Donnerstag, 2. April 2026

Vollmondspezial: Denken in der post-UFO-Epoche

Oder: Warum wir die falsche Frage stellen, während das Antworten vor unseren Augen tanzt

Eine Lagerfeuererzählung für die, die plötzlich merken, dass sie die Sprache vergessen haben, in der die Steine sprechen

Bild: Google Gemini


Setz dich. Ich meine das jetzt wirklich so. Nicht virtuell, nicht "ich schicke dir einen Link". Setz dich hin, wo du gerade bist, und stell dir vor, es brennt ein Feuer. Nicht zu groß, nicht zu klein. Genug Licht, um die Gesichter derer zu sehen, die mit dir sitzen. Genug Dunkelheit, um zu wissen, dass der Wald um uns herum nicht leer ist.

Ich will dir eine Geschichte erzählen, die keine ist. Oder vielleicht doch. Kommt darauf an, wie gut du zuhörst.

I. Die zwei Propheten und das Schweigen der Masse

Du kennst das Spiel. Es heißt "UFO-Szene" und wird seit Jahrzehnten gespielt, aber irgendwann um 2020 herum ist es richtig in Fahrt gekommen. Jetzt sitzen da zwei Männer, die das Spielfeld teilen, ohne sich je zu treffen.

Richard Dolan. Der mit der Brille. Der, der Bücher schreibt, die wie Ziegelsteine aussehen. Der sich durch Archive wühlt, als ob die Wahrheit im Staub der Aktenordner vergraben läge. Er ist der, bei dem du sagst: "Okay, der macht Hausaufgaben." Seine Zuschauer nicken ernst. Sie haben alle mindestens ein Buch von ihm gelesen, vielleicht zwei. Sie wissen, dass der Kalte Krieg nie wirklich aufgehört hat, er hat sich nur verkleidet.

Und dann ist da Steven Greer. Der mit dem Lächeln. Der, der dich anruft, wenn du genug Geld spendest. Der im Scheinwerferlicht steht und sagt: "Ich habe die Beweise. Ich habe die Kontakte. Ich habe mit ihnen gesprochen." Seine Leute haben keine Bücherregale, sie haben Visionen. Sie haben dieses Leuchten in den Augen von Menschen, die wissen, dass sie etwas wissen, was andere nicht wissen.

Good Cop. Bad Cop. Aber wer ist hier eigentlich der Gute?

Schau genauer hin. Dolan spricht zu den Nerds. Greer spricht zu den Gläubigen. Aber was beide tun, ist Content produzieren. Und das ist der Punkt, an dem meine Finger anfangen, nervös den Stock im Feuer hin und her zu schieben.

Denn Content – das ist doch dieses seltsame Wort, das wir erfunden haben, als wir vergaßen, was Geschichten sind. Content ist nicht wahr oder falsch. Content ist verfügbar. Content ist das, was den Feed füllt, damit er nicht leer aussieht.

Und weißt du, was mir aufgefallen ist? Wenn du all diesen Content zusammennimmst – all die Podcasts, all die YouTube-Videos, all die Bücher, die sich gegenseitig zitieren, als ob sie in einer geschlossenen Gesellschaft leben – dann passiert etwas Merkwürdiges:

Sie erzählen immer dieselben Geschichten.

Roswell. Nimitz. Phoenix Lights. Belgische Dreiecke. Die Fälle wandern durch die Kanäle wie wandernde Nomaden, die nie ankommen. Und mit jedem Mal, wenn sie erzählt werden, werden sie glatter. Runder. Leichter zu verdauen. Am Ende sind sie nicht mehr seltsam. Am Ende sind sie Fälle. Aktenzeichen. Museumsexponate.

Und die eigentliche Frage – die Frage, die dich nachts wachhalten würde, wenn du sie einmal richtig formuliert hättest – die Frage wird nie gestellt.

Sondern: Wo kommen diese Geschichten her?

Ich will nicht sagen, dass sie erfunden sind. Das wäre zu einfach. Und zu dumm. Aber ich will sagen: Sie kommen alle aus demselben Filter. Aus demselben Schlauch. Aus derselben Institution, die seit 1947 gelernt hat, wie man Informationen so dosiert, dass sie sich wie Enthüllungen anfühlen, aber niemals wie Befreiung.

US-Behörden. Geheimdienste. Militär. Immer. Jede große UFO-Geschichte hat einen Stempel, der, wenn man genau hinschaut, nach "Made in USA" riecht. Nicht weil alles Fake ist. Sondern weil nur das durchkommt, was durchgelassen wird.

Das ist keine Verschwörung. Das ist Informationsökologie. Ein Filter, der sich selbst nicht als Filter wahrnimmt.

II. Das Bild, das im Kopf bleibt, während du denkst, du denkst

Und hier wird es interessant. Hier wird es unheimlich.

Weißt du, was passiert, wenn Millionen von Menschen jahrelang Geschichten über "kleine grüne Männchen" (oder jetzt: "graue Wesen mit großen Augen") hören? Auch wenn sie es nicht glauben. Auch wenn sie sagen: "Ich bin skeptisch, ich warte auf Beweise."

Das Bild bleibt.

Es wohnt jetzt in deinem Kopf. Nicht als Überzeugung. Als mögliche Option. Als die erste Kachel, die aufpoppt, wenn das Wort "UFO" fällt. Du kannst noch so sehr sagen: "Ich halte nichts von diesen Geschichten" – das Bild ist da. Es ist installiert.

Und dann hörst du CropFM. Oder einen anderen Podcast, bei dem die Anrufer ihre Sichtungen schildern. Lichter am Himmel. Objekte vor dem Fenster. Formen, die sich verändern. Amöbenhaft. Ticktack-förmig. Irgendwas, das zu reagieren scheint, wenn man hinschaut.

Und was ist die erste Interpretation? Nicht: "Was für ein faszinierendes atmosphärisches Phänomen." Nicht: "Plasma, das sich selbst organisiert." Nicht: "Elektromagnetische Lebensform, die wir nicht verstehen."

Sondern: "UFO. Vielleicht Besuch. Vielleicht Warnung. Vielleicht Kontakt."

Die Maschine im Kopf hat schon sortiert, bevor du überhaupt angefangen hast nachzudenken.

III. Nimitz und die Drohnen, die keine sein müssen

Kommen wir zum berühmtesten Fall der letzten Jahre. Nimitz. 2004. Flugzeugträger. Radarschirme. Tic Tac-Objekt. Von Piloten gesehen. Von Sensoren erfasst. Vom Pentagon bestätigt.

Wow. Oder?

Ich will das nicht wegreden. Ich will nur eine Frage stellen, die ich noch nie in einem dieser tausend Podcasts gehört habe:

Was wäre, wenn das einfach moderne Militärtechnologie war?

Überleg mal. Flugzeugträger. Perfekte Testumgebung. Neue Drohnen. Neue Tarnkappentechnik. Neue Antriebe. Du schickst deine neueste Spielzeuggeneration raus, schaust, wie die Besatzung reagiert, was die Sensoren erfassen, wie sich das Ding in einer realen Umgebung verhält. Und der Besatzung sagst du natürlich nichts. Das würde den Test verfälschen.

