Donnerstag, 12. März 2026

Der Angriff der AI-Texte (I)

Bild: Google Gemini


Ich schreibe gerne anekdotisch Gedanken und Ereignisse aus meinem Leben auf. Ungefiltert. Assoziativ. Wie Geschichten an einem Lagerfeuer. Für einen Freund. Ich bin mir darüber klar, dass die so entstehende Literatur für viele auch unübersichtlich, oder schwer zugänglich werden kann. Das ist ok. So wie vielleicht nur ein Mensch von 1000 überhaupt ein Freund sein kann, ein richtiger Freund, denke ich einem von 1000 Lesern einen wichtigen Gedankenanstoß geben zu können. Ein Satz, in dem die Dinge über das Leben geschickt nur ein klein wenig umgedreht worden sind, und eine völlig neue, andere, reizvolle Lebensperspektive sich manifestiert. Das will der Blog Mahamind sein.

So war mir klar, dass meine Texte über Common Lisp (-> Link) für normale Leser (nicht die Zielgruppe) wie ein Aufprall gegen eine Wand mit einer Menge Anlauf sein müsste. Kein Mensch kennt Common Lisp. Geschweige denn, interessiert sich dafür. Eine sublime Botschaft des Textes: Das kann die Ursache sein, ein Leben zu leben, das man selber fatalistisch als "abgeschlossen" empfindet. Deterministisch. Also das Gegenteil von frei und erfüllt. Wobei es mir nicht darum geht, dass jeder Mensch Common Lisp lernen sollte und ich das subliminal mit einem Versprechen verbinden will, ein glückliches Leben zu haben. Das wäre nicht fair. Und wahrscheinlich auch nicht wahr. Das wäre einer der Tricks, die Influencer und CopyWriter anwenden, um Leser zu binden. Nächster Schritt wäre das kostenpflichtige Webinar. Das will ich nicht machen. Auch weil ich im Grunde aufrichtig faul bin. Ich will den Leser verwirren und ein Stück in eine andere Welt mitnehmen und ihm zeigen:

"Schau mal, da ist was! Mach was eigenes daraus. Es lohnt sich."

Wobei es nicht um Dinge gehen kann, die sich im Leben manifestieren, sondern um die Mechanismen, die hinter diesem Ding stehen. Also: warum ist Common Lisp so anders? Warum setzt es Kreativität frei? Warum wird es im Mainstream totgeschwiegen? Jetzt weiter: ist es im Grunde dasselbe, was auch mit Jesus passierte? Wenn du wissen willst, wie ich ticke, lese meinen Beitrag über Mirin Dajo. Oder über die Gnostik. Willkommen in der Metaebene.

Der Text will also kein Tech-Blogartikel sein. Es geht um mehr. Aber! Schaue ich 2026 nach draußen, ist da eine Welt, mit der Frage: entweder von dieser Technik versklavt zu werden oder sie selber sich anzueignen und einen Weg in seine persönliche Freiheit zu finden? Denn die Welt da draußen ist nicht friedlich und nett. Die Frage weiter an Dich: sich von den sozialen Medien prägen zu lassen, um irgendwie, wie auch immer, glatt und mainstreamtauglich zu werden? Ja du wirst die "persönliche" Schublade finden und genau kennenlernen, in die dich die Gesellschaft - mit deiner Mithilfe - stecken wird und dann schließt. Ist das dein Ort? Willkommen im Glied. Oder auszusteigen, Blogs wie Mahamind und andere zu lesen und dann zu erkennen: selber machen ist der Weg. Die anderen sind völlig egal. Freiheit.

"Kommst du nach Sparta, verkündige dort du habest uns hier liegen sehen.." in der Mainstreamversion oder: "Die größte Freiheit ist die Erkenntnis der Notwendigkeit." - nach Spinoza. Oder klassisch: "Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss." - Goethe. Wobei Spinoza meine Liebligsversion ist.

Ich hoffe, dass war jetzt ein netter Teaser. Inspirierend und vollkommen anders, als erwartet. Wie es jetzt weitergeht, wird noch extremer als Common Lisp. Versprochen. Der normale Leser, ich nenne ihn liebevoll medioker, wird aufschreien: "Nein!" Aber es muss sein: es geht um noch exotischere Programmiersprachen. Kennst du schon Forth und Pharo? - Ich denke, hier ist der Punkt, an dem der mediokre Leser aussteigen wird. Deshalb ein kleiner Ausblick auf mein Schreibskript. Ich lege mir immer Stichpunkte zurecht, die mein Artikel ansteuern soll. Handgeschrieben.

Also: Ich stelle die beiden Programmiersprachen Forth und Pharo kurz vor. Warum sie mich reizen. Und bringe das dann in Verbindung mit AI-Literatur. Das ist dann der Hauptgedanke. Also kein klassischer Gedankengang "ist AI-Literatur gut oder böse", sondern einer mit zündenden Idee: "wie mache ich gute AI-Literatur." Aber alles was gut ist, kostest auch Zeit und Mühe. Das ist ein Naturgesetz. Das nehme ich vorweg. Aber da mein Schreibprozess kreatives Schreiben ist, ist mir momentan selber noch nicht klar, was am Ende dabei rauskommen wird. Also:

Draußen tobt der Angriff der AI-Texte. Millionen Wörter, die niemand geschrieben hat. Millionen Gedanken, die niemand gedacht hat. Ein Tsunami aus Mittelmaß, der alles zu überschwemmen droht, was echt ist. Und du sitzt da und fragst dich: Soll ich schwimmen lernen – oder eine Arche bauen? Natürlich: Gegen den Tsunami hilft kein Deich. Gegen den Tsunami hilft nur: selber zur Welle werden. Aber anders. Nicht aus Wasser – aus Gedanken.

