Freitag, 26. September 2025

Zufall - ein moderner Aberglaube

Bild: Google Gemini

Eine aufrüttelnde Überschrift? Ich hoffe, denn ich schreibe heute einen wichtigen Gedanken über den Zufall auf. Zufall ist zu einem lebensanschaulichen Kampfbegriff geworden. Der Esoteriker: nichts ist Zufall. Der Rationale: alles ist Zufall, was nicht meiner Rationalität folgt. Der Verschwörungstheoretiker: Zufall? Ich schreibe in diesem Artikel über die Verwendung des Konzepts Zufalls im Alltag. Vorweg gesagt: werde ich diesen Begriff für einen unglücklich gewählten halten, und statt dessen lieber "Wahrscheinlichkeiten" verwenden. Denn der Zufallsbegriff ist schlichtweg falsch.

Wir beten den Zufall an, um uns vor unserer eigenen Macht zu fürchten.

Warum ist er falsch? Mir fiel es auf, als ich einen Podcast mit einem Gespräch über Zufall hörte. Es wäre jetzt Zufall, wenn ein Würfel zum Beispiel die Zahl 1 anzeigen würde. Zufall, wie wird das Wort hier gebraucht? Es ist sicher nicht Zufall, wenn die Zahl eins gewürfelt werden sollte. Denn das Ergebnis ist in der Konstruktion des Würfels enthalten. Richtig: die Wahrscheinlichkeit ist etwa ein wenig kleiner als 1/6. Also wenn ich den Würfel werfe, ist das auch ein bewusster Akt. Der eine Wahrscheinlichkeit manifestiert. Fiele der Würfel beim Werfen vom Tisch, könnte man das als Zufall sehen. Diese Wahrscheinlichkeit läge aber in der Konstruktion eines Tisches. Das könnte ein gewissenhafter Denker vorher berücksichtigen. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit eine 1 zu werden ein wenig kleiner als 1/6.

Das Gegenteil von Zufall ist nicht Determinismus. Das Gegenteil von Zufall ist Bewusstsein.

Warum ist das überhaupt wichtig? Weil es viele Leute gibt, die in solchen Wahrscheinlichkeiten stecken und dann das Realisieren einer solchen als Zufall abtun. Das kann

a) Ignoranz gegenüber dem Leben ausdrücken. ICh gehe jeden Tag über eine vielbefahrene Straße und eines Tages hatte ich zufällig einen Autounfall. Nein, kein Zufall. Zufall wird ähnlich mit Wörtern gebildet wie Unfall? Kein Zufall. Besser wäre es gewesen Restrisiken ernstzunehmen und die Fußgängerampel zu nehmen. Es passiert mir oft, dass solche Geschehnisse als Zufall abgestempelt werden, -> kein persönliches Entwicklungspotential wird wahrgenommen. Die Vorstellung eines Zufalls ist deterministisch und macht Menschen passiv.

b) Das andere Extrem sein: der Schwarmgeist: Zufall wird zum Schicksal. Es war gewiss kein Zufall heute die Tarotkarte XY gezogen zu haben. Das kann ich zum Reflektieren benutzen oder auch um mich passiv Ahnungen oder Befürchtungen hinzugeben. Denn was sind das für Tage, an denen der Teufel gezogen würde?

Beide extreme Ansichten, die ich aus didaktischen Gründen erwähne. Richtiger scheint es mir zu sein, anzuerkennen, dass wir häufig in Wahrscheinlichkeitsmodellen stecken und sie einfach dadurch akzeptieren, dass wir in die Existenz eines Zufalls glauben. Wann kann annehmen, dass Bomben zufällig auf den Dächern landen, weil Krieg ist. Oder ein anderer wird zufällig auf einer Straße überfahren, weil da eben Straßen sind. Wenn ich jetzt zu dem Punkt komme: das waren bestimmt keine Zufälle, sondern Ergebnisse meiner und auch fremder Handlungen. Willkommen in der Realität. Man sieht, andere Beziehung zur Realität. Massenmedial geprägte Menschen lässt man infantil an Zufälle glauben. Zufall das ein neues Produkt nach ein paar Tagen kaputt gegangen ist. -> Kaufe teurere Produkte und komme nicht dazu zu hinterfragen, warum Produkte produziert werden, die nicht funktionieren können.

Ja der Zufall ist ein Glaube, des Menschen, der Dinge nicht bis zu ihren Ende denken mag. Ehrlicherweise: es gibt auch oft kein Ende von Kausalitätsketten. Das ist das Beeindruckende. Der Mensch musste den Zufall schaffen, um juristisch stabile Systeme zu schaffen. Ich schädigte einen Menschen im Straßenverkehr. OK Strafe muss sein, aber ich tat es nicht absichtlich. Hatte einen schlechten Tag. Damit lebt man besser, als der Einsicht, dass man mit der Bereitschaft ein Auto zu fahren, den Schaden anderer und sich selbst billigend in Kauf gezogen hat. Als Wahrscheinlichkeit. Juristisch brauchen wir den Zufall, um die Illusion aufrechtzuerhalten, dass unsere Risiken ohne unsere Zustimmung geschehen.

Jetzt geht es nicht darum, die Gesellschaft mit ihren illusionären Vereinfachungen in Form des Zufallsglauben zu verdammen. Bashing nein Danke. Aber das traurige ist doch, dass durch solche Gedanken die persönliche Entwicklung des Menschen selber gehemmt wird. Macht sich einer die langen Kausalitätsketten erst einmal klar: Unser Würfel wurde schon von den Römern genutzt. Also sie legten den ersten Grund auch diesen Artikels. Oder gab es schon Würfel vor der Römerzeit? Ja in der Geometrie ist der Würfel seit "Anbeginn der Zeit" kodiert. Jetzt wird es mega: kann auch ein Würfel ohne Zeit existieren? Raum braucht er? Aber brauchen Ideen Raum? Sie wollen Raum. - Das mag jetzt ein "verschrobenes" Denken eines Außenseiters sein. Aber es macht glücklich und vorsichtig die Straße zu überqueren. Und es öffnet den gedanklichen Raum wegen der Unendlichkeit der Kausalitätskette der Unendlichkeit selber. Der Schöpfer küsst dich in diesem Moment gedanklich. Es ist Meditation. - Das Denken stößt hier an die Grenze des rational Beweisbaren und wird zur philosophischen Glaubensfrage. Aber der Standpunkt, den ein jeder einnimmt, wird ein bewusster Standpunkt sein, kein unbewusster mehr. Denken wird zu Bewußtsein.

Die unendliche Kausalkette ist der längste Pfad zur Freiheit. Wer ihn zu Ende denkt, findet sich selbst als ihr Anfang wieder.

Tarot: kein Zufall. Ein System mit 78 Wahrscheinlichkeiten, die das Leben sehr komplett abdecken können. Man beschäftigt sich mit anderen Wahrscheinlichkeiten eines Systems (die Frage) und baut sich dadurch ein stabileres Leben. Man wird ruhiger. Der Teufel gehört dazu. Aber kann auch der Teufel nicht nur nach festen Regeln sich entfalten? Der Teufel steht jetzt für das Schlechte, was wir selbst als nichtidentisch mit uns selbst wahrnehmen wollen. Hier die Regeln zu wissen, ist ein großer Vorteil.

Der Zufall ist tot. Es lebe die gestaltbare Wahrscheinlichkeit.

Willkommen in der Realität – einer Welt, die nicht von blindem Zufall regiert wird, sondern von erkennbaren Mustern und beeinflussbaren Möglichkeiten. Was wir Zufall nennen, ist oft nur die Summe aller unerkannten Variablen. Wenn wir beginnen, Wahrscheinlichkeiten zu verstehen statt uns mit Zufällen zu begnügen, gewinnen wir nicht nur Erkenntnis, sondern auch Handlungsmacht zurück.

Die Schönheit dieses Ansatzes liegt in seiner aktivierenden Kraft: Plötzlich wird das Leben zu einem Feld voller bewusster Wahlmöglichkeiten. Tarot wird dabei zum Trainingsgelände – ein Spiegel, der uns die Wahrscheinlichkeiten zeigt, die in uns und unseren Situationen schlummern. Es geht nicht um Vorhersage, sondern um Vorbereitung. Nicht um Schicksal, sondern um Bewusstsein.