Das ist 1000x wahrscheinlicher als "außerirdische Intelligenz besucht uns genau hier, genau jetzt, mit genau diesem einen Objekt, das genau von unseren Militärsensoren erfasst wird".

Aber diese Interpretation – die banale, die wahrscheinliche, die im gleichen Gebäude wie die Zeugen entstanden sein könnte – diese Interpretation wird nie laut ausgesprochen. Warum?

Weil sie nicht in das Bild passt.

Weil sie den Zauber zerstört.

Weil sie aus der großen Frage "Wer sind sie?" eine kleine Frage macht: "Wessen Drohnen sind das?"

Und kleine Fragen verkaufen sich nicht. Kleine Fragen füllen keine Arenen. Kleine Fragen machen keine Influencer reich.

IV. Das Buch, das keiner liest, und der Blitz, den keiner sieht

Aber jetzt komm ich zu dem Teil, der mich wirklich umtreibt. Dem Teil, der keinem Podcast-Typen Geld bringt. Dem Teil, der so seltsam ist, dass man ihn kaum aussprechen kann, ohne wie ein Spinner zu klingen.

Robert Temple. A New Science of Heaven. Kennst du das Buch? Wahrscheinlich nicht. Es ist eines dieser Bücher, die existieren, aber nicht existieren. Die du in keiner Bestsellerliste findest. Die von niemandem zitiert werden. Die wie ein Geist durch die Welt gehen.

Worum geht's? Plasma.

Nicht das Plasma in deinem Fernseher. Nicht das Plasma in der Kernfusion. Sondern intelligentes Plasma. Plasma, das sich selbst organisiert. Plasma, das Informationen speichert. Plasma, das lebt.

Und plötzlich merkst du: 99% des sichtbaren Universums sind Plasma. 99%. Und wir wissen fast nichts darüber. Wir haben eine Plasmaphysik, ja. Aber die beschäftigt sich mit magnetischen Feldern und Wellen und Turbulenzen. Nicht mit der Frage: Was passiert, wenn sich Materie in einem Zustand befindet, der weder fest noch flüssig noch gasförmig ist, und sich dennoch verhält wie ein Organismus?

Mein Vater erzählte mir mal von Kugelblitzen. Andächtig. Mit dieser Stimme, die man benutzt, wenn man etwas erzählt, das man selbst nicht ganz glauben kann, aber auch nicht ganz vergessen. Das war in den 80ern. Seitdem – Jahrzehnte Podcasts, tausend obskure Sendungen, hunderte Bücher – habe ich nie wieder über Kugelblitze gehört. Nicht einmal am Rande.

Dabei sind Kugelblitze das perfekte Beispiel. Sie erscheinen. Sie schweben. Sie reagieren auf Beobachter. Sie verändern ihre Form. Sie schweben durch Wände. Sie verschwinden spurlos. Keine Erklärung. Kein Modell. Nur Beobachtungen, die in keine Schublade passen.

Was, wenn das Plasma ist? Was, wenn das eine Lebensform ist, die wir nicht erkennen, weil sie in einem Aggregatzustand existiert, den wir noch nicht verstehen? Was, wenn das, was wir "UFO" nennen, manchmal genau das ist: Plasma, das sich selbst organisiert, das auf elektromagnetische Felder reagiert, das vielleicht sogar bewusst ist, aber mit einem Bewusstsein, das wir nicht messen können, weil unser Messinstrument immer nur uns selbst sucht?

V. Der Bias, der uns blind macht

Das ist die eigentliche Pointe. Die wirklich tiefe. Die, die wehtut.

Wir definieren Intelligenz so, dass wir immer am besten abschneiden.

Wir haben IQ-Tests erfunden, die wir selbst bestehen. Wir haben "Bewusstsein" definiert als das, was wir haben und andere (Tiere, Maschinen, Natur) nicht. Wir haben "Rationalität" zu unserem Markenzeichen gemacht, während wir mit unseren Ängsten und Hoffnungen jonglieren wie Jongleure, die nicht merken, dass die Bälle brennen.

Spinoza sagte: Alles ist nur eine Abstufung desselben Lebens. Alles, was ist, atmet in derselben Substanz. Das klingt esoterisch. Aber vielleicht ist es einfach Definition. Vielleicht ist es die ehrlichere Definition. Denn wenn du sagst: "Intelligent ist, was Probleme lösen kann", dann gewinnt immer der Mensch. Wenn du aber sagst: "Intelligent ist, was sich selbst erhält und in Beziehung tritt" – dann gewinnt plötzlich der Pilz. Das Myzel unter deinen Füßen, das größer ist als jedes Tier, älter als jeder Baum, vernetzter als jedes Internet.

Weniger als 1% der Bodenorganismen sind uns bekannt. 99% des Weltalls sind Plasma.

Und wir reden über Raumschiffe.

VI. Die Konsumgesellschaft und das Bewusstsein, das pulverisiert werden würde

Jetzt komm ich zu dem, was du vielleicht schon geahnt hast, als du dich hingesetzt hast. Der Grund, warum dieses Feuer hier brennt und nicht in den großen Hallen der Konferenzen.

Stell dir vor, du würdest wirklich anfangen, so zu denken. Stell dir vor, du würdest die UFO-Frage nicht stellen als "Kommen sie oder kommen sie nicht?" Sondern als: "Was für eine Art von Leben ist möglich in einem Universum, das zu 99% aus Plasma besteht?"

Stell dir vor, du würdest Kugelblitze nicht als Kuriosität abtun, sondern als Botschafter. Nicht im Sinne von "sie wollen uns etwas sagen", sondern im Sinne von: sie zeigen uns, dass unser Begriff von Leben zu klein ist.

Stell dir vor, du würdest verstehen, dass dein Bewusstsein vielleicht ein Seiteneffekt einer elektromagnetischen Veränderung im Kosmos ist. Und das Bewusstsein der Schnecke auch. Und das des Plasmas auch. Und dass alles miteinander interagiert. Ein großes, atmendes Netz. Ein Mega-Bewusstsein, wenn du so willst. Spinoza lässt grüßen.

Weißt du, was dann passiert?

Dann wirst du nicht mehr zum Influencer gehen, um zu erfahren, ob die kleinen grauen Männchen jetzt endlich landen. Dann wirst du in den Wald gehen. Oder ans Meer. Oder einfach vor die Tür, um zu sehen, ob die Wolken heute anders aussehen. Dann wirst du anfangen, dein eigenes Bewusstsein zu beobachten, nicht um es zu optimieren, sondern um zu verstehen, wie es im großen Netz hängt.

Und genau das – genau das – kann unsere Konsumgesellschaft nicht haben.

Denn eine Gesellschaft, in der Menschen anfangen, ihr Bewusstsein als Teil eines kosmischen Plasmas zu erfahren, kauft keine neuen iPhones mehr. Oder doch, aber anders. Nicht aus Angst, etwas zu verpassen. Sondern weil sie verstehen, dass alles, was ist, schon da ist.

Das ist nicht gewünscht.

Deshalb springen Verteidigungsmechanismen an, wenn du so denkst. Nicht nur bei dir. Bei allen. Deshalb gibt es tausend Podcasts über UFOs und keinen über Plasma-Lebensformen. Deshalb ist "UFO" ein Markt und "Bewusstseinsökologie" eine Randnotiz. Deshalb werden die Bilder von den grauen Wesen immer wieder neu geliefert, während die Kugelblitze in den Archiven der Vergesslichkeit verstauben.