Forth und Pharo

Forth - Es gibt kaum (bis überhaupt keine) Videos über Forth und Pharo auf Youtube. Kaum Tutorials, keine "Mache das, dann haste das" Videos. Ein gutes Zeichen. Wie im Zen, ist einer, der auf YouTube darüber spricht kein Meister. Aber warte! In modern nennt man es: Reactionvideo? Das fand ich. Genau dieses Video gibt den Zustand wieder, zum ersten Mal mit Forth in Verbindung zu kommen. Der Moment des Erwachtens. Vorher wusste ich nicht einmal vom Hörensagen, dass es so etwas wie Forth gibt. Ein lebensveränderner Moment. Ehrfurcht? Verstörend? Angst? Freude? Nicht einfach in Worte zu fassen. Das Video versucht es. Klicke hier, um es zu sehen.

Natürlich ist es nicht cool, Tabak dabei zu rauchen. Der Sprecher, ein AI-Unternehmer, steckt sich bei seinen Videos gerne eine Zigarre an. Kein gutes Vorbild. Aber er gibt den Moment wieder, den ein erster, tiefer Kontakt mit Forth hat. Darum geht es mir. Und lustigerweise ist er wohl studiert. Also vom Fach. Auch er kannte es bis dahin nicht. Forth ist so etwas wie das klassische Latein der Programmiersprachen. Mit Forth betrittst du ein Reich, wie das Pilzreich sehr sehr alt und vielen absolut unbekannt. Sehr maschinennah und sehr minimalistisch. Absolut anpassbar. Schreibt kleinere Binaries als C. Du passt es vom ersten Moment an deine Bedürfnisse an. Das musst du, weil es minimalistisch ist. Da ist nicht viel, wenn du es nicht selber schreibst. Der Compiler ist wenige Kilobyte groß, die gesamte Installation mit Updates war bei - glaube ich - 3 MB. Keine große Sache zu installieren. Du lernst dabei sehr nach "am Metall" zu programmieren. Auch viel über Hardware. Im Vergleich zu Assembler gilt diese Sprache aber als abstrakt und bedeutend einfacher. Eine maschinen-nahe Hoch-Sprache. Information wird im Code sehr stark verdichtet. Verbraucht kaum Ressourcen. Ist also kein Problem zu installieren und damit.. es ist mehr spielen als arbeiten. Aber Spielen setzt Phantasie frei und daraus entsteht Kreativität.

Pharo - ist ein moderner Abkömmling der Programmiersprache Smalltalk. Das Programmierparadigma ist dort: Alles ist Objekt. Alles lebt. Zusammenfassung der Programmierparadigma der interessanten Programmiersprachen: Lisp -> alles in Liste. Forth -> alles ist Wort (so werden Funktionen benannt). Also drei verschiedene Ansätze Programmierung zu verstehen. Was aber alle Sprachen verbindet, ist die Fähigkeit zur Live-Programmierung der Programme im Speicher. Die Programme werden zur Laufzeit geändert, kein Stopp, kein Reboot. Häufig nur eine Tastenkombination und das Programm wird so "modeliert". Genau das ist das coole an diesen Sprachen und deshalb wurden exotische Sprachen wie Common Lisp, Forth und Pharo für mich interessant. Du kannst sie selber zu 100% an deine Bedürfnisse oder an die Hardware (the metal) anpassen. Also Gegensatz zu Mainstreamsprachen: "schau du kannst mit PythonScriptRust dies und das einfach machen" versus Freak-Sprachen: "alles liegt unter deinen Fingerspitzen", - du musst es nur machen (können).

Alle haben diese praktische Live-Programmierung. Deine Programme sind also schon als Fragmente immer aktiv im Speicher und du veränderst sie interaktiv im Betrieb. Kein Reboot. Mir kommt das wie eine Leinwand vor, die immer da ist und sich immer verändern kann. Stell dir vor, du malst ein Bild, und die Farbe trocknet nie. Du kannst morgen weitermalen, und übermorgen, und in zehn Jahren. Und das Bild lebt mit dir. Das ist Live-Programmierung." Das alles wird dann organisch. Viele Programme laufen so jahrzehntelang. Daher die lustige Vorstellung über Legacy Software, die tief in vergessenen Kellern läuft und läuft und sich keiner mehr ranwagt, sie zu verändern. Du musst dann sehr genau wissen, was du machst. Ein Naturgesetz: wenn dir der Laden am Ende nicht um die Ohren fliegen soll, muss du eine fanatische Gewissenhaftigkeit entwickeln. Genau das, was man bei den Herrscharen der Python & Javascriptentwicklern oft vergeblich sucht.