Fazit: Vielleicht ist die größte Illusion nicht der Zufall, sondern die Annahme, wir könnten nicht mit den Kräften des Lebens in Dialog treten. Die Wirklichkeit wartet darauf, von uns nicht erlitten, sondern gestaltet zu werden.

Freitag, 19. September 2025

Kaffeehausgeklatsche: Eine kritische Betrachtung des Buchs „Kaffee – Ein psychoaktives Genussmittel“

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Das Buch „Kaffee – ein psychoaktives Genussmittel“ von Markus Berger erschien im Nachtschattenverlag. Dieser Verlag hat eine Reihe von Büchern aus dem Themenkreis Ethnobotanik und der sogenannten psychedelischen Renaissance – im Volksmund: Drogen – im Programm. Optisch sind die Bücher sehr schön gestaltet, und da mich das Themengebiet interessiert, dachte ich mir: Fange mal mit einem harmlosen Thema wie Kaffee an.

Mit etwa einer Minute Lesezeit pro Seite ist das Buch ein Easy Read. Laut Vorwort stellt es eine Zusammenfassung von diversen Notizen über Kaffee dar, die über die Jahre beim Autor angefallen sind. Also: Das Buch, wie auch meine Rezension, nicht allzu ernst nehmen. Kaffeehausgeklatsche, jedoch - wie immer in meinem Blog - mit Abgründen.

Jetzt kommt das Aber.

Vom Easy Read zum Unbehagen

Mein kritischer Blick fing an, als in dem Buch behauptet wurde, das Land Uganda läge in Westafrika. Richtig ist: Es liegt in Ostafrika. Ich fing an, Notizen mit Kritikpunkten zu machen, ursprünglich mit der Absicht, den Lektor des Buches darüber zu informieren. Fehler passieren nun mal. Keine große Sache. Meine Stichpunktliste wurde dann aber länger und die Kritikpunkte zu fundamental. Deshalb entschied ich mich, das in einem Blogpost zu veröffentlichen.

Die sozialkritische Facette und ihr blindes Uganda-Problem

Natürlich versucht das Buch, eine sozialkritische Facette zu zeigen: Auf der einen Seite arme Kaffeebauern, auf der anderen modische Hippster mit Aluminium-Kaffee-Kapseln. Die Lösung, die das Buch zeichnet, ist simpel: Wenn alle „Fair Trade“-Kaffee trinken und auf Aluminium-Kapseln verzichten würden, dann wäre exzessiver Kaffeegenuss – den das Buch propagiert – völlig in Ordnung.

Ich dachte darüber nach und kam zurück zu Uganda, was wirklich in Ostafrika liegt. Meiner Erfahrung nach wird dort de facto kein Kaffee getrunken. Das Land exportiert ihn zwar in großen Mengen, aber die lokale Kaffeekultur ist – außer bei reichen Hauptstadtbewohnern – nicht vorhanden. Auch in arabischen Restaurants gibt es keinen Kaffee. Tee schon. Der ist dann in einer Kanne mit Milch und Gewürzen. Es gibt auch große Anbauflächen für Tee. Aber auch der wird vornehmlich exportiert und landet nur in kleinen Anteilen bei der lokalen Bevölkerung. Was mich persönlich immer in Afrika komisch fühlen ließ, war: es gab am Morgen weder Kaffee noch Tee. Und mit meinen westlichen Morgengewohnheiten kam ich mir entsprechend immer ein wenig dekadent vor. Der weiße Mann, der am Morgen alle verrückt macht, weil kein Kaffee da ist. Dieses Bild entspricht auch genau dem Verhalten des "globalen Nordens".

Das warf eine grundlegende Frage auf: Sind die „armen Kaffeebauern“ in Wirklichkeit nicht sogar die Reichsten des Landes? Richtig arm ist einer, der Grundnahrungsmittel für die eigene Bevölkerung anbaut. Löst „Fair Trade“ also überhaupt das Problem, oder wird es vom „kaffeesüchtigen Westen“ gar nicht verstanden oder sogar „verschlimmbessert“? Fair Trade lindert die Symptome des Kolonialwarenhandels, doch es heilt nicht die Krankheit einer Wirtschaftsordnung, die Anbauflächen für unseren Lifestyle beansprucht, statt für die Grundversorgung derer, die darauf leben.

Die moralische Frage: Genussmittel vs. Grundbedürfnisse

Meine Gedanken gingen noch weiter: Ist es überhaupt moralisch legitim, wertvolle Anbauflächen in Entwicklungsländern für Genussmittelproduktion zu nutzen, die fast ausschließlich in den Ländern des „globalen Nordens“ konsumiert werden? Besser wäre ein gut funktionierender lokaler Markt, der die Bedürfnisse der Bevölkerung kostengünstig deckt.

Und um es klarzustellen: Dollar braucht kein Mensch auf der Welt. Das Geld des Westens hilft auch nicht automatisch dabei, Infrastruktur entstehen zu lassen. Kurz gesagt: Solche Überlegungen hätten den Rahmen des Buches gesprengt. Stattdessen bleiben pauschale Kritikpunkte. Doch wenn ich aus einem ungerechten und ungesunden System aussteigen will, ist der einfachste Schritt: Ich höre einfach auf, Kaffee zu trinken. In dem Buch - und der ganzen medialen Diskussion - sieht es aber nach einem „Whitewashing“ aus, das Einzelheiten in einer moralischen Pose kritisiert, das Problem selbst aber im Raum stehen lässt, weil die Menschen im „globalen Norden“ ihren Kaffee ja so dringend brauchen. Der radikalste Schritt aus dieser Ungerechtigkeit ist nicht der Wechsel der Kaffeemarke, sondern der Ausstieg aus dem System selbst – indem man einfach aufhört.

Verharmlosung und die blinden Flecken der Selbstwahrnehmung

Und ja: Beim Nachtschattenverlag geht es um Drogen und deren unregulierten Gebrauch. Das Gefahrenpotential wird mit dieser Lebenseinstellung oft kleingeredet. So auch in diesem Buch über den Kaffee. Die Tendenz ist eindeutig: Kaffee wird mythisch erhöht und als „Lebenselixier“ geframt. Kritische Stimmen (wie meine) bleibt da nur die Rolle der „Spaßbremse“.

Sicherlich gehört es zum Lebensstil eines „Drögeli“ (Berner Dütsch für Drogenkonsument): Der starke Kaffee am Morgen als Standardrepertoire. Aus pharmazeutischer Sicht ist es aber nicht mehr seriös, bei mehr als fünf Fremdsubstanzen verlässliche Aussagen über die Pharmakodynamik im Körper zu treffen. Und ein „Drögeli“ als Polytoxikomane fängt mit fünf Fremdsubstanzen am Tag erst einmal an. So gesehen finde die Strategie jede psychedelische Droge wissenschaftlich für unbedenklich zu rationalisieren auch methodisch falsch: Weil beim einem Mischkonsum dann Dinge in Betracht kommen, die kein Mensch oder AI mehr kalkulieren kann. Und Kaffee wird neben Nikotin und Alkohol zu den am süchtig machensten Stoffen überhaupt gezählt. Ich empfehle hier das Buch "Rausch" des Notfallmediziners Dr. Gernot Rücker. Alles mit Studien belegt: die am süchtig machendes Stoffe sind nicht Crack, sondern Alkohol, Nikotin und Koffein. Die psychedelische Renessaince argumentiert jetzt: die und die Stoffe wurden zu unrecht kriminalisiert. Aber keiner fragt sich, was jetzt die drei Volksdrogen für einen Schaden anrichten. Also mein Standpunkt: je weniger Droge, desto besser das Leben. Und nicht endloses Lamentieren was denn besser und eben nicht: haste nicht, weisste nicht

Kaffee wirklich harmlos für alle Menschen?

Dabei liegt es nicht fern, über kritische Wirkungen des Kaffees auf den menschlichen Körper und Geist nachzudenken.

