Freitag, 5. Dezember 2025

Tee in Ostafrika

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Die Sonne steht schon hoch über dem Markt von Kampala, brennt das Wellblechdach gegenüber weiß, lässt die Farben der Kitenge-Stoffe flirren und den Staub über den Staub wirbeln. Vor mir, auf dem wackeligen Plastiktisch, schwitzt mein Glas. Nicht Teetasse. Glas. Dickwandig, randvoll mit dem Goldbraun Ostafrikas. Schwarztee. Mit Ingwer. Vielleicht auch ein Hauch Kardamom, der sich mit dem Abgasduft der Boda-Bodas vermischt. Ich zahle tausend Schilling dafür. Ein lokaler Preis. Kein Touristenpreis. Das ist wichtig.

Ich nehme den ersten Schluck. Er ist süß. Sehr süß. Fast sirupartig. Dann kommt die Hitze des Ingwers, ein linienziehender Blitz im Hals, und erst dahinter, darunter, darin verwoben, der Tee selbst. Kräftig. Malzig. Keine Nuance, keine Blumenwiese, kein chinesisches Geplänkel. Das hier ist eine Behauptung. Eine Tatsache. Wie das Hupen der Minibusse. Man kann sich nicht darüber unterhalten, ob er „gut“ ist. Er ist. Punkt. Sie trinken ihn den ganzen Tag so, sagen sie. Ich glaube es nicht. Das wäre zu viel. Das wäre, als tränke man den ganzen Tag konzentrierte Absicht. Nein, man trinkt ihn einmal. Morgens. Oder so wie jetzt, als Pause, als Satzzeichen im Geschrei des Tages. Ein Aufguss. Die Blätter, diese kleinen, harten, schwarzen CTC-Kügelchen – Crush, Tear, Curl – geben alles auf einmal. Ihr ganzes Wesen. Ihre ganze Seele aus Gerbstoff und Thein. Es ist ein Ultimatum an den Gaumen. Entweder man akzeptiert es, mit Milch und Zucker als Vermittlern, oder man lässt es.

Ich sehe eine Frau, die riesige Säcke mit Sukuma Wiki über ihren Kopf wuchtet. Sie hat keine Zeit für Zweitaufgüsse. Das hier ist ein Kontinent des Erstaustriches. Der ungefilterten, unvermittelten Extraktion. Man presst alles heraus, was geht, sofort. Aus der Erde. Aus der Pflanze. Aus dem Tag.

Da war dieser grüne Tee aus Ruanda. The Vert. In einer schäbigen Plastiktüte im hintersten Regal eines Supermarkts zwischen Rama und Blue Band. Cyohoha. Rukeri. Die Worte klangen wie die Hügel, aus denen er kam. Hochland, über 1800 Meter. Ich brühte ihn auf wie meinen geliebten, zarten Sencha. Drei Teelöffel. Ein Fehler. Es war, als hätte man mir eine Wiese, den ganzen feuchten, wurzeligen, chlorophyllgrünen Boden einer ruandischen Hochebene direkt in die Kehle gekippt. „Urwaldig“, dachte ich. Fast bedrohlich. Ein Raubtier im Becher. Nicht giftig, aber… überwältigend wahr. Keine Eleganz. Echtheit. Roh, wie der Geruch nach Erde nach dem ersten Regen. Ein Islay-Malt unter den Tees. Nicht für jeden. Aber wenn man ihn aushält, dann schmeckt man den Ort. Den vulkanischen Boden. Die kühlen Nächte. Man trinkt kein Getränk, man trinkt ein Terroir, das einen anbrüllt.

Und dann, glaubt man, die Feinheiten zu verstehen, kauft man einen anderen. Rwenzori. Grüntee aus Uganda. Von Mukwano, der großen Marke. Teurer noch. Die Blätter, ganz, schön gerollt, fast elegant. Keine Stängel. Man denkt: Ah, orthodox. Qualität. Geduld. Schichtweise Entfaltung. Was für eine Anmaßung. Was für eine Illusion. Ich trank Aufguss um Aufguss. Nichts. Ein Gespenst von Geschmack. Ein teurer, blasser Schatten. Die Blätter gaben nichts her, weil sie nichts hatten, was sie hätten geben können. Ein Muster ohne Substanz. Ein schickes Kleid über einer Abwesenheit. Ich musste sie im Mörser zerstampfen, nur um eine Dosis zu erzeugen. Sinnlos.

