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| Bild: Google Gemini |
Gestern ließ sie Essen für 100k kommen. Für sich.
Mein Sohn wollte einem Jungen auf der Straße Geld geben. Fünftausend in seiner Hand. Mehr, als der Junge je erträumt hatte. Sie ließ sich Ente kommen. Wildente. Zäh. Ich aß heute die Reste.
Dann ging sie. Dringend, großer Zirkus. Mutter läge im Krankenhaus. Mal wieder. Parfum blieb. Billiges. Vier Kondome in ihrer Tasche – mein Sohn fand sie, unschuldig.
Er weinte. Sie log ihn an: ein Taxi komme. Ich rief sie an, damit er ins Telefon schluchzen konnte: Mami komm. Am anderen Ende ein Lachen: Ja, ich komme … jetzt. Das Jetzt währte, bis es vergessen war.
Neben ihrem Bett – getrennte Räume, schäbig, Kleider wie Geister – fand ich im Müll die Wildente.
Das endlose Jetzt. Der Sohn half mir beim Entsorgen. Klarheit ist kalt. Aber sauber.
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Der Titel verweist auf Henrik Ibsens „Die Wildente" (1884) – ein Drama über Lebenslüge, Wahrheit und die Zerstörung einer Familie.