Fakt ist nun mal: Der Körper braucht keinen Kaffee, um zu überleben. Gewöhnt er sich aber an den Konsum, kommt es zu sehr starken Entzugserscheinungen. Darüber wird in dem Buch natürlich nicht geschrieben. Stattdessen liest man über Versuche an Mäusen, die natürlich nicht vergleichbar mit Menschen und haste hier und da. Also etwas, was sich mit eigenen Beobachtungen nicht deckt, sondern irgendwie tröstlich wirkt. Dabei sind die Entzugserscheinungen jedem Kaffeetrinker bestens bekannt. Hier entstehen also kritikwürdige blinde Flecken in der Selbstwahrnehmung.

Ich empfehle, sich Erfahrungsberichte auf YouTube („X Tage ohne Kaffee“) genau anzusehen. Dabei fiel mir auf, dass die Leute erst einmal eine sehr schreckliche Zeit durchmachen, im Nachhinein aber oft schildern, dass Angst- oder Panikerkrankungen ohne Kaffee quasi verschwanden. Kann es sein, dass der alltägliche „Kaffeekult“ bei einigen Angsterkrankungen hervorruft oder diese verstärken kann? Ich fand in den Videos Stimmen, die genau das berichten.

Fazit: Ein Buch, das sich als leichtes, hippes Ethno-Read gibt, aber durch faktische Fehler und eine oberflächliche, verherrlichende Darstellung enttäuscht. Es regt vielleicht zum Nachdenken an – aber wohl eher über sich selbst als über das Thema.

Randnotizen:

Buch: Markus Berger "Kaffee - Ein psychoaktives Genussmittel" (Nachtschattenverlag)

Persönliche Statistik:

  • In einer Lesezeit von 2 Stunden, 10 Minuten und 8 Sekunden über 9 Tage gelesen.
  • Bei 127 gelesenen Seiten sind das pro Lesetag: 14,11 Seiten.
  • Bei etwa 130 Leseminuten und 127 Seiten sind das pro Seite 1,02 Minuten.

Freitag, 12. September 2025

Atmen in der Informationsflut: Warum Soziale Medien mehr stressen als informieren

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Das Überangebot an Informationen in unseren Sozialen Medien erzeugt vor allem eines: Stress. Die ständige Flut an News, Meinungen und Posts überfordert uns und macht es nahezu unmöglich, alles zu verarbeiten.

Tools wie RSS-Feeds sind ein hervorragendes Mittel, um dieses Problem zu minimieren. Sie bündeln die Quellen, die uns wichtig sind, und sparen uns eine Menge Zeit. Doch das Grundproblem bleibt immer da, auch wenn der RSS-Feed eine enorme Erleichterung bringt.

Für mich sind Blog-Artikel die ideale Lösung. Sie sind wie Destillationen von Wissen in einem einzigen, fokussierten Artikel. Oft sind diese Beiträge kostenfrei und werden ehrenamtlich betrieben – ein Handel mit Daten findet nicht statt. Der Datenbroker geht leer aus.

Die moderne Entwicklung bietet nun Möglichkeiten, mittels KI reine Informationen aus einem Artikel zu extrahieren. Doch hier lauert wieder das alte Problem der Informationsflut. Persönlich halte ich daher an einer alten Methode fest: Ich mache handschriftliche Notizen, die oft viel mehr kondensiert sind.

Wissen destillieren, extrahieren und kondensieren. All diese schönen Fremdwörter wollen etwas Wichtiges ausdrücken: Um mit Wissen wirklich zu arbeiten, muss es komprimiert werden, um es dann wieder zu entfalten und zu nutzen. Auf einer symbolischen Ebene ist es wie das Atmen: Einatmen, Ausatmen. Das Leben will atmen. Das ist fast schon poetisch.

Ganz anders habe ich das viele Jahre lang gesehen: Ich dachte, Wissen müsse kopiert werden. So arbeitete ich auch. Ich schrieb alles akribisch auf, legte es dann zur Seite – "für später". Doch dieses Später kam oft nicht. Das Wissen lag brach und sorgte für einen inneren Informationsüberfluss, der meine menschliche Intelligenz überflutete und lähmte.

Ich sehe genau diese falsche Herangehensweise bei vielen Menschen heute. Deshalb mein Plädoyer: Macht es wie das Leben. Atmet.

Ich fasse Dinge inzwischen sehr kurz zusammen – und merke sie mir dadurch oft auch schon gleich. Das schreibe ich irgendwo auf. Wo, ist eigentlich egal, es muss bloß griffbereit sein. Wenn ich dann später diese kurze Notiz sehe, kann ich das Wissen daraus wieder entfalten. Ich schreibe, schreibe, schreibe. Alles entsteht durch die zur Inspiration gewordene Fremd-Information und mein Geist – oder, profan ausgedrückt: mein Gehirn – schafft daraus etwas vollständig Neues.

Ist das nicht ein wunderbarer Ansatz, um menschliche Kreativität zu begreifen? Wenn man da noch tiefer einsteigt, beginnt man auch, die Realität anders zu begreifen. Wenn man so will, wird die Realität der vielen durch einen permanenten Informationsüberfluss geschaffen. Durch diesen Überfluss folgt eine Relativierung von Informationen. Es werden einfach keine wichtigen Informationen mehr wirklich bearbeitet. Daher kommt meiner Meinung nach die Unlogik der Massen. Die Gaffer bei einem Autounfall. Die Menschen, die im Fernsehen sehen, dass irgendwo Krieg ist – und es für normal halten.

Durch meinen Ansatz brichst du aus dieser Massenlogik aus und kommst an die reine Quelle deines Seins heran. Du erschaffst dein Leben. Nur du kannst diese reine Quelle erschaffen oder sein. Durch bewusste Informationsfaltung und Entfaltung. Das ist jetzt ein etwas metaphysischer Ausblick.

Aber ich denke auch, dass so ein Denken einfach hirnfreundlicher ist. Nicht konsumieren, sondern absorbieren, destillieren, konzentrieren und wieder extrahieren.

Freitag, 5. September 2025

Kolumne Teil 7 - Einwurf: "Das Mind-Map-Buch" – Ein ambivalentes Meisterwerk?

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Heute will ich einen kurzen Einwurf auf das "Das Mind-Map-Buch" von Tony Buzan machen. Das Buch empfahl ich schon einmal, und zwar im dritten Teil meiner Kolumne: Kolumne Teil III – 2500 Wörter in einer Stunde. Ich weiß nicht, ob es diesem Artikel gelingen wird, eine positive Atmosphäre zu erschaffen, denn als ich das "Mind-Map-Buch" endlich fertig gelesen hatte, blieb ein fader Nachgeschmack.

Aber der Reihe nach. Fangen wir mit dem Positiven an.

Die Verheißung: Die Befreiung von der Linearität

Die ersten Kapitel machen wirklich Lust, selber Mind Maps zu probieren. Was sind Mind Maps? Es sind Notizen, die in Bildform niedergeschrieben werden. Die Bilder sind meistens Schaubilder. Aber da nur du bei diesem Prozess deine Regeln definierst, sind nur die Papierkanten deine Grenzen.

Für mich war das ein wahrer Aha-Moment: In meinen Gedanken schaffe ich es so, die Linearität, die jedem schon beim Schreiben in der Schule beigebracht wurde, zu verlassen. Ein wahrer Mahamind-Gedanke: Gedanken jenseits von Zeit und Raum. Diese Linearität geht im westlichen Kulturkreis auf dem Papier von Links nach Rechts. Das ist die Schreibrichtung. Arabisch geht andersherum: Von Rechts nach Links. Chinesen können noch von Oben nach unten schreiben. Habe ich einen vergessen? Ich entschuldige mich dafür.

Aber was man erkennen kann: Eigentlich ist die Richtung, wie wir schreiben, egal. Es ist eine gesellschaftliche Konvention. Ob jetzt der menschliche Geist von Rechts nach Links oder umgekehrt denkt, bezweifle ich aber. Wenn man älter wird, imitiert man das vielleicht. Aber das ist nicht von Geburt an so. Da bin ich mir sicher.

Neben dem linearen Denken gibt es ein bildliches Denken. Und genau diesem bildlichen Denken kommt man mit Mind Maps entgegen. Lineares Denken ist nachvollziehbar, aber nicht kreativ. Das bildliche Denken kann herausfordernd sein, da es einen selber dahin bringen kann, wo man eigentlich gar nicht hin wollte. Aber gerade das ist auch inspirierend.