Es ist alles hier, in diesem Glas Schwarztee vor mir. Die Philosophie Ostafrikas, was Getränke angeht. Sie haben die britische Idee des Tees genommen – massentauglich, industriell, den CTC-Prozess – und sie in etwas verwandelt, das Sinn ergibt. Hier. Warum Blätter schonend rollen für fünf blasse Aufgüsse, die niemand Zeit hat zu trinken? Zermalme sie. Zerreiße sie. Presse alles in einer Minute heraus. Hol dir die Kraft. Die Farbe. Die Wirkung. Süße es, würze es, mach es zu einer Mahlzeit in einer Tasse. Das ist Effizienz. Das ist Ehrlichkeit.

Der grüne Ruanda-Tee ist dasselbe Prinzip, nur ohne die Maske der Zivilisation. Ein grünes CTC-Raubtier. Unverschämt. Ungezuckert. Er konfrontiert dich mit der puren, unverfälschten Pflanze in ihrem intensivsten, konzentriertesten Zustand. Er ist kein Genussmittel; er ist eine Erfahrung. Eine Grenzerfahrung. Man trinkt ihn und weiß: So schmeckt diese Erde, wenn sie spricht. Laut.

Die Chinesen schicken uns ihren Abfall. Billige, faden Grüntees, die in riesigen Säcken ankommen. Sie verstehen den Markt nicht. Die Leute hier lachen über diese Schwäche. Oder sie ignorieren sie. Sie wollen Stärke. Sie sind an Adstringenz gewöhnt, an das pelzige Gefühl auf der Zunge vom vielen, starken Schwarztee. Mein ruandisches Raubtier wäre für sie kein Schock. Es wäre eine logische, grüne Variante ihrer eigenen Welt.

Ich wink dem Kellner für ein zweites Glas. „Na ingine,“ sage ich. Noch eines. Der Markt lärmt weiter. Der Tee, dieser einfache, gewürzte, gesüßte Allerweltstee, verbindet mich für einen Moment mit dem Rhythmus um mich herum. Er ist der Puls. Der ruandische Grüntee war der einzelne, wilde Herzschlag eines bestimmten Berges. Beide sind wahr. Aber nur einer lässt sich den ganzen Tag trinken. Oder zumindest, bis die Sonne untergeht und der Staub sich legt und die Stühle auf die Tische gestellt werden.

Ich trinke aus. Der Zucker klebt auf den Lippen. Die Hitze des Ingwers wärmt mich von innen, gegen die abstrakte Hitze der Sonne von außen. Ein Gleichgewicht. Vielleicht geht es nur darum. Die Extreme auszubalancieren. Die Intensität der Erde in der Tasse mit der Süße des Alltags zu zähmen. Den Markt zu beobachten, ein Teil von ihm zu sein, und doch für einen Moment den Geschmack eines einzelnen, einsamen Hügels in Ruanda auf der Zunge zu tragen. Das ist der wahre Reichtum. Nicht der Tee an sich. Der Kontrast. Die Spanne. Zu wissen, dass es das wilde Grün gibt, während man das goldene Braun trinkt.

Donnerstag, 4. Dezember 2025

UFO-Vollmond-Triple 3: Die vergessene Theorie, die UFOs, Geister und Yetis erklären könnte

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Disclosure-Theater: Warum die UFO-Wahrheit vielleicht nichts mit uns zu tun haben soll
Eine kritische Reflexion und gesellschaftliche Einordnung

1 Die Inszenierung der Enthüllung

Die Dynamik der "woke disclosure": Massenmedien und soziale Medien werden mit Geschichten über Aliens geflutet, die an Hollywood-Klischees anknüpfen. Sogenannte "Whistleblower" sagen vor Untersuchungsausschüssen aus. Die Wirkung: Für US-Bürger wirken CIA-Mitarbeiter seriös. Eine offizielle Bühne wird eröffnet. Es geht immer um die Idee von Aliens. Dem Publikum wird suggeriert: "Ich will ein UFO sehen!" – Faszination wird erzeugt.