Wenn das so gut ist, warum kann das nicht Python&Co? Weil das gesamte Programmierparadigma sich änderte. Heute: Programm schreiben, starten, abbrechen, debuggen.. neu starten.. Das im Dauerloop. Ich finde das aber frustierend. An laufenden Programmen hingegen "zu schrauben" ist elektrisierend. Adrenalinkick. Abenteuer. Natürlich ist genau das der Alptraum eines Arbeitgebers. Aber als Amateur bin ich selber mein Chef. Und mache, was mir gefällt.

Während bei Forth noch gar nicht klar ist, was ich damit machen will, außer zu lernen, ist es bei Pharo anders. Ich will das Anfängerprojekt programmieren: Das Notizbuch. Da alles Objekt ist und miteinander kommunizieren kann, wird dann die Verknüpfung dieser Notizen (hoffentlich) kinderleicht, intuitiv, beinah schon magisch. Hier kommt jetzt die Verbindung zu meiner Schreibleidenschaft. Ich will Literatur schaffen. Wie kannst du das machen?

Indem du Notizen geschickt miteinander verbindest. Alles ist Objekt? Nimm jetzt Charaktere, Gegenstände und Orte einer Erzählung. Sie existieren alle gleichzeitig im Speicher. Du kannst sie updaten. Eine individuelle Geschichte daraus erstellen. Sie mit anderen verknüpfen. Den Plot weiterlaufen lassen. Dann eine Schreibanleitung für eine AI, die den Text mit der und der Textur entfaltet.. Nach was hört sich das an? Einer Fabrikationsstraße Ideen in menschenlesbaren Text zu bringen? Und lange, in sich verwobene Erzählungen zu schaffen? Ich nenne es AI-Literatur.

AI-Literatur ist ja ein aktuelles Thema. Jeder will einfach nur die AI durchlaufen lassen und damit Produkte produzieren. Aber natürlich, das ist nicht so einfach. Denn - auf das Schreiben bezogen - du darfst die AI niemals den Plot selbstständig weiterentwickeln lassen, dann entsteht Unsinn. Die bessere Idee ist: Immer ein Drehbuch abarbeiten lassen. Mache dies, das und genauso. Also imperativ. Die Metaebene machst du in Smalltalk. Genau dazu wurde die Sprache erschaffen. Vielleicht kommt irgendwann der Tag, an dem ich mich ärgere, mich jahrelang mit Obsidian abgeplagt zu haben? Aber auch Obsidian war zu meinem damaligen Erlebnishorizont das beste, was ich tun konnte. Also Horizonte erweitern. Das soll eine gute Programmiersprache machen. Soweit die Motivation.

Freaksprachen hört sich sympathisch an. Aber einen negativen Aspekt fand ich bei Freak-Programmiersprachen: Militärische Nutzung. Die Drone kannst du nicht in der Luft rebooten. Das geht besser mit einer richtigen REPL. Genau das kannst du auch damit machen. Du schreibst in Python und nutzt fremde Bibliotheken? Bist stolz, was alles damit so geht? Irrtum. Fremde Bibliotheken sind Sicherheitsrisiko. Besser, du schreibst deine eigenen. Also in der Freak-Programmierszene gibt es Licht und Schatten. Oder: auch aus Spaß kann bitterer Ernst werden.

Es war genau die Nacht, in der sie ein Land in Nahost mit Bomben überfielen. Mein Sohn wachte neben mir auf. Ich schreibe in letzter Zeit immer früh morgens. Noch im Dunklen und dann wurde es hell. Er wollte auch auf der Tastatur schreiben, ich sagte er solle mir diktieren:

"Gottlieb is the pot. He is running my monsters. And he get free form the monsters. And the monsters are not there. Because he was leaving the pot. And he come back than I hide in the pot. After that When it is sunny day then the monster die. Because the sun is shining. Daddy you wake up."

– Hier endet der erste Teil von "Angriff der AI-Texte". Den nächste Teil erklärt, warum Bücher Tore zu einem anderen Denken sind. Und ich berichte über zwei - augenscheinliche - AI-Bücher, mit denen ich Forth und Pharo lernen wollte. Und ich verrate, warum Pharo eine heiße Affäre war, und Common Lisp wie eine langjährige Ehe ist.

Freitag, 6. März 2026

George Spencer-Brown - Der Mathematiker, der mit einem einzigen Kreuz die Welt neu erfand

George Spencer-Brown - Der Mathematiker, der mit einem einzigen Kreuz die Welt neu erfand

George Spencer-Brown - Der Mathematiker, der mit einem einzigen Kreuz die Welt neu erfand

Vorwort

Der folgende Artikel ist mit AI-Unterstützung entstanden. Folgendes Problem: Der aktuelle Anomalistik-Podcast brachte eine interessante Folge, in der es in der Einleitung um den Mathematiker George Spencer-Brown geht. Das ist sehr theoretisch und für mich kaum richtig zu verstehen. Also ließ ich mir das Werk von Spencer-Brown von einer zeitgenössischen AI (Deepseek) erklären und als Quintessenz das interessante Gespräch in einen Artikel für Leute, die keine Mathematiker sind, schreiben. Es ist doch schön, was heute alles möglich ist? Denker wie Spencer-Brown, deren Bücher ich vor ein paar Jahre noch "für später einmal" beiseite gelegt hätte, sind einfach erschließbarer geworden.