VII. Entwicklungspotential oder: Die Tür, die nur du öffnen kannst

Ich will dir jetzt nichts versprechen. Keine "In-6-Wochen-zum-Erleuchteten"-Kurse. Keine Methode. Keine 5-Schritte-Programme.

Aber ich will dir sagen, was passiert, wenn du anfängst, diese Fragen wirklich zu stellen.

Erstens: Du wirst einsam. Nicht im negativen Sinn. Aber du wirst merken, dass die meisten Menschen nicht darüber reden wollen. Sie haben zu viel investiert in die andere Geschichte. Sie haben zu viele Podcasts gehört, zu viele Bücher gelesen, zu viele Videos geliked. Ihr Selbstbild hängt jetzt an der Frage "Glaubst du an UFOs oder nicht?" Und wenn du kommst und sagst: "Die Frage ist falsch gestellt" – dann bist du derjenige, der das Spiel kaputtmacht.

Zweitens: Du wirst anfangen, anders zu sehen. Du wirst Lichter am Himmel nicht mehr als "UFO" kategorisieren, sondern als "Phänomen, das ich nicht verstehe". Du wirst dein eigenes Bewusstsein nicht mehr als "mein Gehirn" verstehen, sondern als "Teil von etwas, das mich übersteigt". Du wirst Pilze respektieren. Du wirst Wolken anschauen, als ob sie mit dir sprechen. Vielleicht tun sie das.

Drittens: Du wirst entdecken, dass es andere gibt. Nicht viele. Aber ein paar. Die auch am Feuer sitzen. Die auch die falschen Fragen satt haben. Die auch spüren, dass in der post-UFO-Epoche etwas Neues geboren werden will, etwas, das noch keinen Namen hat.

Viertens: Du wirst anfangen, zu forschen. Nicht im Sinne von "ich lese fünf Bücher und zitiere sie". Sondern im Sinne von: du gehst raus. Du beobachtest. Du machst dir Notizen. Du entwickelst deine eigene Sprache für das, was du siehst. Du wirst zum Amateur im ursprünglichen Sinn: jemand, der etwas liebt, ohne bezahlt zu werden.

Fünftens: Du wirst erkennen, dass die Trennung zwischen "drinnen" und "draußen" vielleicht die größte Illusion ist. Zwischen "mein Bewusstsein" und "das Bewusstsein des Plasmas". Zwischen "Mensch" und "Universum". Dass wir vielleicht alle nur Wellen auf demselben Ozean sind. Und dass die UFOs – wenn es sie denn gibt – vielleicht nur die Wellen sind, die besonders hoch schlagen.

Schluss: Das Feuer und der Wald

Ich lösche das Feuer jetzt nicht. Ich lasse es brennen. Du kannst gehen, wenn du willst. Oder du kannst bleiben und in die Glut starren, bis die Formen anfangen, sich zu bewegen.

Die Frage ist nicht: "Glaubst du an UFOs?"

Die Frage ist: "Bist du bereit, dein eigenes Bewusstsein als Phänomen zu verstehen, das du nicht kontrollierst?"

Die Frage ist: "Kannst du ertragen, dass du vielleicht nur ein Gast in einem Universum bist, das von Wesen bewohnt wird, die du nicht siehst, nicht hörst, nicht misst – und die trotzdem da sind?"

Die Frage ist: "Was passiert mit dir, wenn du aufhörst, Antworten zu suchen, und anfängst, Fragen zu lieben?"

Die alten sprachen von Engeln. Wir sprechen von UFOs. Vielleicht meinen wir dasselbe. Vielleicht haben wir nur die Sprache gewechselt, weil wir vergessen haben, wie man mit dem spricht, was nicht spricht.

Aber der Wald ist da. Die Kugelblitze sind da. Das Plasma tanzt vor unseren Augen, und wir nennen es "Lichtverschmutzung".

Irgendwann – vielleicht heute Nacht, vielleicht in zehn Jahren – wird einer von uns aufstehen, in den Wald gehen, und nicht wiederkommen. Nicht weil er verschwunden ist. Sondern weil er endlich verstanden hat, dass man nicht nach Hause kommt, wenn man nie weg war.

Und die anderen werden weiter Podcasts hören. Weiter Fragen stellen, die keine Antworten brauchen. Weiter warten auf die Landung, die nie kommt, weil sie schon immer da war.

Ich bleibe noch ein bisschen am Feuer. Falls du gehen willst – der Weg ist gut beleuchtet. Von den Lichtern da drüben.

Donnerstag, 26. März 2026

Angriff der AI-Texte (2) - Gedankenkarambolage

Bild: Google Gemini


Der folgende Text ist eine - versprochene - Fortsetzung des Essays Angriff der AI-Texte(1) -> LINK hier. Der Artikel ist bewusst notizbuchartig, da es sehr viel für nur einen Artikel ist, und ich das Thema durch haben will. Platz für neue Inspirationen.

Was bisher geschah?

Ich wollte die beiden exotischen Programmiersprachen Forth und Pharo testen. Beide Sprache bieten Live-Programming. Beide Sprachen sind alt. Wobei ich mit Pharo am Ende die Programmfamilie Smalltalk meine. Smalltalk ist Programmiergeschichte, während Pharo.. na ja warten wir noch mit der Beurteilung.

Dabei traf ich auf zwei, sehr aktuelle Bücher:

  1. Forth Fundamentals
  2. Pharo Essentials
  3. Beide Bücher vom selben Autor: Robert Johnson. Derselbe Verlag: HiTeX Press Verlag.
  4. Beide Bücher über absolute Nischenthemen! Und wer den Buchkatalog vom HiTeX Press Verlag einsieht: Lauter wirklich exotische Nischenbücher, wo ein Nerd schon reflexartig zugreifen würde. Immer der Autor Robert Johnson! Ein Verlagspseudonym?
  5. Beide Bücher sind aktuellem Datums. Letztes Jahr. Wann wurde das letzte Buch über Forth geschrieben? Das sind Bücher weit mehr als 10 Jahre alt!

Meiner Erfahrung nach, kann es so viel Zufall bei diesen Themen nicht geben. Es wurde noch schöner: Das Design der Bücher war auffallend angenehm. Sie sprachen mein ästhetisches Gefühl an. Ich las im Vorwort und die Wörter prasselten nicht nur an mir vorrüber. Nein, ich schwamm mit ihnen. Die Formulierungen sind für ein IT-Buch zu verschwenderisch. Fühlte sich alles zu perfekt an.

Ich fand einen interessanten Artikel zu dem Theme Robert Johnson und dem HiTeX Press Verlag: LINK hier. In diesem Artikel wird der Verdacht einer maschinellen Erstellung solcher Bücher durch moderne AI geäußert. Folgender Satz blieb besonders hängen:

What if the book is being sold and no one has ever read it?