2 Good Cop – Bad Cop Muster

Nach der Q-Pandemie fällt das zuerst auf. Die Technik: Es gäbe "bad guys" im Regierungsapparat (Deep State) – dann der Call-To-Action: "wir müssen was tun!" – und schon werden die "good cops" präsentiert: aufrechte Demokraten oder "Patrioten". Das ist Theater. Die gesamte Organisation wird nicht hinterfragt, sondern wieder legitimiert. Systemerhalt ist die Motivation.

Die CIA selektiert Mitarbeiter über einen Mindest- und einen Höchst-IQ. Überdurchschnittlich begabte Menschen (IQ ab 130) findet man nicht. Sie gelten als ideologisch weniger formbar. Ein guter CIA-Mitarbeiter denkt konform in den Schablonen seiner Vorgaben.

Ein ehemaliger US-Admiral meinte neulich, man solle den Film "The Abyss" (1989) schauen, um über "non human intelligence" Bescheid zu wissen. Ein klischeebeladener Film mit unrealistischen Szenen. Fällt das CIA-Mitarbeitern und Generälen weniger auf? Sitzen sie im Unterhemd mit einer Dose Budweiser vor dem TV und sind von simpler Filmtechnik begeistert?

Ist der gesamte Apparat überhaupt dazu geeignet, intelligentes Leben zu begreifen? Oder kann eine mediokre Intelligenz auch nur mediokre Weltbilder replizieren? Ich bin mir da unsicher.

3 Die wahre Enthüllung? Die "klassifizierte Welt"

Der Punkt bei den Enthüllungen von David Grusch waren nicht die UFOs, sondern seine Aussagen zu Organisationsstrukturen der "klassifizierten Welt", die nicht mehr vom Präsidenten und Congress kontrolliert werden würden. Gruschs UFO-Enthüllungen waren "vom Hörensagen". Die Informationen zu den geheimen Organisationsstrukturen waren besorgniserregender: Black-Ops, Tiefer Staat.

Wahrscheinlich werden UFOs irgendwie zu Boden gebracht und technologisch ausgeschlachtet. Das passiert über Privatfirmen – eine Handvoll Krösus machen sich die Taschen voll. Der American Dream schreibt so die UFO-Disclosure.

Aus außerirdischer Sicht würde das bedeuten, dass auf der Erde reihenweise Schiffe und Personal verloren gehen. Abgeschossen von geld- und machtgierigen US-Funktionären. In einem historischen Bild wäre die Erde für die Außerirdischen das, was ein wunderschönes Südseeparadies mit einer Unmenge von Kannibalen in unserer kollektiven Erinnerung ist: Ein Ort, an dem man sich freiwillig nicht lange aufhält.

Ich empfehle, diese Leute und ihre Organisationen kritisch zu hinterfragen. Was wurde in der Vergangenheit geleistet? Daraus kann man abschätzen, was für die Gegenwart anzunehmen ist. Nicht das Beste für die Menschheit.

4 Warum das Framing? Die gefährliche Wahrheit

Die gefährlichste Wahrheit: Sind unsere politischen Organisationen geeignet, angemessen auf ein außerirdisches Phänomen zu reagieren? Oder verhindern sie indirekt sogar den Kontakt durch strukturelle Gewalt und eine materielle Weltanschauung?

Was könnte eine höhere Intelligenz mit solchen Regierungsleuten anfangen? Diese Leute sind nach einer Landung immer sofort an Ort und Stelle. Sie sollen sogar Besatzung geborgen oder entführt haben. Das ist nichts weiter als eine moderne Form der Strandpiraterie. Dieser Aspekt wird auch nach 10 Stunden Disclosure-Videos wenigen klar. Es wird nur beiläufig erwähnt. Niemand stört sich am Vorgehen.