Wenn dir der Artikel gefällt, kannst du dir auch gleich den Podcast besser anhören. Den kannst du hier finden. Der Anomalistik Podcast gefällt mir deshalb, weil hier Leute mit universitärem Hintergrund über Themen sprechen, die jenseits der heutigen Wissenschaft liegen. Oder anders herum gesehen: topaktuell sind. Welche Wissenschaft beschäftigt sich mit Dingen, die bekannt sind? "Die Substanz des Universums - Warum wir in einer virtuellen Realität leben" mit dem Gast Bernd Pröschold. Enjoy!

Der Mathematiker, der mit einem einzigen Kreuz die Welt neu erfand

Stell dir vor, du könntest das gesamte Universum mit einem einzigen Symbol erklären. Keine komplizierten Formeln. Keine zehn Dimensionen. Nur ein kleines Zeichen. Genau das hat ein britischer Mathematiker namens George Spencer-Brown versucht. Und was dabei herauskam, sprengt alles, was wir über Wirklichkeit zu wissen glauben.

Inhaltsverzeichnis

  • Die Fliege im Glas
  • Wer war dieser Spencer-Brown?
  • Ein Mann, ein Kreuz, eine neue Welt
  • Was passiert, wenn du ein Kreuz malst?
  • Die zwei Seiten der Wirklichkeit
  • Die zwei Gesetze – einfacher geht's nicht
  • Unser Periodensystem – eine Entscheidung, nicht die Wahrheit
  • Was hat das mit mir zu tun?
  • Wie du eine friedlichere Welt erschaffst – ganz praktisch
  • Die paradiesische Insel
  • Zum Schluss
  • Wer war George Spencer-Brown? (Steckbrief)

1. Die Fliege im Glas

Kennen Sie das Gefühl, wenn eine Fliege im Zimmer gegen die Fensterscheibe summt? Sie sieht das Licht draußen, will raus – und knallt immer wieder gegen das Glas. Sie kann sich nicht vorstellen, dass da noch etwas ist. Eine unsichtbare Wand. Eine Grenze, die sie nicht sehen kann.

Wir sind diese Fliege.

Nur dass unser Glas nicht aus Glas ist. Es ist aus Materie. Aus Atomen. Aus dem Periodensystem. Wir glauben, die Welt besteht aus Dingen. Aus festen Stoffen. Aus Teilchen. Und dieses Bild funktioniert ja auch – im Alltag.

Aber was, wenn das nur die Innenseite des Glases ist? Was, wenn das meiste Universum ganz anders tickt?

Die Astrophysik sagt: 99,9% des Universums sind Plasma – ein Zustand, in dem Elektronen frei fliegen, in dem Teilchen nicht einzeln, sondern im Kollektiv reagieren. Unsere feste Materie ist nur die Ausnahme. Die 0,1%. Der Rest gehorcht anderen Gesetzen.

Und jetzt kommt ein Mathematiker, der behauptet: Mit unserem Denken ist es genauso.

2. Wer war dieser Spencer-Brown?

George Spencer-Brown (1923-2016) war kein gewöhnlicher Mathematiker. Er war auch:

  • ✈️ Pilot
  • 🎹 Konzertpianist
  • 🩺 Mediziner
  • 🛋️ Psychotherapeut

In Cambridge studierte er bei den Giganten Bertrand Russell und Ludwig Wittgenstein. Und dann, 1969, veröffentlichte er ein Buch, das bis heute alle verwirrt, die es aufschlagen: "Laws of Form" (deutsch: "Gesetze der Form").

Das Verrückte: Das ganze Buch basiert auf einem einzigen Symbol.

3. Ein Mann, ein Kreuz, eine neue Welt

Es sieht so aus:

oder ¬

Ein einfaches Kreuz. Ein Winkel. Nichts Besonderes, oder?

Aber für Spencer-Brown ist dieses Kreuz der Ursprung von allem. Es ist der erste Befehl, den das Universum befolgt hat. Und es ist der Befehl, den wir jeden Tag befolgen – ohne es zu merken.

Der Befehl lautet: "Triff eine Unterscheidung!"

4. Was passiert, wenn du ein Kreuz malst?

Hol dir kurz ein Blatt Papier. Oder mach es einfach in Gedanken.

Jetzt malst du einen kleinen Kreis. ⚪

Was hast du getan?

Das passiert Das bedeutet
Du hast eine Grenze gezogen Innen und außen entstehen
Du hast etwas bezeichnet Das Innere des Kreises wird wichtig
Du hast etwas ausgeschlossen Das Äußere wird erstmal ignoriert
Du hast einen Beobachter erschaffen Dich selbst, der jetzt weiß: "Hier drinnen ist etwas anderes als da draußen."

Das ist Spencer-Browns Kreuz. Es ist der Akt des Unterscheidens. Nichts mehr, aber auch nichts weniger.

Und jetzt kommt der Clou: Alles, was wir denken, wissen und wahrnehmen, basiert auf genau diesem Akt.