Seitenweise Text, von der AI ausgespuckt, und keiner hätte ihn je gelesen. Waren die Bücher tatsächlich AI-generiert? Das würde sich bei den Programmbeispielen zeigen. Die würden oft auf AI-Halluzinationen beruhen. Das bestätigte sich beim Lesen des Forth-Buches. War kaum zu gebrauchen. Zumindest nicht als Einstiegsliteratur. Klar, als Freak kann man solche Texte auf Fehler hin lesen. Das bildet ja auch. Aber den Anfänger macht es paranoid.

Ich war enttäuscht. Andersherum war die Geschichte lehrreich, wie meine Psyche auf diese vermeintlichen "Glücksgriffe" reagierte. Wer will schon alte, verstaubte Bücher lesen, wenn es moderne, schön bunte im Design gibt? Aber: Deren Eloquenz am Ende nur ein Substrat der vielen, alten verstaubten Bücher ist. Die Code-Beispiele fehlerhaft. Ein schönes, poppiges Fake-Gefühl. Das Lebensgefühl der 2020'er. Denn Deep-Fakes sind überall.

Wie bereits gesagt, aus dem HiTeX Press Verlag gibt es eine ganze Armada an Fachbüchern zu Nischenthemen. Sogar ein Schemacs-Buch. Verführerisch? Für mich nicht mehr. Ich rate ab, beim HiTeX Press Verlag ein Buch käuflich zu erwerben. Damit hat mein heutiger Essay bereits sein Ziel erreicht.

Bücher sind Tore zu anderem Denken

Die Fake-Bücher haben aber einen Prozess in mir angestoßen: Wie schreibe ich AI-Bücher, richtig? Das ist ein wichtiges Thema geworden und regelrechte Glaubenskämpfe werden in sozialen Medien gekämpft, die härter und verbissener werden. Die typische Schwarz-Weiß-Sicht der Welt der sozialen Medien. AI ist böse? AI macht dich zum Millionär? Weder noch. Aber ich fange klassisch mit der Dystopie an. Warum sind AI-Texte gefährlich?

Eine düstere Epoche der AI-Texte

Das Dilemma der AI-Epoche ist: Ein intelligenter Leser ersetzt den Autor AI-geschriebener Texte durch die AI selber. Daraus folgt, dass kein Autor ist mehr notwendig ist, um den Leser zu seinem Lesevergnügen zu bringen. Stimmt das? Nicht ganz. Autoren von nicht-AI-geschriebenen Texten sind der Logik nach nicht ersetzbar. Weil dem AI-Texten eines fehlt: Das Notizbuch immer griffbereit zu haben. Selbst beim Duschen, um kreative Einfälle sofort zu notieren. Also genau das, wo Scheitern erlaubt und Lachen heiligt. Zauber der Unmittelbarkeit. Präziser gesagt: AI-Texte haben keine Authentizität.

Werden AI-gewöhnte Menschen nach sperrigen menschen-geschriebenen Texten fragen? Sie könnten fragen, warum menschen-geschriebene Texte gefährlich sind? Sie könnten Fake-News enthalten, könnten falsche Gedanken bringen, könnten feindliche Propaganda sein. Vor allem könnten sie den Leser wieder so ernst nehmen, wie er gar nicht mehr ernst genommen werden soll oder will. Die Vorteile der AI-Welt. Anpassbar. Was nicht mehr passt, wird passend gemacht. Geschichte verschwindet, andere Geschichte poppt auf, wie die bunten Bücher aus dem HiTeX Press Verlag. Das sind die Vorteile der AI-Texte in ihren Nachteilen. Die Dynamiken sind da. Wir müssen sie zur Kenntnis nehmen.

Daher: Das Internet als öffentlich kuratierter Ort wird eine Wüste von AI-Texten werden, die den Leser hauptsächlich in Auffassungen über die Welt bestärken, die nicht wirklich seine eigenen sind. Sie ermöglichen keinen Denkprozess. Einen Verstehprozess, der zunehmend obligatorisch wird, um weiter "dazuzugehören".

Das ist keine tolle Aussicht. Mein Lebensgefühl: Ich fühle mich nicht in einem goldenen Internet-Zeitalter (das ist vorbei), sondern an dessen Ende.

  • Dinge werden zwanghaft überwacht und Daten einfach so gehandelt und analysiert. Ein paar Userklicks reichen aus, das rechtlich zu fixen.
  • Alte Hardware, die nicht im "Internet der Dinge" irgendwas an irgendjemanden funkt, wird zunehmend interessant. Ein neues Smartphone? 1000 Euro, um meine eigene Überwachung zu bezahlen? Schon Irrsinn.
  • Autos werden Datenminen. Der Zauber der Vintagecars, der analogen Kamera und alten Standrechner. Mit einer Menge Speicher.

Ich sammele digitale Bücher, um genug für den Rest meines Lebens zu haben. Weil ich rechne, dass das irgendwann nicht mehr gehen wird. Urheberrecht sticht Privatsphäre aus. Natürlich. Und alles andere gleich mit. Das Internet wird immer mehr Menschen ausschließen, statt friedlich zu verbinden.

Dafür muss einer kein Prophet sein. Es liegt überall schwer in der Luft: Das Ende des Internetseitalters, in dem die Leute aufwachen und entdecken, dass alle Internetinstallationen sie überwachen, ausbeuten und bevormunden. Und, die natürliche Bewegung eines Menschen, Dinge, die einfach toxisch sind, zu verlassen und außerhalb der nervös, bunten IT-Welt das Paradies zu entdecken, welches für den Menschen einst gedacht war. Das Paradies, das man ihm weggenommen hat.

Deshalb plane ich eine Email-Liste. Das wird wahrscheinlich die letzte Form von Veröffentlichung sein, die noch problemlos geht. Das stört, die es entscheiden, am wenigsten. Die Email-Liste wollte ich mit Emacs-Gnus machen.. schaue einfach noch mal in ein paar Monaten vorbei. Und wenn du magst: abonniere den RSS-Feed des Blogs mit einem Feed-Reader. Alle Neuigkeiten zeitnah frisch verfügbar.

Das beste aus den Dingen machen

AI ist da, geht nicht mehr weg und wie kann man das beste daraus machen? Natürlich: erst einmal runter kommen. AI ist nicht die AI, die viele aus Scifi-Filmen kennen. Kontrollinstrument: ja. Umgehung eines Urheberrechts: ja. Aber der Rest sind oft Urängste, die kanalisiert werden müssen. Hier recherchiere: Binnenangst versus Realangst. Einmal verstanden, vieles durchschaut. Kurz gesagt: werden die realen Sorgen zu "Ängsten", die in den Medien zu irrationalen Gebilden hochgekocht werden. Dadurch werden sie "alternativlos". Daher auch die häufige Floskel in Deutschland: "da kannste nichts machen!" Einfach anfangen die Begriffe "Realangst & Binnenangst" nachzulesen. Das ist ein interessanter soziologischer Mechanismus. Und nein: Du kannst sehr viel machen.

AI ist nicht das Problem. Das Problem sind die Leute, die hinter AI stehen

Also nicht von Ängsten treiben lassen, sondern einfach zu schauen: Wo begegnet uns heute AI?