Folgt man den Whistleblowern, kann davon ausgegangen werden, dass sich kriminelle Strukturen um das Phänomen gebildet haben. Es geht um viel Geld. Das UFO-Thema ist nur eine von vielen Sumpfblumen, die in diesem Biotop gedeihen.

5 Was wäre, wenn es das intelligente Plasma wäre?

Wäre das Phänomen als ein Plasma bekannt, das a) eigene Intelligenz besitzt, b) von höheren Intelligenzen als Agent (Übermittlungssubstanz) benutzt werden kann oder c) intelligent auf Menschen reagiert, wäre die Situation der Menschen eine völlig andere.

Es ist nicht klar, was Plasma sein könnte. Würde es aber auf Menschen intelligent reagieren, ist klar, warum UFO-Berichte immer einem Zeitgeist unterliegen: Damals Elfen und Feen, heute kahlköpfige Außerirdische.

Aber wenn es perfekte Illusionen wären, die durch elektromagnetische Phänomene hervorgerufen würden? Hier: Schweigen im Wald. Das ist noch nicht mal als Option vorhanden.

Es kann umgekehrt sein: Keine höheren Intelligenzen, die das Plasma mit Informationen "bespielen", sondern Menschen könnten das auch. Gedanken, Träume und Ideen könnten sich in diesem Plasma speichern und ausdrücken. Die Ereignisse bei UFO-Nahbegegnungen könnten sich nach dem richten, was Menschen in ihrem Unbewussten haben – das Zeug aus den Fernsehfilmen. Würde das die Wiederauferstehung der Engel bedeuten? Eine neue Welt? Wichtig ist der persönliche Standpunkt in so einer Welt.

Das Orakel von Delphi hatte den Spruch: "Erkenne dich selber – und du erkennst die Welt" auf seinen Pforten. Wo versteckt man am besten ein großes Geheimnis? Genau da, wo es jeder sehen kann, aber keiner vermutet. Du selber erkennst dich in der Welt. Durch eine Art Äquivalentumformung kommt man zu der Gleichung: du = Welt. Du bist die Welt. Und umgekehrt.

Es ist daher logisch, Plasma sowohl als Trägersubstanz für fremdes Bewusstsein als auch für unser eigenes Bewusstsein zu begreifen. Daher das Framing in der UFO-Disclosure: Es hat nichts mit Dir zu tun. Es kommt von irgendwoher draußen. Denn wenn von dort, brauchen wir Hüter und Führer – genau die Leute, die das alles erzählen.

Die Wahrheit wäre der Umkehrschluss des Framings. Die vielleicht beunruhigende Wahrheit: Das Phänomen ist ein Spiegel unserer selbst.

6 UFOs als Rorschachtest der Gesellschaft

UFOs sind wahrscheinlich nicht mit linearer Logik zu verstehen. Weil das Phänomen von vielen Augenzeugen berichtet wird, wurde es mystifiziert. Unbewusste Einstellungen wurden auf das unbekannte Phänomen übertragen: Aliens als gefährliche Monster. Das meiste sind Stereotypen aus TV-Filmen. Das engt die Potentiale ein, die Welt unvoreingenommen zu sehen.

Wie sieht es im Unbewussten der Menschen aus? Gibt es in den Medien überhaupt ein Thema, das positiv auf das Unbewusste wirkt? Überall Ängste, Gewalt, Pornographie. Wäre der Mensch dazu geschaffen, Phänomene wie UFOs begreifen zu können, hätte er es schon längst auf eine natürliche Art und Weise begriffen. Das Thema wird über Medien verbreitet, entsprechende Denkschablonen entstehen automatisch.

Ich habe einen Prosatext über das Thema geschrieben:

Plasma-Terra: Eine Gedanken-Exkursion in die Spiegelwelt der UFOs

Wenn das intelligente Plasma ein Spiegel ist, in dem sich jeder Mensch vollkommen manifestieren könnte? Wäre die Situation dann nicht so, dass sich der eine Nachbar in einen Weisen verwandelt und sich sein kleines, friedliches Reich schafft? Während der andere Nachbar ein dunkles, feuriges Mordor würde? Oder: Die eine findet Erleuchtung und ist glücklich, die andere wird wahnsinnig: Paranoia, Angst und purer Wahnsinn bestimmen die Welt derer, die vorher brave, angepasste Bürger waren. Diese Realitäten wurden einfach hinweggefegt. Was bliebe, wären vereinzelte Lichtorte der absoluten Positivität, umgeben von einem Meer an dunklem, rachsüchtigem Plasma. Das ist die Welt von Terra, der neuen Erde der Zukunft.