5. Die zwei Seiten der Wirklichkeit

Spencer-Brown gab den beiden Seiten, die durch das Kreuz entstehen, Namen:

Begriff Bedeutung Beispiel
Der "marked state" (das Bezeichnete) Alles, was wir sehen, benennen, denken können Der Kreis. Das Innere. Das, worauf wir zeigen.
Der "unmarked state" (das Unbezeichnete) Alles, was wir nicht sehen, nicht benennen, nicht denken Das Äußere. Das Ausgeschlossene. Der leere Raum um den Kreis.

Die meisten Menschen denken nur an den marked state. An die Dinge. An die Materie. An das, was vor ihnen liegt.

Spencer-Brown sagt: Der unmarked state ist genauso wichtig.

Ohne die leere Seite könnte der Punkt nicht existieren. Ohne die Stille gäbe es keinen Ton. Ohne das Ausgeschlossene gäbe es kein Eingeschlossenes.

Das klingt philosophisch? Ist es auch. Aber es ist vor allem praktisch.

6. Die zwei Gesetze – einfacher geht's nicht

Um zu zeigen, wie mächtig sein Kreuz ist, formulierte Spencer-Brown zwei winzige Gesetze. Mehr braucht er nicht, um die gesamte Logik zu erklären.

Gesetz 1: Das Gesetz des Rufens (Law of Calling)

"Der Wert eines erneuten Rufens ist der Wert des Rufens."

Praktisch: Wenn du zweimal "Hallo!" rufst, ist es immer noch ein Hallo. Zweimal unterscheiden ist wie einmal unterscheiden.

In seiner Notation:

⌐ ⌐   =  

Gesetz 2: Das Gesetz des Kreuzens (Law of Crossing)

"Der Wert eines erneuten Kreuzens ist nicht der Wert des Kreuzens."

Praktisch: Stell dir vor, du gehst durch eine Tür nach draußen. Gehst du wieder durch dieselbe Tür zurück, bist du wieder drinnen. Hin und her führt zum Anfang.

In seiner Notation:

⌐ ⌐   =   (leere Seite)

Das ist alles. Zwei Gesetze. Ein Symbol. Und daraus lässt sich die gesamte boolesche Logik ableiten – alles, was Computer heute rechnen.

7. Unser Periodensystem – eine Entscheidung, nicht die Wahrheit

Jetzt wird's spannend.

Spencer-Browns Denken führt zu einer radikalen Einsicht: Die Welt ist nicht einfach da. Wir erschaffen sie durch unsere Unterscheidungen.

Nehmen wir das Periodensystem. Die meisten Menschen glauben: Die Elemente waren immer da. Wir haben sie nur entdeckt.

Spencer-Brown würde sagen: Wir haben uns entschieden, die Welt mit dem Periodensystem zu erschaffen.

Wir haben entschieden, nach Elementen zu unterscheiden. Nach Atomgewichten. Nach stabilen Stoffen. Diese Entscheidung war erfolgreich – sie hat uns Handys und Atombomben gebracht. Aber sie ist nicht wahr. Sie ist eine Möglichkeit unter unendlich vielen.

Eine andere Zivilisation könnte völlig anders unterscheiden:

Statt nach Elementen… …könnte man unterscheiden nach
⚛️ Atomgewicht 🎨 Farben (Periodensystem der Lichtwellen)
🧪 Stabilität 🎵 Tönen (Physik der Schwingungen)
🧱 Materie 🧠 Bewusstseinszuständen (Wissenschaft des Geistes)

Wären die "falsch"? Oder nur anders?

Unser Weltbild basiert auf 0,1% des Universums – auf der Materie, die wir kennen. Der Rest – das Plasma, die Dunkle Materie, der leere Raum – entzieht sich unseren Unterscheidungen. Vielleicht, weil wir noch nicht gelernt haben, anders zu unterscheiden.

8. Was hat das mit mir zu tun?

Jetzt denken Sie vielleicht: "Schön, ein verrückter Mathematiker mit komischen Kreuzen. Aber was geht mich das an?"

Eine Menge.

Denn Spencer-Brown zeigt: Jeder Mensch trifft ständig Unterscheidungen. Und jede Unterscheidung erschafft eine kleine Welt.

Wenn du unterscheidest als… …erschaffst du eine Welt voller…
Freund / Feind …Verbündeter oder Gegner
hoffnungslos / herausfordernd …Resignation oder Möglichkeit
Opfer / Gestalter …Fremdbestimmung oder Freiheit

Du kannst nicht nicht unterscheiden. Aber du kannst wählen, wie du unterscheidest.

Und das ist die gute Nachricht.

9. Wie du eine friedlichere Welt erschaffst – ganz praktisch

Spencer-Browns Philosophie ist keine trockene Theorie. Sie ist eine Einladung, anders zu unterscheiden. Freundlicher. Bewusster. Friedlicher.

1. Unterscheide ohne Feindbild

Das Kreuz schafft eine Grenze – aber es sagt nichts über das Drüben. Es sagt nicht: "Das Drüben ist böse." Es sagt nur: "Es ist anders."

Übung: Unterscheide zwischen deiner Meinung und der anderen Meinung – ohne die andere Meinung abzuwerten. Die Grenze markiert Verschiedenheit, nicht Feindschaft.