  • AI in der Musik: AIVA komponiert Klassik, YouTube-Lofi-Kanäle laufen 24/7 AI-generiert, Stimmimitationen lassen tote Sänger "neue" Songs performen. Die Nachlässe drehen am Rad. Die Musik funktioniert, aber ohne Risiko, ohne Seele. Nur noch Ware ohne Herkunft.
  • AI in der Photographie: Midjourney, DALL-E, Stable Diffusion: Prompt rein, Bild raus. Für Social Media reichts. Gleichzeitig Analog-Renaissance: Junge Leute kaufen Prakticas auf Flohmärkten. Wollen das Rauschen, das Unperfekte, den Moment. Mein unscharfes Lieblingsbild – weil ich da war, der Wind kalt war, die Finger zitterten. Das gibt keine AI.
  • AI in Videoplattformen. Habe ich meine Erfahrungen mit: Meine netten - garantiert ohne Kraftausdrücke und juristisch koscher formulierten - pharmakritischen Kommentare binnen 5 Sekunden (ich prüfte mittels Zweitaccount) geshadowbannt, während stereotypische Freundensbekundungen unter Videos mit zivilen Toten in einem Genozid als besonders lesenswert angepinnt wurden. Vom Algorithmus. Von der AI. Lese hier meinen Beitrag: wie soziale Medien für mich gemeinsam mit Aaron Bushnell verbrannten.
  • AI als Rechtschreibprogramm: Grammarly, DeepL Write optimieren nicht nur Rechtschreibung, sondern Stil. Glätten alles. Weg mit Ironie, Mehrdeutigkeit, Ecken und Kanten. Mein Experiment: Alter Text durchgejagt – raus kam kürzer, klarer, korrekter – und komplett tot. Seitdem: Rechtschreibprüfung an, Stilkorrektur aus.

Moral der Firmen.

Jeder weiß, dass Google heute nicht mehr "don't be evil" ist. Auch andere IT-Unternehmen haben ein rabenschwarzes Image. Am Ende füttern sie die Drohnen, die irgendwo auf der Welt Menschen töten. Kollateralschäden nicht einklagbar. Aber funktionieren solche Firmen so auf lange Sicht? Ja - solange sie alternativlos sind.

Mein Moral Algorithmus

Ich sah, es nützt wenig auf die schlechten Schlagzeilen zu warten und sich dann aufzuregen. Das ist nicht effizient. Was kann ein Indikator sein, zu sagen: Diese Firma wird jetzt mit fiesen Tricks ihre Kunden auspressen? Qualität verschlechtern (AI-Inside!!) bei steigenden Preisen?

Meine Meinung: Ich meide alle börsen-notierten Unternehmen - Punkt. Börse will Wachstum um jeden Preis. Aber wie willst du jedes Jahr 10% Plus Wachstum erziehlen? - Genau dadurch, dass du Kunden und Mitarbeiter auspressst. Schau dir den Hintergrund von CEOs an. Einmal verstanden, keine weiteren Fragen mehr.

Und das ist oft sehr einfach umzusetzen. In Deutschland gibt es Genossenschaftsbanken. Big Money ist nicht alternativlos. Warum Amazon, wenn der Gang durch die Stadt zu einem Erlebnis werden kann? Unterhalte dich mal mit Händlern. Auge in Auge. Riech die Ware, bevor du sie bezahlst. Der Handschlag. Das ist interessant. Voller Leben. Amazon: nur klicken, zahlen und haben. Abgesehen vom Preis: ist das nicht billig?

Sicher ist Kaufen im Internet möglich: bei kleinen Shops, die den Datenschutz ernstnehmen und nicht alle 3 Monate neue AGBs sich aus den Fingern saugen. Auch ein Marker für meinen Moral Algorithmus.

Deutsche Bahn eine AG? Hier wird es schwer.. Natürlich ist dieser Algorithmus nicht 100%ig. Aber immerhin ein Indikator. An der Börse wollen die Anleger bezahlt werden. Willst du sie bezahlen? Einfach nachrechnen und anfangen zu sparen. Und: Internetklitschen sind immer nur solange preiswert, bevor sie nicht selber Monopole bilden.

Zurück zu dem AI-Thema: Dies kann man auf AI-Anbieter anwenden und bekommt klare Antworten. Natürlich ist der Schritt zu einer eigenen LLM irgendwann logisch. Rechnet man es durch, ist es langfristig auch günstiger.

Was mit AI gerne schief gehen kann

Die beiden Bücher aus dem HiTeX Press Verlag waren mit hoher Wahrscheinlichkeit zum größten Teil AI-generiert. Code-Beispiele zu testen, wäre zu viel Aufwand gewesen. Sie wurden einfach so veröffentlicht. Das zeigt eine Tendenz der AI-Literatur: massenhaft, ungeprüfte Texte werden veröffentlicht.

Aber hier wieder meine Frage vom Anfang? Wie schaffe ich es gute AI-Bücher schreiben zu lassen? Da kam mir die Idee beim Pharo-Buch alle Gedanken, Figuren, Handlungsstränge in dieser Sprache als Objekt zu schreiben. Das könnte dann später miteinander kombiniert, weiterentwickelt werden. Das ist die Grundidee von Smalltalk, der Sprache, aus der sich Pharo später dann entwickelte. Dann als living mindmap? Genau das wäre es für mich gewesen. Ich könnte damit story-building machen. Die AI schreibt es dann. Wenn die story gut ist, ist alles gut. Faszinierend.

Pharo - der heiße Flirt

Stell dir vor, du verliebst dich in eine Person, die dir von einer Welt voller reiner Objektorientierung vorschwärmt, von Zell-Netzwerken und lebendigen Images, von einer grafischen Umgebung, in der du Objekte per Rechtsklick erschaffst und durch Ziehen verbindest. Du denkst: "Das ist sie. Die Eine."

Du installierst Pharo – und dann passiert Folgendes: Du öffnest die Umgebung und wirst von einer Fenster-Explosion begrüßt, als hätte ein kleiner Programmier-Gott beschlossen, deinen Bildschirm mit lauter bunten Kacheln zu tapezieren.

Du versuchst, einen Playground zu öffnen, aber das Fenster lässt sich nicht entfalten – es bleibt ein schmaler Schlitz, als würde die IDE dir die kalte Schulter zeigen. Du klickst auf ein Fenster, und es springt weg. "Focus-Follows-Mouse", nennen sie das. Ich nenne es "Flucht vor dem Benutzer".

Du suchst im Internet, findest Tastenkombinationen, X11-Modes, Shared-Memory-Flags. Du konfigurierst Tage lang – nicht Code, sondern Fenster.

Du fragst dich irgendwann: "Wollte ich nicht programmieren lernen?" Die Community sagt: "Das ist ein Feature." Du denkst: "Wenn das ein Feature ist, will ich den Bug zurück." Du probierst Squeak im X11-Mode – es wird besser, aber die Vision der graphischen Programmierung ist immer noch nicht da.

Du probierst GNU Smalltalk – konsequent, aber ohne GUI, und immer noch mit dieser CamelCase-Syntax, die sich anfühlt, als würde dir jemand beim Denken die Hände auf den Rücken binden.