Der überraschende Twist: Das ist nicht die Erde der Zukunft, sondern die Erde der Gegenwart, in der du lebst. Das ist literarisch verdichtet. Wenn UFOs unsere gesamte Physik als falsch dastehen lassen – wie real ist dann noch unser altes Weltbild? Auf offene Fragen gibt es keine Antwort. Aber man kann eine Erklärung wagen.

7 Abschlussgedanke

Zusammenfassung: UFOs als Freakthema hatten die positive Eigenschaft, über die Grenzen des Erkennbaren, zwischen Fakten und Fiktionen, zu unterscheiden. Das unterstützt kreatives Denken, bringt neue Aspekte ins Leben.

Aber: UFOs als Mainstreamthema sind schrecklich wie COVID-19 oder das Töten in Gaza. Warum? Weil es langsam zu einem Gesprächsthema genau der Menschen wird, die auch da mitgegangen sind. Das Bewusstsein ist entsprechend geformt. Da kann nichts anderes kommen, als was zu den anderen Themen verinnerlicht wurde: Autoritätsglauben, Apokalypse aus gängigen Filmen. Immer etwas, was schon einmal durchgedacht worden ist. Kein kreatives Denken, keine neuen Aspekte. Endloses Replay der Medieninhalte. Doomscrollen als Zeitgeist einer durch Smartphones geschädigten Menschheit. Gehirne, süchtig nach Kicks und dramatischen Darstellungen. Der Circus Maximus der Moderne.

Die Idee von intelligentem Plasma kann vieles – fast alles – erklären. Aber ist das nicht zu einfach? Gewiss, denn eines müsste bei dieser Theorie nachweisbar sein: starke Schwankungen im elektromagnetischen Feld während High-Strangeness-Momenten. Meines Wissens wurde das nicht gemessen.

Diese Phänomene sind durch den Mangel an Reproduzierbarkeit definiert. Sie lassen sich nicht reproduzieren und passen in kein Labor. Das ist High Strangeness: Du hast nicht einfach einen High-Strangeness-Moment und kannst ihn dann wiederholen. Unmöglich. Das mit einem EMF-Messgerät festzuhalten, wird die Schwierigkeit sein.

Überhaupt ist "intelligentes Plasma" ein Randthema. Obwohl es sich medial ähnlich ausschlachten ließe wie "kleine, grüne Männchen", hat es als Motiv die persönliche Befreiung des Menschen in sich. UFOs und kleine grüne Männchen lassen den Menschen hilflos fühlen. Denke an das Entführungsphänomen. Das macht paranoid, und man schreit nach Schutz. Bilder kollektiver Hilflosigkeit – Schlüsselmotiv der Medien. Und was braucht man dann? Genau: den starken Führer, der einen vor seinen eigenen irrationalen Ängsten schützt oder befreit. Darum geht es.

Die These des intelligenten Plasmas kann als neue Perspektive hilfreich sein. Sie ist nicht naturwissenschaftlich akzeptiert. Das muss sie auch nicht, weil im Bereich der High Strangeness gar nichts naturwissenschaftlich akzeptiert ist.

Man kann sich – mit den Worten der Kritiker – viel zurecht phantasieren. Mich erinnert die Idee an die Äthertheorie. Vor 100 Jahren glaubten viele Wissenschaftler, zwischen den Planeten und Sternen befinde sich ein feinstofflicher Äther. Als man entdeckte, dass es im All Vakuum ist, sprach keiner mehr davon. Plasma war damals nicht entdeckt. Heute schätzt man, dass 90% der Masse im Universum Plasma ist. Ein Grund, diese alte Idee wieder zu diskutieren.