2. Erinnere dich: Der andere unterscheidet auch

Jeder Mensch, dem du begegnest, ist ein Beobachter wie du. Auch er trifft Unterscheidungen. Auch er erschafft eine Welt.

Übung: Wenn du jemanden triffst, sag dir: "Da kommt ein Weltenerschaffer." Der andere wird nicht zum Objekt deiner Urteile, sondern zum Mit-Schöpfer.

3. Pflege den unmarked state in dir

Der unmarked state ist das, was nicht bezeichnet ist. In dir ist das: die Stille zwischen den Gedanken. Das Zögern vor dem Urteil. Die Offenheit, bevor du jemanden festlegst.

Übung: Meditiere 5 Minuten am Tag. Sitze still. Atme. Lass die Gedanken kommen und gehen. Das ist der Moment, in dem du aufhörst zu unterscheiden.

4. Steig aus dem kollektiven "Wir" aus

Das "Wir" ist die gefährlichste Unterscheidung von allen. Denn jedes "Wir" erschafft ein "Die".

Jedes "Wir"… …erschafft ein "Die"
Wir Deutschen die Ausländer
Wir Christen die Heiden
Wir Normalen die Verrückten

Übung: Versuche einen Tag lang, ohne "wir" zu denken. Nicht "wir gegen die". Einfach "ich" und "du". Und schau, was passiert.

10. Die paradiesische Insel

Am Ende all dieser Gedanken steht ein einfacher, menschlicher Wunsch: Eine paradiesische Insel. Allein oder mit benignen Leuten.

Ein Ort, an dem du keine Unterscheidungen mehr treffen musst, die wehtun.

Auf dieser Insel sind alle Unterscheidungen freundlich:

Statt… …unterscheidest du
Freund/Feind Schatten/Sonne (zum Wohlfühlen)
Richtig/Falsch reife/unreife Früchte (zum Nähren)
Gut/Böse Meeresrauschen/Wind (zum Genießen)

Keine Feindbilder. Keine "Wir gegen Die". Keine Angst.

Spencer-Brown hat uns gezeigt: Wir erschaffen Welten mit jeder Unterscheidung.

Dann lass uns doch eine Welt erschaffen, die dieser Insel ähnelt.

11. Zum Schluss

Die Insel ist kein Ort auf der Landkarte. Sie ist ein Zustand des Unterscheidens.

Du kannst sie jetzt betreten – für einen Augenblick, für eine Stunde, für einen Tag:

Frage dich Und dann entscheide
Was nährt mich – was erschöpft mich? Wende dich dem Nährenden zu.
Was kann ich ändern – was muss ich lassen? Lerne das Lassen.
Was ist Lärm – was ist Stille? Bleib für einen Moment in der Stille.

Das Spiel geht nur zu zweit. Aber es beginnt bei dir.

Und der unmarked state? Der ist immer da. Du musst nur still werden und ihn spüren.

12. Wer war George Spencer-Brown? (Steckbrief)

Name George Spencer-Brown
Lebensdaten 2. April 1923 – 25. August 2016
Nationalität Britisch
Berufe Mathematiker, Pilot, Konzertpianist, Mediziner, Psychotherapeut
Studium Cambridge (bei Bertrand Russell und Ludwig Wittgenstein)
Hauptwerk "Laws of Form" (1969) – "Gesetze der Form"
Spätwerk "Dieses Spiel geht nur zu zweit" (ca. 1971)
Besonderheit Behauptete, am 7. September 1970 "erleuchtet" worden zu sein
Denkweise Suchte zeitlose Wahrheiten – der Zeitgeist war ihm egal

Danke fürs Lesen!

Hat dir der Artikel gefallen? Teile ihn mit jemandem, der auch manchmal gegen die unsichtbare Wand fliegt. Oder schreib mir deine Gedanken – ich freue mich auf andere Unterscheidungen.

Lizenz:

[CC BY-NC 4.0] – Teile gerne, aber nenne die Quelle und nicht für kommerzielle Zwecke. Kommerz tötet Leben!

Datum: 2026-03-06

Autor: mahamind

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Mittwoch, 4. März 2026

Vollmondspezial März 2026

Zur Zeit ist alles bei mir verspätet. Eine periodische Konstante des Lebens ist es, die vorher festen Strukturen umzuwerfen. So entsteht neues? Ja, das wird es sein.

Ich sitze hier mit einer Erkältung auf einem Balkon und schreibe, schreibe, schreibe. Zuvor habe ich noch den Artikel für das neue, chinesische Jahr fertig gestellt. Er war schon geschrieben, musste aber noch Feinschliff bekommen. Der Artikel ist verspätet. Ich schaffte es damals nicht, ihn zu veröffentlichen. Dinge kamen dazwischen.