Und dann, nach Tagen des Kampfes, die Erkenntnis: Smalltalk ist kein Werkzeug. Es ist ein Museum. Die Visionen sind großartig, aber sie wurden nie umgesetzt. Was bleibt, ist eine aufgeblähte GUI mit einer doofen Syntax und einer Community, die sich damit brüstet, wie cool ihre Fenster-Farben sind. Die Zeit war nicht verschwendet – sie war eine wichtige Lektion: Gute Visionen ohne solide Umsetzung sind wie ein Sportwagen ohne Motor. Sieht toll aus, aber du kommst nicht vom Fleck.

Common Lisp - die gute Ehe

Und dann dachte ich an Common Lisp zurück. Kein großer Auftritt, keine bunten Fenster, keine Versprechungen von einer neuen Welt. Einfach eine REPL im Terminal und die stille Gewissheit: Das hier funktioniert. Seit 40 Jahren.

Common Lisp ist die langjährige, verlässliche Ehe, die nach Jahren immer noch hält – nicht aufregend im Sinne von Chaos, sondern aufregend im Sinne von: Es lässt mich jeden Morgen neu entdecken, wie klar und schön Software sein kann.

Keine Fenster-Magie, kein Image-Chaos, keine Prokrastinations-Fallen. Ich öffne Emacs, starte SBCL, und die Sprache gehorcht. Kein "Benutz doch den Class Browser", kein "Das Fenster springt weg, weil wir das so wollen". Einfach: Denk nach, schreib Code, führe aus.

CLOS – das Common Lisp Object System – ist optional, aber wenn ich es brauche, ist es mächtiger als alles, was Smalltalk je hatte: Multiple Dispatch, Methodenkombinationen, ein Metaobjektprotokoll, das mir erlaubt, das System zu verstehen und zu erweitern.

Nicht "Alles ist ein Objekt" als Zwangsjacke, sondern "Hier sind Werkzeuge, bau dir, was du brauchst". Und wenn ich eine GUI brauche, nehme ich CLOG und baue sie im Browser – dort, wo Fenster schon immer funktioniert haben.

Die Lisp-Community ist keine Community von "Schau dir meine coole Fenster-Farbe"-Fetischisten. Es sind Ingenieure. Pragmatiker. Menschen, die Dinge bauen, die funktionieren. Sie haben nie eine IDE gebaut, sie haben die Sprache gebaut. Alles andere kam von der Community, weil sie Werkzeuge brauchten, nicht weil sie Werkzeuge cool finden wollten.

Die Entscheidung für Common Lisp war keine, die ich je bereut habe. Sie war die Entscheidung für Stabilität, Klarheit und tatsächliche Produktivität.

Vertraue nicht den CamelCase-Leuten, die Fenster-Chaos als Feature verkaufen. Vertraue den Lisp-Leuten, die dir eine REPL geben und sagen: "Denk selbst. Ich gebe dir die Werkzeuge."

Fazit für mich: ich versuche jetzt selber eine "lebendige Gedanken-Mindmap" für mich zu entwickeln. Mit Common Lisp, mit CLOS und mit CLOG. Auch wenn es kein "Gamechanger" wird: ich lerne dabei gute Sachen. Das zählt.

Freitag, 20. März 2026

Entdecke Seele

Entdecke Seele

Bild: Google Gemini


Ein Dialogversuch

Der Raum

Die Kneipe Schiller Eck. Dunkles Holz. Espressomaschine atmet. Frühlingslicht fällt schräg durch beschlagene Scheiben. Kellnerin Anfang zwanzig, hochgesteckte Haare, eine Strähne löst sich, klebt am Hals. Sie wischt die Theke. Langsam. Sieht immer wieder zur Ecke.

Dort: Mahamind. Unbestimmbares Alter. Großer Pullover. Umklammert seine weiße Tasse. Spricht leise. Zum leeren Stuhl gegenüber. Vor ihm auf den Tisch ein altes Buch. Aufgeschlagen.

Bis der anonyme Leser erscheint.

Das Gespräch

Mahamind: "Fechner. 1848. 'Nanna'. Über die Pflanze. Er schreibt: Pflanzen haben eine Seele. Warum? Weil es gerecht wäre. Menschen haben eine. Tiere haben auch eine. Also Pflanzen ebenso. Logik des Herzens. Aber schön. Rührend."

Der Kaffee dampft. Der Löffel rührt in der Tasse. Der Kaffe tiefschwarz und ohne Zucker.

Mahamind blickt auf den Stuhl gegenüber: "Das Problem ist nicht die Pflanze. Problem ist das Wort. "Seele". Politisch verseucht. Damals in den USA: debattierten ernsthaft, ob "Neger" eine hätten. Später: Kommunisten? Juden? Deutsche Seele! Dieses Wort, braun übermalt. Hat Grenzen gezogen. Zwischen Mensch und Pflanze. Zwischen Wert und Unwert. Die Seele als Verwaltungskategorie. Taufe war der erste Eintrag." Eine lange Pause. Kaffee ist jetzt kälter.

Mahamind reibt sich die Stirn, dann: "Fechner suchte Beweise für die falsche Frage. Spinoza wusste das. Kleiner Linsenschleifer. Amsterdam. Sagte: Es gibt eine Substanz. Alles was ist. Nenn es Gott. Nenn es Natur. Egal. Der Stein. Dein Gedanke. Die Pflanze. Alles Ausdruck dieser einen Sache. Modi. Wellen im selben Meer." Bei den letzten Worten zeichnet er mit dem Teelöffel Kreise auf Tisch.

Kellnerin nähert sich. Errötet leicht. "Noch einen?" Blick auf leeren Stuhl. "Für Ihren Gast auch?"

Mahamind sieht sie an. Wirklich an. "Für mich. Espresso. Mein Gast… geht jetzt." Kellnerin nickt. Geht zurück. Hüftschwung. Kaum merklich. Maschine zischt.

Mahamind in Richtung des leeren Stuhl: "Denken und Ausdehnung sind nicht getrennt. Zwei Seiten. Gedanke = Synapsenfeuer. Ein Ereignis. Nicht Ursache und Wirkung. Gleichzeitig. Immer."

Der Espresso kommt. Finger berühren sich fast. Kleiner Strom. Kellnerin lächelt. Mahamind lächelt zurück. Sie geht. Lächeln bleibt.

Mahamind hebt die kleine Tasse. Riecht. Schokolade. Erde. Sonne: "Das ist Materie. Das ist Gedanke. Gleichzeitig. Darum: Frage nicht 'Habe ich Seele?'. Frage: 'Was für ein Gedanke bin ich?'. Was für eine Welle? Willst du trüb sein? Klar? Zerstörerisch? Liebend? Du bist nicht getrennt vom Meer. Warst du nie."

Trinkt Espresso in einem Zug. Bitter. Dann süß. Dann Wärme.

Stille.

Mahamind beugt sich vor. Flüstert fast: "Wenn du heute Abend die Pflanze am Fenster siehst, die Blätter zum Licht… wen siehst du dann?"

Stille.

Kellnerin lächelt in sich hinein. Wind drückt gegen die Scheibe.

Mahamind schweigt.

"Du bist allein mit der Frage."