8 Hinweis

Dieser Artikel ist Teil einer 3-teiligen Artikelserie. Die beiden anderen Teile kannst du hier und hier nachlesen.

Sonntag, 23. November 2025

Kolumne über das Schreiben - Sol Stein

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Einleitung Sol Steins Buch "Über das Schreiben" gilt als Klassiker für angehende Schriftsteller. Meine Erfahrung mit dem Werk: Man sieht Texte danach anders. Beim Anschauen jeder Hollywood-Produktion beginnt man plötzlich, Sol Steins Stimme zu hören, wie sie Passagen aus seinem Buch zitiert. Seine goldenen Regeln des Schreibens finden sich nicht nur in Romanen, sondern auch in Drehbüchern, Nachrichten und gesellschaftlichen Narrativen.

Die Brausepulver-Methode Beim Lesen von Steins Sätzen – und denen seiner Epigonen – überkommt mich ein inneres Brausepulvergefühl. Es prickelt, und ich beginne, intensive Süße als nährstoffreich zu empfinden. Das ist der spontane Eindruck, der sich mir aufdrängt: Sol Stein ist absoluter Mainstream. Wichtig zu kennen, aber ebenso wichtig, ihn nicht bedingungslos zu kopieren.

Vom Informationsjournalismus zum Infotainment Die Frage "Wie schreibt man Bücher, die sich gut verkaufen?" führt zwangsläufig zu Massengeschmack und Opportunismus. Mein Erweckungserlebnis waren Sol Steins Ausführungen über den "langweiligen Informationsjournalismus". Tatsächlich bemühten sich Zeitungsartikel früher, objektive Fakten in den Vordergrund zu stellen. Deshalb galt Zeitungslesen als langweilig, doch interessierte Zeitgenossen hatten einen besseren Informationsstand.

Bis Sol Stein sich dem Genre annahm: "Das lesen die Leute nicht! Bring mehr Brausepulver, heißt: Storytelling-Elemente rein". Heute sprechen Nachrichten vornehmlich das Bauchhirn an. Sie werden mit Emotionen verknüpft, die kaskadenartig Reaktionen beim Leser hervorrufen sollen. Das Zeitalter des Informationsjournalismus endete – und Sol Stein läutete das Zeitalter des Infotainments ein.

Der Fluch des Erfolgsrezepts Heute findet sich dieses Prinzip überall. Journalistische Beiträge, die einfach die 5 W des Journalismus beantworten wollen, sind rar geworden. Stattdessen: Infotainment. In einer Welt, wo Meinungen durch soziale Medien fluten, wird echte Information so kostbar wie Wasser in der Wüste. Nachrichten werden zum Spiegel, der einem sagt, was man ohnehin schon weiß. Gesellschaftliche Debatten werden durch "Beflaggung" in sozialen Medien geführt. Regenbogen, Ukraine, Israel – hier wird nicht diskutiert, alles scheint in Stein gemeißelt. Nachrichten schaffen Identität. Und das betreiben dann Spindoktoren, die das Werk Sol Steins verinnerlicht haben.

Das ist Sol Steins Fluch: Literatur wird kommerzialisiert, Leser mit billigem Dopamin süchtig gemacht. Da das physiologisch nicht permanent funktioniert, werden Menschen vor ihren Endgeräten depressiv. Irgendwann ist das Dopamin leer, dann folgt Steigerung des Reizes – "Fearporn". Oder Depression am Ende der Erregungskaskade. Sind blutrünstige Nachrichten nicht zur Belustigung geworden, um heimische Langeweile als wohligen Schutz zu empfinden?

Zwischen Leuchtturm und moralischer Verwahrlosung Sol Steins Buch war zunächst ein Leuchtturm im dunklen Sturm des Unwissens für mich. Da gab es diese Kochrezepte. Aber seine Passagen über Journalismus stießen mich ab. Da wütete ein oberflächlicher Geist, der selbst Nachrichten zum Konsumgut machte. Moralische Verwahrlosung passt nicht zu einem Schriftsteller, auch wenn er sie geschickt als Optimierung für einen großen Leserkreis verkauft.