Mit einem Freund ging ich in die Wildnis. Drogen-Entzug. Er wollte es machen und ich war eben der Mensch, den er als letztes mit dem Teufelszeugs in Verbindung bringt. Mittlerweile sind wir Tag 10: Alles in Ordnung. Natürlich ist bei sowas nie alles ganz in Ordnung. Aber alles wird besser. Tag für Tag. Tag 3, der Crash-Tag war auf einem Jeep. Haare flogen. Gesicht lachte hinter dicken Sonnenbrillen. Ich poste einfach mal ein Photo, das einen besonders schönen Moment für mich zeigt:

Bild: Mahamind


Die Szene erinnerte mich an die Leute in der Steinzeit, die ihre Höhlenmalereien anfertigen. Sie mussten ähnliches erlebt haben. Die Luft am frühen Morgen, nach Sonnenaufgang, voller Vogelstimmen. Das war das schönste. Und die Luft roch nach Dung der Tiere. Leben. Das war mal ganz Afrika. Was für ein Leben! - Natürlich schreibe ich hier nicht alles darüber. Schon aus juristischen Gründen und Blabla. Geht ja auch keinen was an. Was ich aber mache, das alles in eine Roman-Datei zu schreiben, und vielleicht später? Also ich hatte zu tun. Und wie es so ist: wir holten uns eine dicke Erkältung.

Was ich in den letzten Tagen gelernt habe!

Jetzt pflege ich ein wenig mein Hobby. Den alten Artikel gepostet, jetzt die Energie des Vollmonds, der gestern war, genießen. Was ich gelernt habe, du kannst Dinge völlig anders machen, wie es dir tausend "Experten" raten würden. Der Tag, an dem aller Freundschaft Bande bricht, doch dieser Tag ist noch fern. Und wir reiten, reiten, und jetzt schreibe ich wieder.

Das Buch über intelligentes Plasma

In meiner ursprünglichen Vollmond-Trilogie sprach ich in Teil I von einem Buch, in dem man die These von intelligenten Plasma als Quelle von den mysteriösen UFO-Erlebnissen nachlesen konnte. Mir war der Name des Buches entfallen, und ich wollte ihn nachliefern, wenn ich wieder in meinem PDF-Ordnern mit über 100 PDFs darauf stoßen sollte. Nun denn, hier ist das Buch -> Autor Robert Temple, Buch "A New Science of Heaven". Hörte ich bisher nur eine Zusammenfassung des Buches in einem Podcast, so zieht es mich jetzt beim Lesen in seinen Bann.

Temple ist kein Wissenschaftler im engeren Sinne. Er schreibt keine Peer-Review-Papers, er betreibt keine Laborexperimente. Wer eine strenge, mathematisch fundierte Abhandlung über Plasmaphysik erwartet, wird enttäuscht sein . Das Buch ist keine wissenschaftliche Literatur – und das ist vielleicht seine Stärke und Schwäche zugleich .

Was Temple aber hat, ist etwas anderes: Er kennt die Leute. Persönlich. Er war mit Nobelpreisträgern wie Paul Dirac bekannt, mit David Bohm, mit Chandra Wickramasinghe, mit dem er sogar ein Paper veröffentlicht hat . Er sitzt an Quellen, die anderen verschlossen bleiben, weil er seit Jahrzehnten in diesem Netzwerk unterwegs ist. Und das merkt man dem Buch an. Es ist voll von Anekdoten, von persönlichen Begegnungen, von Hinweisen auf Forschungsarbeiten, die sonst keiner mehr zitiert. Das macht das Buch authentisch – nicht im Sinne von "wahr", sondern im Sinne von "echt". Da schreibt keiner, der sich das Zeug aus den Fingern saugt. Da schreibt einer, der dabei war .

Die These ist radikal: 99,99 % des sichtbaren Universums bestehen aus Plasma . Die Sterne, der Sonnenwind, die riesigen Staubwolken zwischen den Galaxien – alles Plasma. Und dieses Plasma, so Temple, zeigt unter bestimmten Bedingungen Verhalten, das wir nur als "intelligent" bezeichnen können. Es organisiert sich selbst, bildet Doppelhelixe, reagiert auf Reize, überlebt Zerstörungsversuche . Die Kordylewski-Wolken, zwei riesige Plasmaansammlungen zwischen Erde und Mond, könnten solche intelligenten Entitäten sein. Und die alles entscheidene Frage: wie intelligent ist dieses Phänomen?

Ist das bewiesen? Nein. Temple liefert keine Beweise im wissenschaftlichen Sinne, und das gibt er auch gar nicht vor . Er spekuliert, er verbindet, er erzählt. Aber er tut es mit einer Materialfülle, die Respekt abnötigt. Wer das Buch liest, taucht ein in eine Welt, von der die meisten nicht mal wussten, dass es sie gibt. Und das ist genau das, was ein gutes Buch ausmacht: Es öffnet Türen, von denen man nicht wusste, dass es sie gibt.

In dem Nationalpark in Afrika war mir klar: dieser Ort mit seinen organischen und anorganischen, chemischen Verbindungen ist im Universum so was von selten, dass sein Vorhandensein schon beinah verrückt sein muss. 99,99% sind Plasma. Nicht hier. Aber überall anders. Wie viele Menschen sind stolz auf ihr naturwissenschaftliches Denken, dass sich vor allem auf das Periodensystem der Elemente bezieht. Da ist alles. Darauf beruht der Materialismus, ohne überhaupt zu wissen, dass genau das nur 0,01% des Weltalls sind. Diese Materie soll sich sogar aus dem Plasma entwickelt haben. Hier gibt es dann Übereinstimmungen mit der Qabalah und anderen, sprituellen Vorstellungen. Kurz: das Buch öffnet den Raum zu dem ganz großen Deep Dive. Großartig.