Donnerstag, 12. März 2026

Der Angriff der AI-Texte (I)

Bild: Google Gemini


Ich schreibe gerne anekdotisch Gedanken und Ereignisse aus meinem Leben auf. Ungefiltert. Assoziativ. Wie Geschichten an einem Lagerfeuer. Für einen Freund. Ich bin mir darüber klar, dass die so entstehende Literatur für viele auch unübersichtlich, oder schwer zugänglich werden kann. Das ist ok. So wie vielleicht nur ein Mensch von 1000 überhaupt ein Freund sein kann, ein richtiger Freund, denke ich einem von 1000 Lesern einen wichtigen Gedankenanstoß geben zu können. Ein Satz, in dem die Dinge über das Leben geschickt nur ein klein wenig umgedreht worden sind, und eine völlig neue, andere, reizvolle Lebensperspektive sich manifestiert. Das will der Blog Mahamind sein.

So war mir klar, dass meine Texte über Common Lisp (-> Link) für normale Leser (nicht die Zielgruppe) wie ein Aufprall gegen eine Wand mit einer Menge Anlauf sein müsste. Kein Mensch kennt Common Lisp. Geschweige denn, interessiert sich dafür. Eine sublime Botschaft des Textes: Das kann die Ursache sein, ein Leben zu leben, das man selber fatalistisch als "abgeschlossen" empfindet. Deterministisch. Also das Gegenteil von frei und erfüllt. Wobei es mir nicht darum geht, dass jeder Mensch Common Lisp lernen sollte und ich das subliminal mit einem Versprechen verbinden will, ein glückliches Leben zu haben. Das wäre nicht fair. Und wahrscheinlich auch nicht wahr. Das wäre einer der Tricks, die Influencer und CopyWriter anwenden, um Leser zu binden. Nächster Schritt wäre das kostenpflichtige Webinar. Das will ich nicht machen. Auch weil ich im Grunde aufrichtig faul bin. Ich will den Leser verwirren und ein Stück in eine andere Welt mitnehmen und ihm zeigen:

"Schau mal, da ist was! Mach was eigenes daraus. Es lohnt sich."

Wobei es nicht um Dinge gehen kann, die sich im Leben manifestieren, sondern um die Mechanismen, die hinter diesem Ding stehen. Also: warum ist Common Lisp so anders? Warum setzt es Kreativität frei? Warum wird es im Mainstream totgeschwiegen? Jetzt weiter: ist es im Grunde dasselbe, was auch mit Jesus passierte? Wenn du wissen willst, wie ich ticke, lese meinen Beitrag über Mirin Dajo. Oder über die Gnostik. Willkommen in der Metaebene.

Der Text will also kein Tech-Blogartikel sein. Es geht um mehr. Aber! Schaue ich 2026 nach draußen, ist da eine Welt, mit der Frage: entweder von dieser Technik versklavt zu werden oder sie selber sich anzueignen und einen Weg in seine persönliche Freiheit zu finden? Denn die Welt da draußen ist nicht friedlich und nett. Die Frage weiter an Dich: sich von den sozialen Medien prägen zu lassen, um irgendwie, wie auch immer, glatt und mainstreamtauglich zu werden? Ja du wirst die "persönliche" Schublade finden und genau kennenlernen, in die dich die Gesellschaft - mit deiner Mithilfe - stecken wird und dann schließt. Ist das dein Ort? Willkommen im Glied. Oder auszusteigen, Blogs wie Mahamind und andere zu lesen und dann zu erkennen: selber machen ist der Weg. Die anderen sind völlig egal. Freiheit.

"Kommst du nach Sparta, verkündige dort du habest uns hier liegen sehen.." in der Mainstreamversion oder: "Die größte Freiheit ist die Erkenntnis der Notwendigkeit." - nach Spinoza. Oder klassisch: "Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss." - Goethe. Wobei Spinoza meine Liebligsversion ist.

Ich hoffe, dass war jetzt ein netter Teaser. Inspirierend und vollkommen anders, als erwartet. Wie es jetzt weitergeht, wird noch extremer als Common Lisp. Versprochen. Der normale Leser, ich nenne ihn liebevoll medioker, wird aufschreien: "Nein!" Aber es muss sein: es geht um noch exotischere Programmiersprachen. Kennst du schon Forth und Pharo? - Ich denke, hier ist der Punkt, an dem der mediokre Leser aussteigen wird. Deshalb ein kleiner Ausblick auf mein Schreibskript. Ich lege mir immer Stichpunkte zurecht, die mein Artikel ansteuern soll. Handgeschrieben.

Also: Ich stelle die beiden Programmiersprachen Forth und Pharo kurz vor. Warum sie mich reizen. Und bringe das dann in Verbindung mit AI-Literatur. Das ist dann der Hauptgedanke. Also kein klassischer Gedankengang "ist AI-Literatur gut oder böse", sondern einer mit zündenden Idee: "wie mache ich gute AI-Literatur." Aber alles was gut ist, kostest auch Zeit und Mühe. Das ist ein Naturgesetz. Das nehme ich vorweg. Aber da mein Schreibprozess kreatives Schreiben ist, ist mir momentan selber noch nicht klar, was am Ende dabei rauskommen wird. Also:

Draußen tobt der Angriff der AI-Texte. Millionen Wörter, die niemand geschrieben hat. Millionen Gedanken, die niemand gedacht hat. Ein Tsunami aus Mittelmaß, der alles zu überschwemmen droht, was echt ist. Und du sitzt da und fragst dich: Soll ich schwimmen lernen – oder eine Arche bauen? Natürlich: Gegen den Tsunami hilft kein Deich. Gegen den Tsunami hilft nur: selber zur Welle werden. Aber anders. Nicht aus Wasser – aus Gedanken.

Forth und Pharo

Forth - Es gibt kaum (bis überhaupt keine) Videos über Forth und Pharo auf Youtube. Kaum Tutorials, keine "Mache das, dann haste das" Videos. Ein gutes Zeichen. Wie im Zen, ist einer, der auf YouTube darüber spricht kein Meister. Aber warte! In modern nennt man es: Reactionvideo? Das fand ich. Genau dieses Video gibt den Zustand wieder, zum ersten Mal mit Forth in Verbindung zu kommen. Der Moment des Erwachtens. Vorher wusste ich nicht einmal vom Hörensagen, dass es so etwas wie Forth gibt. Ein lebensveränderner Moment. Ehrfurcht? Verstörend? Angst? Freude? Nicht einfach in Worte zu fassen. Das Video versucht es. Klicke hier, um es zu sehen.

Natürlich ist es nicht cool, Tabak dabei zu rauchen. Der Sprecher, ein AI-Unternehmer, steckt sich bei seinen Videos gerne eine Zigarre an. Kein gutes Vorbild. Aber er gibt den Moment wieder, den ein erster, tiefer Kontakt mit Forth hat. Darum geht es mir. Und lustigerweise ist er wohl studiert. Also vom Fach. Auch er kannte es bis dahin nicht. Forth ist so etwas wie das klassische Latein der Programmiersprachen. Mit Forth betrittst du ein Reich, wie das Pilzreich sehr sehr alt und vielen absolut unbekannt. Sehr maschinennah und sehr minimalistisch. Absolut anpassbar. Schreibt kleinere Binaries als C. Du passt es vom ersten Moment an deine Bedürfnisse an. Das musst du, weil es minimalistisch ist. Da ist nicht viel, wenn du es nicht selber schreibst. Der Compiler ist wenige Kilobyte groß, die gesamte Installation mit Updates war bei - glaube ich - 3 MB. Keine große Sache zu installieren. Du lernst dabei sehr nach "am Metall" zu programmieren. Auch viel über Hardware. Im Vergleich zu Assembler gilt diese Sprache aber als abstrakt und bedeutend einfacher. Eine maschinen-nahe Hoch-Sprache. Information wird im Code sehr stark verdichtet. Verbraucht kaum Ressourcen. Ist also kein Problem zu installieren und damit.. es ist mehr spielen als arbeiten. Aber Spielen setzt Phantasie frei und daraus entsteht Kreativität.