Tatsächlich quillt unsere Zeit über vor langweiligen Romanen, Drehbüchern und politischen Reden. Was fehlt, ist Authentizität. Man kann Sätze kürzen und pointieren – doch wenn das alles ist, bleibt man an der Oberfläche des Geschehens. Dort, wo man die Mehrheit der Menschen abholt.

Der Lektor vs. der Schriftsteller Sol Stein selbst war nie ein großer Romanschriftsteller. Seine Werke gelten als eher langweilig. Sein Talent war das eines Lektors, der Texte anderer optimierte und damit erfolgreich machte. Ein Lektor korrigiert Bücher und sieht sie deshalb anders als ein Schriftsteller. Das ist wie Yin und Yang. Aus Verlagssicht muss Literatur als Produkt verlässlich sein, um finanziell kalkulierbar zu werden.

"Die Säulen der Erde" oder "Harry Potter"! Viele Leser wollen genau das. Ich mochte diese Romanreihen auch. Also muss es genauso geschrieben werden wie alles vom Erfolgsautor. Der Fluch erfolgreicher Autoren ist, nach ihrem Durchbruch nichts anderes mehr schreiben zu können als das, was sie erfolgreich machte. Stephen King bringt einen Gedichtband heraus? Das verkauft sich nicht. Also folgt immer dasselbe. Ich glaube, Stephen King veröffentlichte deshalb unter Pseudonym – um Stammleser nicht zu verwirren.

Das System der Erwartungen Erfolg bringt Erwartungen mit sich. Moderne Filme müssen heute auch in Asien erfolgreich sein. Deshalb werden asiatische Identifikationsfiguren notwendig. Das sind Regeln, die viele nicht kennen, die aber Produktionsfirmen diktieren. Sie wollen Geld verdienen, also muss das Drehbuch funktionieren – notfalls schreibt es ein anderer um.

Diese ungeschriebenen Regeln entscheiden über Erfolg und Misserfolg. Erfolg bedeutet, langfristig gut zu funktionieren – und gut funktionieren bedeutet, die Erwartungen der Zielgruppe zu bedienen. So entstehen Marken: "Tatort", "Lindenstraße" – längst Institutionen.

Authentizität im Zeitalter der KI Man sollte schreiben wie ein Maler mit Worten, der verschiedene Techniken erlernt. Sol Steins "Über das Schreiben" gehört dazu. Und dann muss man seine eigene Stimme finden. Authentizität wird im Zeitalter der KI, die bessere Texte verfassen kann als viele Autoren, zum wahren Gut. Echte Authentizität in der Unterhaltung ist wie seriöse Information in den Nachrichten – zu seltenem Gold geworden.

Parallelen zu Joseph Murphy Ähnlich erging es mir mit Dr. Joseph Murphy, dem Glaubenssatz-Guru des letzten Jahrhunderts. Vom Fan zum Kritiker. Warum? Joseph Murphy bezeichnete nebenbei "Armut als eine Geisteskrankheit". Nach mehrmaligem Überdenken kam ich zum Schluss: arrogant und abgehoben. Ein Selbsthilfeguru kann sich mit einem Satz demaskieren.

Manchmal ist es nur ein Satz in einem ganzen Buch, der augenöffnend wirkt. Wie bei Sol Stein mit seinen Aussagen über Journalismus. Figuren wie Murphy und Stein werden zu polarisierenden Leitfiguren stilisiert – das ist das Marketing, aus dem auszubrechen ungemütlich wirkt. Doch dieser Bruch weckt auch den Mut, eigene Perspektiven zu entdecken.

Populäres Schreiben ist wie Cola: am Anfang berauschend, am Ende macht es leer, weil es dich übers Ohr haut und du mit weniger Zeit dastehst als vorher.

Freitag, 14. November 2025

Was soll ein Funktionsvegetarier sein?

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In meine Blogartikel "Wie vegane Erährung Menschenleben retten kann" (April 2025) schilderte ich, wegen meinen Blutfettwerten und einem - diesmal wirklich penetranten Asthma mit Hörverschlechterung .. kurz gesagt: mir ging es wirklich schlecht, fast 6 Monate am Stück .. so dass ich meine Ernährung komplett umstellen musste.