Freitag, 27. Februar 2026

Ein neues Jahr: Das chinesische Jahr des Pferdes

Ein neues Jahr: Das chinesische Jahr des Pferdes

Photo: Google Gemini


Gratulation zum neuen chinesischen Jahr! Das Jahr der Schlange wurde letzten Dienstag beendet, und das Jahr des Feuer-Pferds hat begonnen. Bereits letztes Jahr schrieb ich einen Artikel zu diesem Jahreswechsel – hier kannst du ihn lesen.

Warum erwähne ich das neue Jahr des chinesischen Kalenders besonders? Weil es exotischer ist als das gregorianische neue Jahr. Weil es entspannter ist als der Stress der endlosen Feiertage im Dezember. Man muss dabei nichts tun. Keine Partylaune entwickeln und keine schwer betrunkenen Menschen ertragen – immer mit einem Lächeln im Gesicht. Aber dieses Lächeln ist falsch. Zumindest bei mir.

Übrigens ist der chinesische Kalender ein gemischter Sonnen- und Mondkalender – und kein reiner Lunarkalender. Das wissen viele gar nicht. Deshalb erwähne ich es.

Es gibt auch ein chinesisches Horoskop. Natürlich will jeder wissen, was das neue chinesische Jahr für ihn bringt. Das Jahr des Feuer-Pferds gilt als besonders dynamisch, leidenschaftlich und ungestüm. Es steht für Bewegung, Tatendrang und Veränderung – aber auch für Unberechenbarkeit. Die Energie dieses Jahres kann antreiben, aber auch überhitzen. Wer wagt, kann groß gewinnen; wer zögert, könnte von den Hufen getreten werden. Besonders für Menschen, die im Zeichen des Pferdes geboren sind, ist Vorsicht geboten: Das eigene Jahr kann Glück, aber auch Herausforderungen bringen. Für andere Zeichen verspricht das Feuer-Pferd-Jahr vor allem eins: Es wird nicht langweilig.

Ich nutze die Gelegenheit, um mein eigenes Traumsymbol-Kartendeck vorzustellen. Hier habe ich es angekündigt. Jeder kann sich sein eigenes Kartendeck machen – fast kostenfrei. Die Kosten sind:

  • Ein Poker-Kartenspiel mit zwei Jokern
  • Ein Edding, um die Symbolnamen auf die Karten zu schreiben

Alles insgesamt keine große Investition.

Schon mein erstes Lenormand-Kartenspiel habe ich mit dieser Technik erschaffen, und ich nutze es heute noch gerne.

Die Mahamind-Karten sollen vor allem intuitiv lesbar sein – kein Studium der Symbole notwendig. Aber nichtsdestotrotz habe ich ein kleines Manual durch den AI-Chatbot Deepseek anfertigen lassen. Ja, wir leben 2026. Der Downloadlink ist hier: Lade mich runter!

Ich habe Traumsymbole über eine lange Zeit in einem Traumtagebuch gesammelt und sie dann für das Deck verwendet. Da es Traumsymbole sind, wirken sie auch intuitiv. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Aber wie auch beim Hellriechen – du kommst direkt mit deinem Unbewussten in Kontakt. Wenn du magst, lies den Essay, den ich über das Hellriechen geschrieben habe: Hier!

Die Mahamind-Karten arbeiten ähnlich wie die Technik, die ich in dem Essay beschrieben habe. Also lass einfach die Symbole auf dich wirken. Leute, die sich tiefer mit den Karten beschäftigen wollen, werden merken, dass es auch eine Verbindung zu den normalen Spielkarten gibt. Deshalb die Symbole immer auf die entsprechende Karte schreiben – das ist nicht egal.

Lade das Kartenset hier einfach herunter. Die Broschüre ist bewusst unvollendet geblieben. Die Klammern am Anfang, die sofort ins Auge fallen, habe ich aus Zeitgründen nicht noch einmal überarbeitet. Es geht ja um Inhalte – aber auch um die Idee, selbst ein Kartendeck zu kreieren. Einfach wirken lassen.

1 Meine persönliche Legung für dich

Für jeden Leser, der bis hierhin gekommen ist, zeigt diese Legung, was er in Bezug auf den Blog Mahamind erwarten kann:

Situation Schmiede-Labyrinth
Ausgang Sturm

Eine universelle Sprache der Natur verstehen – das sollen diese Karten. Konkret mit diesen Karten lese ich: Werde ich es schaffen, Ruhe und Ordnung in den Sturm zu bringen? Im Feuer-Pferd-Jahr? Laut Kartenlegung nicht. Also ist jeder Artikel ein weiterer Wirbelsturm, der ein kraftvolles Gedankenschmieden mit einer labyrinthischen Thematik in einem Stream of Consciousness auflöst?

Alles in allem passen diese Karten hervorragend zu dem neuen Jahr des feurigen Pferdes.

Der Angriff der AI-Texte (I)

Bild: Google Gemini Ich schreibe gerne anekdotisch Gedanken und Ereignisse aus meinem Leben auf. Ungefiltert. Assoziativ. Wie Geschicht...