Ich komme mal mit aktuellen Konzepten: Das bildliche Denken entspricht dem Denken des Unbewussten oder auch der rechten Hirnhemisphäre. Beim Mind-Map-Malen wird also, so die Theorie, das gesamte Gehirn aktiviert.

Die Praxis: Eine Tasse Kaffee in Türkis

Praktisch muss man es einfach ausprobieren: In der Mitte des Blatts wird ein Thema gemalt oder geschrieben. Von diesem gehen Äste oder Pfeile zu anderen Themenkomplexen, die einem selber Sinn machen. Man assoziiert völlig frei.

Also: Mind-Maps -> Tasse Kaffee. Den Pfeil kann man auch gerne farbig malen. Zum Beispiel ein leichtes Türkis. Und ihn beschriften: "gemütlich". Siehst du die Tasse Kaffee vor dir? Wie sie genüsslich dampft? Dem angenehmen Geruch riechen?

Genau: Dadurch werden alle Sinne aktiviert. Das Gehirn wird umfassender benutzt und das ist auch schon das Geheimnis, warum es besser wirkt als reines begriffliches Denken: Wenn du eine Tasse Kaffee die nächsten Stunden trinkst, gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass du an Mind-Maps denken wirst. Probiere es dann einfach mal aus.

Meine Erfahrungen dabei sind: Völlig andere Perspektiven auf das Ursprungsthema werden bildlich direkt sichtbar. Den gemütlichen Kaffee lassen wir einfach stehen. Aber es gibt auch andere Sachen, die bestimmt notiert werden wollen. "Organisation von Daten" vielleicht? Darum geht es. Aus einer Metaperspektive (abstrakt, von "ganz oben") besteht alles nur aus Daten, die jetzt in deinem Kopf irgendwie zusammengesetzt werden. Genau das machst du mit deiner Mind-Map. Die anderen Perspektiven auf Probleme können dir helfen, dich besser zu verstehen und einige Dinge zu erkennen, die du noch nicht wusstest.

Der fade Nachgeschmack: Universalität und Apple

Warum also der fade Beigeschmack nach der Lektüre? Zwei Dinge haben mich gestört.

  1. Die ermüdende Universalität: Buzan wendet das Konzept Mind-Map dann auf fast alle Lebenssituationen an. Das geht. Aber: Das zu lesen wurde, gelinde gesagt: langweilig. Auch wenn es gut geschrieben ist. Ich hatte den Eindruck, einen AI-Text vor mir zu haben. Besprechungen, Einkaufsliste, Psychoanalyse, Blogartikel. Ja, das ist universell anwendbar. Ich denke, jedem interessierten Leser war das schon nach den ersten Kapiteln klar.
  2. Die selbstverliebte Apple-Exklusivität: Buzan beschreibt selbstverliebt seine Apple-Apps, die natürlich nur die haben können, die einen Apple haben. Das war der Punkt, an dem ich ein bisschen ärgerlich wurde. Fazit: Versuche immer, niemanden aus deinem Buch auszugrenzen. iMap hört sich sehr perfekt an, elektronische Mind-Maps anzufertigen. Elektronische Mind-Maps haben den Charme der Veränderbarkeit und der Platzersparnis. Aber: Ich sitze jetzt schon fast Wochen daran, alternative Mind-Map-Programme zu testen und bisher habe ich noch nichts Vergleichbares gefunden.

Fazit: Die Idee zählt, nicht das ganze Buch

Kurz gesagt: Während die Grundidee genial und befreiend ist, wirkt das Buch in seiner späteren Ausführung oft repetitiv und übersteigert die Methode beinahe zu einer Allzweckwaffe für alles.

Trotz meiner Kritik am Buch als Ganzes: Die Methode der Mind Maps selbst ist absolut empfehlenswert und lebensverändernd! Mein Rat: Lies die ersten, inspirierenden Kapitel, nimm dir die grundlegende Idee heraus und probiere es einfach aus. Vielleicht reicht ja sogar die Lektüre dieses Artikels, zusammen mit einem Schuss Entschlusskraft, um dich einfach mal mit einem Stift zu bewaffnen. Ihr werdet überrascht sein, welche Gedankenwelten in euch schlummern.

Dienstag, 2. September 2025

Hemi-Sync - Fokuslevel 10 bis 27

Vorab geschrieben

Der Artikel richtet sich an Menschen mit Hemi-Sync Erfahrungen. Er will nicht alles erklären, sondern Vorwissen voraussetzen. Vieles wird nur kurz angedeutet. Der Artikel soll inspirieren, selber tiefer zu recherchieren und eigene Auffassungen zu entwickeln. Falls du tiefer in das Thema einsteigen magst, durchstöbere bitte das Hemi-Sync Archiv des Blogs. Du findest es unter diesem Link: Hemi-Sync Artikel des Blogs Mahamind.

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In Media Res - Wir gehen gleich zur Sache

Ich gehe einfach ins Thema und beschreibe meine Erfahrungen mit dem Hemi-Sync Programm. Ich gliedere das anhand der Fokus-Level, die verwendet werden, bestimmte Bewusstseinsqualitäten zu trainieren. Um Hemi-Sync in einem Satz zu erklären: Es ist ein Kursprogramm, in dem mittels spezieller Tonaufnahmen außersinnliche Wahrnehmungen trainiert werden sollen. Die Bewusstseins-Fokus-Level sind Trainingsziele. Also Meilensteine im Training.

Fokus 10

Da der Kurs aus speziellen "Frequenzen" zum einen, zum anderen aus Selbsthypnose-Elementen besteht, gibt es für viele Fokus-Level spezielle Bezeichnungen (oder mehrere) und Vorstellungen. Im Fokus 10 schläft dein Körper, während der Geist hellwach ist. Das Schlafen des Körpers kann auch mit einer Starre verglichen werden. Fokus 10 wird schon ganz am Anfang der Trainingprogramms erreicht. Da spezielle "Frequenzen" in den Aufnahmen verwendet werden, gelingt das auch ganz gut. Die "Frequenzen" sind binaurale Beats. Ich setze das Wort in Anführungsstriche, weil diese Frequenzen meines Erachtens überschätzt werden. Binaurale Beats wirken, keine Frage. Aber vom Hörensagen sollen bestimmte EEG-Frequenzmuster (zum Beispiel eines Sterbenden oder Meditierenden) eingefügt sein, was ich rein technisch nicht verstehe oder für abwegig halte. Ich hatte viele Monate geschwollene Mittelohrgänge (Allergie) und mein Hörvermögen war stark herab gesetzt. Das motivierte mich aber trotzdem, mir die Tonaufnahmen weiter anzuhören und ich muss sagen: sie haben auch so dieselbe Wirkung auf mich gehabt. Deshalb ist für mich die Wirkung der Bänder autohypnotisch bedingt. Das Rauschen der "Frequenzen" hilft sich wunderbar zu entspannen (plus binauralen Beat funktioniert das um so besser). Er werden auch Dinge in das Rauschen projiziert. Die verbalen Befehle sich zu entspannen etc, die man später selber übernimmt, sind aber Suggestionen. Sie bewirken die eigentliche Selbsthypnose und das veränderte Erleben in einem Trance.

Hypnose wird oft im deutschen Sprachraum nicht technisch, sondern mit einem gewissen Beigeschmack verwendet. Das kann ich leider nicht ändern. Es lohnt sich auf jeden Fall gute Lehrbücher zu dem Thema gelesen zu haben. Ich benutze also das Wort wertungsneutral. - Oder: Irgendwie muss ich mir die Wirkung der Bänder erklären. Und das ist für mich am plausibelsten. Fokus 10 ist der Beginn der Trance.