Jetzt, mehr als 6 Monate später, ist es Zeit für eine Rückschau. Hat mir die Nahrungsumstellung auf pflanzliche Nahrung geholfen?

Fazit: Absolut. Blutfette sind ok. Ich habe 10 kg an Gewicht abgenommen. Asthma: völlig frei von Medikamenten. Ich mache übrigens noch Pranayama. Das sind altindische Atmenübungen, die gesund sein sollen. Da mache ich mir eine Notiz, darüber auch mal wieder zu schreiben. Ferner ist auch regelmäßiger Sport wichtig. "Die Ärzte" empfehlen 5x die Woche den Kreislauf für 30 Minuten zu aktivieren. Seilspringen, Kettlebell oder Callisthenics (das sind Übungen nur mit Körpergewicht) helfen mir dabei, den Puls hochzutreiben. So kommt auch meine "Smartwatch" zu einem nützlichen Einsatz. Denn die Uhr kann den Puls darstellen, was hilfreich während den Übungen ist. Gesundheit ist also nicht nur Ernährung. Sondern auch Bewegung und vielleicht gehören der Atem, gesundes Denken und Fühlen auch mit dazu? Sicherlich habe ich jetzt etwas vergessen. Ich fühle mich richtig gesund. Auch meine periodischen Exzesse am Wochenende mit Bier und Zigaretten sind undenkbar geworden.

Heute konzentriere ich mich aber auf die Ernährung. Ernährung wird auch oft zur eigenen Identität. Es gibt den Witz, woran man einen Veganer erkennt? - Das erzählt er einem selber, direkt beim ersten Kennenlernen. Das erste, was er dir sagt.

Solche gesellschaftlichen Sackgassen-Gespräche sind aber für mixh unbefriedigend. Du outest dich als Vegetarier? -> Ein mitleidiger Blick. Als Veganer? -> Augen werden verdreht. Aber wenn ich sage: "ich bin ein Funktionsvegetarier", dann werden die Augen groß und es stehen Fragen im Raum.

"Ein was bist du?"

Ich habe einfach einen Begriff für mich konzipiert, anstatt einem tradierten Wort hinterher zu rennen. Das demonstriert, dass mir Peergroups egal sind. Das Wort "Funktion" hört sich fesch an? Ich erweitere das später in eine funktionale Betrachtung der Welt. Völlig anders, als imperative Denkmuster. Imperative Denkmuster -> wie soll etwas sein? So denken 99% der Menschen. Funktionale Denkmuster -> wie ist etwas? - Fängt das Schwirren im Kopf bei dir jetzt schon an? Was schreibt Mahamind da wieder?

"Funktionale Erährung? Kommt jetzt ein philosophischer Abwasch?"

Nein, der kommt erst einmal nicht. Weil ich aber über das Thema gerne auf meine Art schreibe, ich aber weiß, dass das den Rahmen vieler Menschen sprengt, habe ich mir folgendes überlegt: Schreibe doch 3 Artikel dazu!

Der erste Artikel ist wichtig am Anfang zu lesen. Die beiden anderen sind mehr exotisch zu sehen. Vielleicht kann man sie als Add-on verstehen? Wenn man mag, kann man einiges an Wahrheit in diesen Betrachtungen finden. Übrigens ist ein Easter Egg für den aufmerksamen Leser in einem der drei Artikel versteckt.

Ich finde es interessant, Dinge, die auf den ersten Blick nicht zusammen gehören, zu verbinden. Ein klassischer "Bohnen sind gesund Artikel"? Die gibt es zuhauf. Ich mag mehr exotische Themen, die ich mit einer großen Portion Humor und Tiefgang angehe. Da ich kreatives Schreiben mag, geht es darum die Artikel gerne gelesen zu haben. Auch wenn man anderer Meinung ist. Was ich an Bach so liebe? Den Contrapunkt!

Die Wildente

Bild: Google Gemini Gestern ließ sie Essen für 100k kommen. Für sich. Mein Sohn wollte einem Jungen auf der Straße Geld geben. Fünfta...