Freitag, 18. September 2026

Nachtwandler

Nachtwandler

Bild: Google Gemini


drei uhr. die nacht dunkel. leise. aber nein. regentropfen. von kälte getragen. der wind eisig. das regenrauschen ein vorhang, der sich über die welt legt wie eine hand über einen mund. bin ich krank. was ist los.

die tür. kein klopfen. sie kam. ein gespenst. dunkel. ihre schritte klangen wie finger auf feuchtem holz. sie roch nach alkohol und nach etwas darunter, nach etwas süßlich-verwesendem, nach einem blumenstrauß, der zu lange im wasser stand. ich tat so, als schliefe ich. stellte mich tot. atmete flach wie ein tier im winter. ihre hand fasste mich starr. ihre finger waren kalt wie münzen. sie weckte mich. nicht mit worten. sie weckte mich mit ihrem griff.

geld. wie der endlose regen. geld geld geld. ihre stimme war ein tropfen, der nicht aufhört zu fallen. ich weiß nicht mehr, was ich sagte. vielleicht sagte ich nichts. vielleicht sagte ich ja. das ist das schlimmste. ich weiß es nicht mehr. ihre hand auf meiner brust. ihr atem im nacken. geld. geld. geld. es hörte nicht auf.

am morgen kalt im bett alleine. die decke lag auf dem boden wie etwas, das aus mir herausgefallen war. der junge schlief. sein atem ging ruhig. er hatte zum glück mal nichts mitbekommen. ich sah ihn an und dachte: wenn du wüsstest. aber du weißt nicht. und du sollst nicht wissen. das ist das einzige, was ich dir geben kann. nichts wissen.

oder war es ein traum. die wohnung war leer. sie nicht da. geld weg. ja .. das war es. ich will es vergessen wie einen bösen traum.

aber draußen der regen plätscherte endlos. würde nicht enden. und irgendwo, tief in der wand, hörte ich es noch. geld. geld. geld. wie ein herz, das nicht aufhört zu schlagen, obwohl es längst tot sein müsste.

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onlinebabel Bild: Google Gemini 1 die nacht ist ein blauer bildschirm der nicht ausgeht. 2 sie sitzt im licht d...