Fokus 12

Fokus 12 ist eine Art erweitertes Bewusstsein. Wenn du so willst, ermöglicht es den Kontakt zum eigenen Unbewussten. Es tauchen Bilder auf und auch Dinge, die sehr real wahrgenommen werden können. Du kannst dein Unbewusstes einfach fragen, wie es sich die Dinge vorstellt. Was es braucht oder möchte. Natürlich ist das eine sehr individuelle Reise ins Innere. Ich versuche hier meine eigenen Erfahrungen so neutral wie möglich zu schildern. Aber schon diese Fähigkeit mit seinem Unbewussten zu kommunizieren, half mir sehr. Verglichen mit anderen persönlichen Anläufen war es mit den Tonaufnahmen beinah problemlos zu erreichen. Daher erkläre ich mir die Euphorie vieler Schilderungen über das Programm auf YouTube. Er ist sehr einfach, Erfolge zu haben. Hier einfach mal schauen, was andere Leute zu sagen haben. Es kann da sehr abenteuerlich zugehen. Und das war es auch bei mir. Ich wartete aber mit diesem Artikel, bis ich das Programm (nahezu) abgeschlossen hatte und sich die Euphorie normalisierte.

Jetzt ist der Punkt gekommen kritisch zu hinterfragen: ist das Hemi-Sync-Programm für jeden geeignet? Ich schlage vor, sich vorher eigene Gedanken zu machen. Meine "Negativ-Punkte" waren:

  • Gefühl der Derealisation. Damit meine ich, dass ich schon recht bald Eindrücke wahrnahm, nicht mehr in meinem Körper zu sein und völlig andere Realitäten zu betreten. Das mag für viele die Motivation sein, das Hemi-Sync-Programm zu absolvieren. Erreicht man aber diesen Zustand ist die normale Realität anders geworden. Mir kam sie illusionär vor. Nur mein Eindruck einer Welt, die ich nun anders begreifen würde. Manchmal kamen mir Bilder, wie bei einer Löcherangst (-> siehe dir mal Bilder zu Trypophobie an), in den Sinn. Das Gefühl solche Bilder zu betrachten als allgemeine Lebenswahrnehmung. Ich übertreibe jetzt absichtlich diese Erfahrung, um sie anschaulich zu beschreiben. Jeder Mensch ist auch verschieden. Aber das war m e i n e "Negativerfahrung" Nummer 1. Negativerfahrung in Anführungsstrichen, da alles auf meinem Weg im Nachhinein Sinn machte. Selbst alte Träume, die ich mein Leben lang nie verstand, wurden klar. Auch alte Erinnerungen aus der Kindheit. Dabei ist der Prozess einfach zu verstehen: Du gehst in dein Unbewusstes und was wartet da? Genau, deine Traumata. Macht das starke Angst oder Panik, ist das sicherlich erst einmal nichts für einen. Ich denke, das muss gesagt werden. Für mich war es hilfreich, dann einfach weniger zu machen. Die Dinge "sacken lassen". Dann hatte ich die Erfahrungen verarbeitet und integriert.
  • Gefühl die Welt anders erklären zu müssen. Hier will ich die Thematik umreißen, dass das Programm an die Grenzen des Erfahrbaren geht. - Und darüber hinaus. Es war keiner da, mit dem ich meine Erfahrungen teilen konnte. Ich führe ein "Log-Buch" in dem ich zu jeder Sitzung etwas schreibe. Aber so, wie ich die Welt nach den Übungen sehe, deckt sich das nicht mehr mit den Vorstellungen meiner sozialen Umwelt. Das kann sich in sehr feinen Nuancen äußern. Aber auch fundamental. War man vorher in sozialen Gruppen engagiert, kann das sich dann ändert. Also Verlust der Peer Group. Das kann aber auch befreiend wahrgenommen werden.

Was können das für Themen sein, die für viele verstörend sein können? Zum Beispiel sehr realer Kontakt zu Verstorbenen. Das geschah bei mir recht bald. Die Begegnung schilderte ich bereits in einem Vor-Artikel. Sind das Projektionen meines Unbewussten oder reale Entitäten? Das kann passieren und es liegt an dir, dir darauf einen Reim zu machen. Kein anderer macht das für dich. In was für einer Welt lebst du eigentlich? Die großen Fragen des Lebens stellen sich dann einem.

Hinzu kamen Synchronizitäten, die ich jetzt nicht anführen will. Kurz: seltsame Zufälle. Heute verwende ich häufiger ein "holographisches Weltbild", als ein rationales. Das reibt sich nicht unbedingt mit dem sozialen Umfeld. Man muss bloß lernen, öfter einfach zu schweigen und wahrzunehmen.

Positiv ausgedrückt kann das Hemi-Sync-Programm als "lebensverändernd" bezeichnet werden. Aber wo Veränderung im Leben stattfindet, ist da auch immer so was wie Prise Gegenwind im Gesicht. Also keine unnötige Öffentlichkeit herstellen. Andere verstehen das nicht. Im Grunde vergleiche ich das mit okkulten Tätigkeiten, wie zum Beispiel dem "Tempelschlaf" der Antike. Also, altes Geheimwissen sich in einen Trance zu versetzen, um dann eine "schamanische Reise" machen zu können. Es gibt dazu viele Worte, und gesellschaftlich werden immer andere verwendet. Aber das ist es, mit meinen Begriffen, auf den Punkt gebracht. Es hat seinen Grund, dass gewisse Gruppen das abgeschieden von der Öffentlichkeit machen. Um sich und andere zu schützen. Das Hemi-Sync Programm hat das geändert. Alles liegt vor einem. Kein Verein mehr notwendig. Aber es muss klar sein, da in einen ambivalenten Bereich zu gehen.

Fokus 15

Fokus 15 ist mein persönlicher Lieblingsfokus. Der Zustand, in dem es keine Zeit mehr gibt. Kein gestern oder morgen. Andere beschreiben ihn oft als "Schwärze". Fand ich aber gar nicht. Ich nenne das "Zen-Fokus" und ich reagierte sehr enthusiastisch auf das Erreichen des Zustands. Mir war so nach Gedichten, um es auszudrücken. Und es ist natürlich auch schwierig in Worte zu fassen: Ich sah alles in seinem Ursprung, wie es war, ist und die Zukunft. Alles in einem. Und mir wurde klar: Mache dies, dann ist das so. Mache das, dann ist es anders. Aber mir wurde auch klar: mache etwas, denn du bist der, der machen kann. Kein anderer. Also nicht "esoterisch" mit "Licht&Liebe", sondern wie im Zen: alles ist genauso wie es ist. Und die Wertung kann nur dich interessieren. Aber das ist dann dein Problem. Mache oder schweige. Meine Grundannahmen des Lebens sind stark buddhistisch oder daoistisch inspiriert. Das muss gesagt werden, denn ich fand im Fokus 15 genau das wieder. Andersherum werden andere Grundannahmen zu anderen Erlebnissen führen. Andere sehen vielleicht Erzengel? Bei dem Prozess findest du dich selber wieder. Das wird später auch wirklich buchstäblich immer klarer werden. Zu dem Zeitpunkt fing ich an das Buch von Robert Monroe "Über die Schwelle des Irdischen hinaus" zu lesen. Das ist das letzte seiner drei Bücher. Robert Monroe entwickelte das Hemi-Sync-Programm. Ich fand das Buch interessant, weil er genau dieselben Situationen schilderte. - Und auch nicht wirklich wusste, wie das ganze zu deuten wäre? Er wusste es definitiv nicht wirklich. Ich habe den Eindruck am Ende kann es nur bildhaft erklärt werden.

Auch muss gesagt werden, dass ich alle anderen Informationen zu dem Programm vorher bewusst nicht sehen wollte. Einfach, um einen eigenen Prozess zu haben. Also keine YouTube-Erfahrungsberichte etc.. Das vielleicht als Anregung. Ich denke, das war gut so. Deshalb richtet sich mein Artikel auch an Fortgeschrittene.

Die Fokus-Level gehen natürlich immer weiter nach oben. Fokus 15 brauchte einige Zeit, die "Dinge sacken zu lassen". Ich war aber sehr glücklich, so sehr, es auch damit zu belassen. Ich wollte erst mal gar nicht weiter "nach oben". Weil: es gibt kein oben oder unten. Alles ist. Vielleicht ist alles genau jetzt in Fokus 15? Natürlich Spekulation! Aber: Es war auf jeden Fall eine sehr schöne Erfahrung für mich. Es hat sich gelohnt!