Pharo - ist ein moderner Abkömmling der Programmiersprache Smalltalk. Das Programmierparadigma ist dort: Alles ist Objekt. Alles lebt. Zusammenfassung der Programmierparadigma der interessanten Programmiersprachen: Lisp -> alles in Liste. Forth -> alles ist Wort (so werden Funktionen benannt). Also drei verschiedene Ansätze Programmierung zu verstehen. Was aber alle Sprachen verbindet, ist die Fähigkeit zur Live-Programmierung der Programme im Speicher. Die Programme werden zur Laufzeit geändert, kein Stopp, kein Reboot. Häufig nur eine Tastenkombination und das Programm wird so "modeliert". Genau das ist das coole an diesen Sprachen und deshalb wurden exotische Sprachen wie Common Lisp, Forth und Pharo für mich interessant. Du kannst sie selber zu 100% an deine Bedürfnisse oder an die Hardware (the metal) anpassen. Also Gegensatz zu Mainstreamsprachen: "schau du kannst mit PythonScriptRust dies und das einfach machen" versus Freak-Sprachen: "alles liegt unter deinen Fingerspitzen", - du musst es nur machen (können).

Alle haben diese praktische Live-Programmierung. Deine Programme sind also schon als Fragmente immer aktiv im Speicher und du veränderst sie interaktiv im Betrieb. Kein Reboot. Mir kommt das wie eine Leinwand vor, die immer da ist und sich immer verändern kann. Stell dir vor, du malst ein Bild, und die Farbe trocknet nie. Du kannst morgen weitermalen, und übermorgen, und in zehn Jahren. Und das Bild lebt mit dir. Das ist Live-Programmierung." Das alles wird dann organisch. Viele Programme laufen so jahrzehntelang. Daher die lustige Vorstellung über Legacy Software, die tief in vergessenen Kellern läuft und läuft und sich keiner mehr ranwagt, sie zu verändern. Du musst dann sehr genau wissen, was du machst. Ein Naturgesetz: wenn dir der Laden am Ende nicht um die Ohren fliegen soll, muss du eine fanatische Gewissenhaftigkeit entwickeln. Genau das, was man bei den Herrscharen der Python & Javascriptentwicklern oft vergeblich sucht.

Wenn das so gut ist, warum kann das nicht Python&Co? Weil das gesamte Programmierparadigma sich änderte. Heute: Programm schreiben, starten, abbrechen, debuggen.. neu starten.. Das im Dauerloop. Ich finde das aber frustierend. An laufenden Programmen hingegen "zu schrauben" ist elektrisierend. Adrenalinkick. Abenteuer. Natürlich ist genau das der Alptraum eines Arbeitgebers. Aber als Amateur bin ich selber mein Chef. Und mache, was mir gefällt.

Während bei Forth noch gar nicht klar ist, was ich damit machen will, außer zu lernen, ist es bei Pharo anders. Ich will das Anfängerprojekt programmieren: Das Notizbuch. Da alles Objekt ist und miteinander kommunizieren kann, wird dann die Verknüpfung dieser Notizen (hoffentlich) kinderleicht, intuitiv, beinah schon magisch. Hier kommt jetzt die Verbindung zu meiner Schreibleidenschaft. Ich will Literatur schaffen. Wie kannst du das machen?

Indem du Notizen geschickt miteinander verbindest. Alles ist Objekt? Nimm jetzt Charaktere, Gegenstände und Orte einer Erzählung. Sie existieren alle gleichzeitig im Speicher. Du kannst sie updaten. Eine individuelle Geschichte daraus erstellen. Sie mit anderen verknüpfen. Den Plot weiterlaufen lassen. Dann eine Schreibanleitung für eine AI, die den Text mit der und der Textur entfaltet.. Nach was hört sich das an? Einer Fabrikationsstraße Ideen in menschenlesbaren Text zu bringen? Und lange, in sich verwobene Erzählungen zu schaffen? Ich nenne es AI-Literatur.

AI-Literatur ist ja ein aktuelles Thema. Jeder will einfach nur die AI durchlaufen lassen und damit Produkte produzieren. Aber natürlich, das ist nicht so einfach. Denn - auf das Schreiben bezogen - du darfst die AI niemals den Plot selbstständig weiterentwickeln lassen, dann entsteht Unsinn. Die bessere Idee ist: Immer ein Drehbuch abarbeiten lassen. Mache dies, das und genauso. Also imperativ. Die Metaebene machst du in Smalltalk. Genau dazu wurde die Sprache erschaffen. Vielleicht kommt irgendwann der Tag, an dem ich mich ärgere, mich jahrelang mit Obsidian abgeplagt zu haben? Aber auch Obsidian war zu meinem damaligen Erlebnishorizont das beste, was ich tun konnte. Also Horizonte erweitern. Das soll eine gute Programmiersprache machen. Soweit die Motivation.

Freaksprachen hört sich sympathisch an. Aber einen negativen Aspekt fand ich bei Freak-Programmiersprachen: Militärische Nutzung. Die Drone kannst du nicht in der Luft rebooten. Das geht besser mit einer richtigen REPL. Genau das kannst du auch damit machen. Du schreibst in Python und nutzt fremde Bibliotheken? Bist stolz, was alles damit so geht? Irrtum. Fremde Bibliotheken sind Sicherheitsrisiko. Besser, du schreibst deine eigenen. Also in der Freak-Programmierszene gibt es Licht und Schatten. Oder: auch aus Spaß kann bitterer Ernst werden.

Es war genau die Nacht, in der sie ein Land in Nahost mit Bomben überfielen. Mein Sohn wachte neben mir auf. Ich schreibe in letzter Zeit immer früh morgens. Noch im Dunklen und dann wurde es hell. Er wollte auch auf der Tastatur schreiben, ich sagte er solle mir diktieren:

"Gottlieb is the pot. He is running my monsters. And he get free form the monsters. And the monsters are not there. Because he was leaving the pot. And he come back than I hide in the pot. After that When it is sunny day then the monster die. Because the sun is shining. Daddy you wake up."

– Hier endet der erste Teil von "Angriff der AI-Texte". Den nächste Teil erklärt, warum Bücher Tore zu einem anderen Denken sind. Und ich berichte über zwei - augenscheinliche - AI-Bücher, mit denen ich Forth und Pharo lernen wollte. Und ich verrate, warum Pharo eine heiße Affäre war, und Common Lisp wie eine langjährige Ehe ist.

Vollmondspezial: Denken in der post-UFO-Epoche

Oder: Warum wir die falsche Frage stellen, während das Antworten vor unseren Augen tanzt Eine Lagerfeuererzählung für die, die plötzli...