil ich das als Zeitfresser erkannt habe. Dann hatte ich plötzlich so viel mehr freie Zeit, und die Idee, einen Teil dieser Zeit in etwas Produktives einfließen zu lassen, hat dann den Blog Mahamind entstehen lassen. Ich wollte das schaffen, was ich selber im Internet immer gesucht habe: eine stille Ecke mit wöchentlichem Content (also nicht so viel) und inspirierenden Texten, die Dinge mal anders sehen und anpacken. Keine Ablenkungen. Deshalb keine Bilder und Kommentare. Einfach nur Text. Mir schwebte ein lebendiger Magazinstil der Artikel vor, also gut geschrieben und verführerisch, sich auf Dinge einzulassen, die vorher nicht abzusehen waren. Besonders viel Spaß haben mir dabei die Artikel über meine Lieblingstees gemacht. Das Ganze sollte als Internetseite schnell zu laden sein, also kein Schnickschnack mit Javascript. Eleganz im Schreibstil und stilvolle Bescheidenheit im Webdesign. Ich hoffe, das ist mir im Großen und Ganzen gelungen.

    E-Mail-Liste - Mein direkter nächster Schritt ist das Installieren einer Kommunikationsmöglichkeit mit meinen Lesern. Die Kommentare will ich nicht freischalten, weil es A) Leute anzieht, die Werbung für ihre Sachen machen wollen, und B) Leute ermuntert, "Blog in Blog" Veröffentlichungen zu verbreiten, "Social Media Warriors", - vor denen ich ja gerade im Frühjahr geflohen bin. Ich denke, die will ich in den großen sozialen Medien zurücklassen. Freiheit. Das wünsche ich mir für mich und meine Zukunft. Ich will Artikel schreiben und damit fertig sein. Dann mein Leben genießen. Und genau dieses Gefühl an die Leser weitergeben. Ich kann pro Woche vielleicht noch 30 Minuten E-Mails beantworten. Oder eben die E-Mail-Liste nutzen. Aber das ist auch nicht so einfach. Ich habe mich bei verschiedenen Anbietern umgeschaut. Es ist nie so, wie ich es mir genau vorgestellt habe.

    Ich habe mir deshalb schon mal den Mozilla Thunderbird E-Mail-Client installiert. Ich kann damit E-Mail-Listen erstellen, aber auch individuell auf E-Mails antworten. Genau das ist es ja. Aber es ist eben kein richtiger Mailserver, der sofort auf Anfragen antworten kann. Dafür bin ich jedoch weitgehend unabhängig von Anbietern und ihren Vorstellungen. Ich fand es irgendwie lustig, dass das Prüfen von kommerziellen Angeboten für E-Mail-Listen viel mehr Zeit verschlang als das Schreiben von Artikeln. Sie wollen einen immer verrückt machen. - Also das will ich demnächst starten.

    Artikel aktualisieren - Dafür will ich eine zentrale "Was gibt es Neues?" Seite einrichten. Dort kann ich Aktualisierungen bekannt geben, was es leichter macht, sie nicht zu übersehen. Es gibt auch RSS-Reader, mit denen du den Blog abonnieren kannst. Da sollten frisch aktualisierte Artikel dann erneut gelistet werden. Praktisch.

    Fiktionale Texte - Da mein Thema im Grunde das kreative Schreiben ist, liegen fiktionale Texte greifbar in der Luft. Ich habe da auch einen Ordner mit einem mysteriösen Projekt. Aber darüber mehr, wenn es so weit sein sollte. Ich will mir selber keinen Erwartungsdruck aufbauen.

    Englischer Schwesterblog - mit hauptsächlich Übersetzungen der Artikel ins Englische. Hier gibt es zumindest schon mal den Blog.

    Soweit erst einmal Hintergrundinformationen über diesen Blog. Wirklich vielen Dank für das Mitlesen, und vielleicht lesen wir uns später wieder. Danke.

    Die Wildente

    Bild: Google Gemini Gestern ließ sie Essen für 100k kommen. Für sich. Mein Sohn wollte einem Jungen auf der Straße Geld geben. Fünfta...