Aber natürlich ging es dann auch weiter..

Extrafokus 18

Fokus 18 findet sich nicht in den "offiziellen" Fokusbeschreibungen. Ich fand aber auf einer einzigen Internetseite, dass es erwogen wurde, einen Fokus 18 zu definieren. Warum ist das wichtig? Es wird von Fokus 15 nach 21 hochgezählt: 15.. 16.. 17.. 18.. 19.. 20.. 21.. Und bei 18 kam mir sehr lebhaft die alte Erinnerung von meinem Pranayama-Kurs hoch. Die Gruppe der Schüler in Guatemala. Unter dem archetypischen Baum. Ich atmete und plötzlich veränderte sich die Umgebung. Pulsierende geometrische Formen, alles in einem tief-rosa Licht. Ich schaute in die Gesichter der anderen Kursteilnehmer und mir war nach Weinen und unendlicher Freude zugleich, sie - wie ich - sich bemühen zu sehen: Das Leben zu begreifen. Sie sehen müde, aber entschlossen aus. Das ewige Spiel. Wie schon vor 2500 Jahren. Auch da hatte ich das Gefühl, Vergangenheit und Zukunft würden in der Gegenwart zusammenflieẞen. Ich beschrieb das auch schon hier im Blog -> Link zur Atemerfahrung. Also das kam genau bei der Zahl 18. Ich recherchierte dann, und Fokus 18 wäre der Fokus im Zustand der Liebe geworden. Aber kam dann nicht so. Warum auch immer? Aber ich fand es super passend. Warum auch sonst war damals alles Rosa? Es pulsierte auch mit jedem Herzschlag! Der Zustand der Liebe. Über die Zeit hinweg. Toll nicht? Ich freute mich!

Fokus 21

Dann erreichte ich Fokus 21. Da hatte ich auch ein einprägsames Erlebnis: Ein Flugzeugabsturz! Auch hier wurde gezählt. 17.. 18.. 19 (nebenbei: manchmal nahm ich das englische 19 als "keinteen" im Trance wahr und erschrak).. 20.. Und ich saß mit andern in einem Flugzeug. In der Passagierkabine und das Flugzeug stürzte zum Boden. Irgendwie war klar: 21 ist der Aufprall. Meine Gedanken: Glaubst du jetzt wirklich an eine Existenz nach dem Tod? Oder Angst? Sterbensangst. Stunde der Wahrheit. Mit dem Knall des Aufpralls bei 21 war ich in Fokus 21. Im Licht.

Fokus 21 ist das Tor, durch das man sein eigenes Energiesystem verlassen soll. So sagt es die Kursterminologie, die bewusst weltanschaulich neutral gehalten worden ist. Also was kann man sich darunter vorstellen? Der Übergang vom individuellen Unbewussten ins kollektive Unbewusste? Das eigene Sterben? Das Jenseits? Alles Konzepte. Aber der Kurs führt einen in das, was man das Jenseits nennt. Das wurde mir klar, als ich die Titel der folgenden Tondateien mir anschaute. Fokus 21 war ein Nahtodeserlebnis. - Aber mit einiger Routine muss ich auch sagen: muss es aber nicht sein.

Fokus 21 ist bei mir eine Hängebrücke, die durch Nebel führt. Du weißt nicht wohin. Alles wackelt. Am "anderen Ufer" waren dunkle Schatten, die … wahrscheinlich auch von der Brücke kommend.. einen Weg die Hügel hoch huschten. Keine Kommunikation. Dann auch das Cafe! Das ist ein Gimmick des Kurses. Alle - oder viele Kursabsolventen - sollen das Cafe wahrnehmen. Ein Ort, der … im Astralen.. geschaffen worden ist. Um ein wenig die Dramatik herauszunehmen. Zum Verschnaufen. Das Cafe war bei mir aber ein Cafe, in dem ich schon mal im physischen Leben war. Eine Hütte in Brasilien, die ein Schild "Cafe da manha", heißt in etwa Morgenkaffee, aushängen hatte. Es war gerade kurz nach Sonnenaufgang. Ich hatte eine Busreise die Nacht über hinter mir. Ich pochte an der Tür, machte den müden Wirt wach. Was ich wollte!? Ich deutete auf das Schild: "Cafe da manha" und zeigte auf die aufgehende Sonne. Ich meinte der Morgen hätte mit dem Sonnenaufgang begonnen. En puncto. Um seinen Einwand vorwegzunehmen. Den Kaffee gab es dann auch wirklich. Und einen schönen Sonnenaufgang dazu. Das war in: Vale do Capao.

Fokus 21 ist ein Ort, den mehrere Tondateien behandeln. Es gibt jetzt 6 reguläre Tondateien-Reihen. Diese hörten mit Erreichen des Fokus 21 auf. Ich hatte es also aus der Perspektive geschafft. Es gibt aber noch 2 weitere Tondatei-Reihen. Die erste von denen habe ich bis jetzt auch schon fast absolviert. Dort lernte ich meinen inneren Begleiter kennen, der Esch heißt und von dem ich schon sehr intensiv als Jugendlicher geträumt habe. Ich nehme einfach das vorweg, dass mein innerer Begleiter eine andere Form von mir selber ist. Das war auch eine wichtige Erkenntnis für mich. Man knüpft auch neue Verbindungen zu anderen Wesen bei diesem Prozess. Das steht außer Frage.

Der Rest der Reise, habe ich als Reise ganz tief in mich selber erfahren. Auch wenn das "Set" des Kurses anderes suggeriert. Ab hier lohnt es sich auch selber Robert Monroe in oben genannten Buch lesen. Wirklich lesenswert. Der Kursteilnehmer wiederholt da die Reise von Robert Monroe.

Wohin die Reise geht? In vorherigen Versionen des Blogartikels führte ich die Stelle in dem Film "2001-Odysee im Weltraum" mit dem legendären "Mein Gott, es ist voller Sterne" an. Das strich ich aber, um es mehr nüchtern zu halten. Vielleicht kann ich so das Nicht-Sagbare sagbarer machen? Obwohl die Symbolik in dem Film schon sehr vergleichbar war. Ich gehe es hier einfach so an, es aufzuschreiben zu haben.

Fokus 22

Fokus 22 ist der Ort an dem Komapatienten und wirklich sehr verrückte Leute sind. Als mehr als verrückt, Wahnsinnige. Am Anfang war das ein sehr schrecklicher Ort für mich. Aber ich muss sagen: beim Flugzeugabsturz und auch hier, wie auch in allen folgenden Erlebnissen, hatte ich immer das Gefühl noch einen Körper im meiner Wohnung zu haben. Ich konnte also immer zurück, wenn ich wollte. Das ist sehr wichtig. Hätte ich das nicht gehabt, hätte ich den Ort als zutiefst traurig erleben müssen. In einem verzweifelten Endlos-Loop. Denn alles dort dreht sich um sich selber. Die Wesen nehmen anderes gar nicht wahr. Man kann sie deshalb nicht erreichen. Keine Aktion und Reaktion. Nur immer wieder Kreisen um sich selber. Wie in Kokons verpackt. Kreisen in einer Endlosschleife.

Fokus 23

Das Totenreich. Auch hier war es für mich tröstlich, wieder in meinen Körper zurückkehren zu können. Tote Seelen, bleich. Stehen da. Nicht wirklich klar, ob sie mich beachteten. Ich erinnere mich an ein totes Mädchen. Ihr Gesicht. Waren da Hände, die mich berühren wollten? Ich vergleiche das gerne mit Dante's Inferno. Der Beschreibung des Totenreiches am Anfang des Dramas. Habe ich als Hörbuch auf YouTube gehört. Auch hier: gleicht es dem, was man selber in sich hat.

Jetzt eine persönliche, gechannelte Nachricht an jeden Leser, der bis hierhin gekommen ist: "Es ist unbedingt sinnvoll von jetzt an absolut positiv zu denken und das Leben zu lieben. Liebe es einfach. Auch wenn es schwierig für dich ist. Aber diese Liebe wird dein Leben transformieren."

Und nicht nur das Leben hängt von unser eigenen Einstellung ab, sondern auch das, was ich dort als "Totenreich" wahrgenommen habe. Da zu landen und keinen Ausweg für sich sehen zu können!? Absolut schrecklich. Und das hängt von deiner Einstellung jetzt ab. Das ist mir klar geworden und das ist der wichtigste Satz in meiner Schilderung. Ich hoffe, das hilft dir.

Aber Fokus 23 wurde dann anders. Man wiederholt die Übungen öfters. Ich mache jedes Band 5x. Esch verriet mit in Fokus 21 ein Geheimnis: Jede Wasseroberfläche wäre ein Dimensionstor. Warum sind Treffen an einem Teich oder dem Meer so romantisch? Genau deswegen. Du bist immer - nach Esch - mit der Situation verbunden. Auf ewig. Also reiste ich an eine alte Situation aus meinem jetzigen Leben. Universo Paralelo Festival. Brasilien. Sonnenaufgang am Strand. Pause vom Dancefloor. Ich war mit zwei anderen Personen am Strand. Einen Freund, der mir half und die andere Person war unter Drogen und beleidigte mich.

Sie mochte mich überhaupt nicht. Hass. Ich schaute meinen Freund an, er verstand es auch nicht. Das ganze war wie einen Aufgabe für mich: Ich musste lernen, den Hater objektiv zu beobachten, mich nicht angegriffen zu fühlen. Wie ein Forscher, der ein giftiges Tier beobachtet. Aber ohne von seinen Emotionen mitgenommen zu werden. Nüchtern-Objektiv. Das war meine Herausforderung. Ich denke das gilt prinzipiell im "Jenseitsbereich". Ich wußte auch nicht, warum ich die Situation nochmal durchleben musste? Aber die Situationen bilden sich einfach so aus dem seelischen Urgrund. Sie warten vielleicht auf einen? Die Wahrnehmungen der Situationen werden übrigens immer realer. Was bei Fokus 21 noch schattenhaft und bleich war, wurde ab Fokus 23 sehr plastisch, real. Fokus 10 und 12 waren noch sehr körpernah. Ich war mehr mit mir selber beschäftigt. Aber das nur nebenbei.

Der letzte Sonnenuntergang des Lebens fand dann auch an einem schönen Strand mit Brandung, Freunden und der untergehenden Sonne statt. So schön anzusehen. Zeitlose Schönheit. Aber Melancholie kam auf: timeless end feeling. Was ist, wenn die Sonne untergegangen wäre? So die Frage, auf die keiner eine Antwort hatte. War das das Sterbemotiv? Das Gefühl kann einer beim Sterben haben. Gegenteil von Flugzeugabsturz. Aber mystisch traurig ist das allemal. Seelenbilder. Immer tiefer ging es. Aber das war nicht das Ende. Da kam noch was.

Fokus 25

Die Ebene der Glaubenssysteme. Dort sollen sich Gleichgesinnte zusammenfinden, um an ihrer Version einer Welt zu arbeiten. Christen, Muslime, Juden bauen da einen Himmel. Jede Gruppe für sich getrennt. Natürlich. Sonst würde es Mord und Totschlag geben. So in etwa die Fokusbeschreibung. Ich fragte mich, was da auf mich warten würde?

Ich machte mir Sorgen, da ich als "Ungläubiger" oder Atheist mich nie mit den meisten Mitgliedern vorher genannter Gruppen assoziieren wollte. Als junger Mann sprach ich verwegen aus: Euer Himmel und eure Hölle sind auch nur eine Illusion!!! Was sollte jetzt aus mir werden? Wie sah jetzt mein Himmel aus?

Er wurde bis 25 gezählt. Ein Licht kam näher. Ich ging durch das Licht und mit 25 war ich.. in einem ruhigen Zimmer. Morgensonne kam durch das Fenster. Alles war jetzt.. nicht ordentlich, sondern alles hatte seine Ordnung. Ich hatte ein Bett, auf dem ich liegen und von der Welt träumen konnte. Draußen war eine Stadt. Alles sehr realistisch. Als ob ich wirklich woanders wäre. Ich ging durch die Stadt und hatte telepathischen Kontakt zu Leuten, die ich in meinem jetzigen Leben kannte. Keine großen, dicken Freunde. Sondern Menschen, wie ich, die "ihr Ding" machten. Aber interessiert an anderen waren. Ich hatte -als Student- fast nur Freunde, die Mathematik studierten. Weiß auch nicht, warum das so war? Endlose Gespräche um alles Mögliche. Nichts war unwichtig. Jetzt wusste ich es, warum sie da waren. Sie sind es immer.

In der Stadt gab es auch so was wie einen Kult. Eine Kirche, in der die Leute locker organisiert waren. Es ging darum.. ich fasse es mal so zusammen, dass es so was wie der "Cult of Emacs" war. Auf unsere Realität bezogen. Ich war im Nerd-Himmel!

Im Grunde war diese Welt genauso, wie meine jetzige. Ich bin also schon im Paradies. Das war die wichtigste Erkenntnis dabei. Auf Fokus 3 (das ist der Zustand in dem einfach die Augen geschlossen sind) bis Fokus 12 müht man sich ab, um irgendwie emporsteigen zu wollen, landet aber dann in einer ähnlichen Welt, wie der, aus der man kam. Das hat schon eine herrliche Komik. Alles im "Jenseitsbereich" hat symbolische Aussagekraft. Ich möchte noch etwas zu der speziellen "nonverbalen Kommunikation" sagen, die man im Kurs lernt. Aber ich schreibe mal wieder viel zu lang. Der Hinweis auf symbolischen Ausdruck bei allem, was einen umgibt, muss genügen.

Fokus 27

Fokus 27 war mein Ziel. Das hatte ich mir vor über einem Jahr als Ziel gesetzt. Ich will Fokus 27 erreichen. Und ich schaffte es. Ich beglückwünschte mich zu meiner Disziplin, so lange die Tonbänder durchgearbeitet zu haben. Fokus 27 ist "der Park". Da ist auch ein Krankenhaus. Fokus 27 ist ein Ort, an dem sich Seelen nach ihrem Tod regenerieren können. Und dann weiterziehen. Wohin? Komme ich zurück zu meinem "Mein Gott, es ist voller Sterne" aus "2001-Odysee im Weltraum".

Fokus 27 war für mich sehr turbulent. Der Wind fegte mich durch die Baumwipfel. Von Baum zu Baum. Ich flog. Der Park war aber leer. Eine Stimme in mir sagte, "fast alles, was du hier sehen wirst, ist harmlos". Ich fragte mich, was das "fast" bedeuten sollte? Aber der Wind war schon kräftig. Es war, als würde er mich wie Blätter auseinanderwirbeln, und dann würde ich mich auflösen. Meine Intuition sagte mir, mich mehr mit Energiearbeit zu beschäftigen. Hier hört meine Reise erst einmal auf.

Fazit: Vorteile von Hemi-Sync

Hemi-Sync hat mir vor allem geholfen Freund mit dir selber zu werden, mein eigener Freund sein. Kontakt mit eigenen unbewussten Inhalten herzustellen ist der Weg für jeden wieder "ganz" zu werden. Das Programm macht für jeden Sinn. Egal ob Esoteriker oder Rationalist. Es erwartet aber Einsatz und Selbstdisziplin. Auch Offenheit sich mit Dingen zu beschäftigen, die man noch nicht völlig verstehen kann.

Ein weiterer Vorteil: Unabhängigkeit gegenüber Esoteriktreibenen und deren Marketing-Modellen. Du kommt recht bald in die Lage deine eigenen Channelings oder Forschungsreisen zu unternehmen. Es ist gar nichts besonderes mehr.

Da freute ich mich natürlich, denn mit dem Kursprogramm kann man die oft sehr viel teureren und weniger Themen umfassenden Kurse der YouTube-Anbieter abhaken. Nun war es möglich eigene Erfahrungen mit Energien zu sammeln. Wie ich das zum Beispiel mit Mirin Dajo gemacht haben, um mein Knie zu heilen. Wenn du magst: Lies die Geschichte hier: Blogartikel über Mirin Dajo.

Persönliche Konsequenzen waren auch dieser Blog über kreatives Schreiben. Mir war einfach so nach schreiben. Dinge mit Worten zu formen. Neues auszudrücken. Und des klappt recht flott damit Inhalte auf den Bildschirm zu bringen. So fing der Blog Mahamind an.

Das Programm verändert dein Leben. Es wird nichts mehr so sein, wie es immer war. Ich "konvertierte" zum Vegetarismus -> Link: Burger-Hölle, Drogenfrei. Das war ein starker innerer Kampf in mir. Soviel wollte ich mich gar nicht ändern. Aber es war für das Hemi-Sync Programm notwendig, um die Qualität der inneren Reisen zu verbessern. Das innere Licht strahlte dann heller. Die Wahrnehmungen im Trance wurden plastischer. In meinem körperlichen System ist das so. Ob es bei jedem so ist, muss jeder selbst entdecken. Aber es kommen dann Ansprüche auf einen zu, mit denen man nicht vorher gerechnet hätte. Ein für mich wichtiger Satz war der von Rudolf Steiner: Wenn du einen Schritt in die geistige Welt machst, mache mindestens zwei weitere zur moralischen Vollkommenheit. Inhaltlich zitiert.

Betonung ist hier: Es als ernste Situation aufzufassen. Also das Programm nicht nur als Spielerei betrachten. Fängt man an, Veränderungen zuzulassen, dann verändern sie das Leben, ob man es dann will oder nicht. Es gibt oft Geschichten von Leuten, die an Krebs erkranken oder einen Unfall erleiden, weil sie nicht das tun, was in ihrem Innersten leben will. So ähnlich hat sich diese Episode in meinem Leben angefühlt.

Ich habe immer versucht, meine Erlebnisse rational zu verstehen: Weniger klassische esoterische Klischees zu pflegen. Wie gesagt, denke ich, dass ich und andere in einer holographischen Welt leben. Was es damit auf sich hat, kann ich jetzt nicht mehr ausführen. Aber als Stichpunkt möchte ich es aufgeschrieben haben.

Der Erklärungsversuch sich einfach in einem neuen Weltbild zu denken, deckt sich mit meinen Hemi-Sync-Erfahrungen. Vielleicht findest du auf YouTube ein Video über "das CIA-Dokument"? Ein CIA-Mitarbeiter absolvierte das Programm und schrieb darauf einen Bericht, der erst einmal sehr abenteuerlich klingt. Aber nach Beenden des Programmes werden viele ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Es ist ein nicht sehr ausgetretener Pfad, der sich mit Hemi-Sync einem öffnet. Das heißt, ich bin mit meiner Theorie alleine in der Welt. Weil ich neugierig bin und immer suche, ob es vielleicht vergleichbares gibt, habe ich mich auch vielen neuen Dingen geöffnet. Es gibt einige Bücher, die ich lese. Das ist sehr augenöffnend und vielleicht stelle ich diese Bücher hier einmal vor. Aber im persönlichen Umfeld gibt es keinen anderen, der so etwas macht. Es gibt auch keine Internet-Gruppen. Ich freue mich also, ein Feldforscher sein zu dürfen.

Ich fange auch an, Dinge, die für viele erst einmal nicht zusammenhängend sind, zu etwas ganzem zusammenzusetzen. Es ist alles mit allem in einem holographischen Universum verbunden. Also lässt sich das Rätsel mit jedem Stein am Boden vor dir entschlüsseln. Kleiner Tipp: gehe mal nicht davon aus, dass es ein Rätsel ist, sondern offen vor jedem liegt. Nur nicht erkannt wird. Du hast es bis jetzt nur immer übersehen.

Weitere Punkt sind die Programmiersprache Haskell und das Interesse an Spinoza. Das sind auch Themen für mich geworden. Das überraschte mich selber. Ich wusste vorher nicht, dass es so was gibt.

Der Philosoph Spinoza lässt eine doppelte Auslegung seiner Philosphie zu: einmal eine strenge Rationalität. Damit war plötzlich ein völlig neues Gotteserleben möglich. Und das haut mich aus den Socken. Gott ist rational. Aber völlig anders, als viele sich ihn ausmalen. Sie haben Spinoza bis jetzt nur immer übersehen. Das ist Denken, das in der großen Masse der Menschen noch nicht vorhanden ist. Aber als Feldforscher darf man einer der ersten sein. Auch wenn jetzt Spinoza nicht so unbekannt ist. Aber in meiner Gedankenwelt war er es vorher.

Haskell als reine, funktionale Programmiersprache, hilft die Probleme anders zu begreifen und dann lösbar zu machen. Auch hier war der Reiz, ein neues Denken zu entwickeln. Alte Denkmuster führen natürlich immer wieder in die alten Wahrnehmungssysteme zurück. Deshalb ist es wichtig da auch seinen Geist mit solchen Sachen zu schulen. Spinoza und Haskell dauern Jahre sich tief eingearbeitet zu haben. Steile Lernkurve. Ich liebe ja so was. Das ist natürlich mein persönlicher Spleen. Allgemein ausgedrückt will ich jetzt viel mehr ausprobieren: ich male mehr, schreibe mehr, denke mehr, sehe mehr und bin offen für neue Ansätze. Wie kann ich es zusammenfassen? Kreativität.

Ein anderes Modell ist das des Renaissance Menschen (LINK: Tarot. Qabalah als Unterteilungssystem). Das ist eine andere Baustelle von mir. Mein Dilemma: Tarot möglichst einfach als "Story-Telling" zu sehen versus den gewaltigen Qabalah Hintergrund des Tarot zu lernen. Ich versuche Qabalah als Blaupause für ein eigenes System zu verwenden. Einfach, weil vorhandene Systeme nicht umfassend sind und nicht wirklich Freunde des Menschen sind. Die Renaissance sehe ich als Chance des Menschen, ein organisches und humanes Leben zu erschaffen. Gegenpart: Die rationale Krise der Gegenwart mit ihrem verzerrten Logik-Dogma. Logik wird von Propaganda und Marketinginteressen vereinnahmt: Bomben, tote Menschen.. für den richtigen Zweck sind immer gut. Medien verkaufen Produkte und sich selber. Also das ganze Drama. Freud sprach mal vom "Unbehagen in der Kultur". Ich denke jeder kennt das. Der Weg daraus ist der Weg zu sich selbst zurück.

Aber die Vorstellung, ich würde hier für Leser eine Geschichte erzählten ist immer nur halbwahr. Eine Geschichte zu erzählen ist für den einen etwas anderes, als für den anderen, der Worte als Tore zu einem unendlichen Kosmos außerhalb seines Kopfes zu verstehen weiß. Und dieser Kosmos ist voller Mathematik. Und Spinoza redete genau darüber. Haskell, Spinoza, Qabalah als ein neuer Rhythmus das Leben anders fließen zu lassen. It's your Choice.

Natürlich kommen andere Menschen nach dem Hemi-Sync-Programm zu anderen Erfahrungen. Es gibt emotional-gegenständliche Menschen, die unbewusste oder transpersonale Botschaften völlig anders auffassen werden. Und das ist völlig ok. Das war meine Reise, am Ende mache ich jedenmal die Augen auf und gehe in den Supermarkt und alles in so geblieben, wie es immer war. Nur etwas in mir hat sich verändert.

LINKS des Artikels:

Atemerfahrung mit "Fokus 18" https://mahamind7.blogspot.com/2024/03/mein-weg-zum-atem_29.html Die Mirin Dajo Energie heilte mein Knie - oder gab mir einen Tipp dazu, es selber zu machen. Der Tipp wird aber nicht verraten. Frage selber. https://mahamind7.blogspot.com/2025/08/mirin-dajo-der-durchbohrte-prophet.html Hemi-Sync Archiv - Alle Artikel über Hemi-Sync. https://mahamind7.blogspot.com/search/label/Hemi-Sync Ich überlebte die Burger-Hölle. https://mahamind7.blogspot.com/2025/04/wie-vegane-ernahrung-menschenleben.html Der Tarot Link zum Qabalah Kubus. https://mahamind7.blogspot.com/2025/07/ansichten-uber-tarot.html Hemi-Sync-Tauchen https://mahamind7.blogspot.com/2025/07/hemi-sync-wie-motiviere-ich-mich.html

Das Cockpit verlassen, Anleitung zum Getragenwerden

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