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| Bild: Google Gemini |
Kassenschlangen sind lang und geben Gelegenheit über sich in der Welt nachzudenken. Wenn da nicht das böse Smartphone wäre, auf das immer mehr zunehmend starren. An der Kasse zeigt sich: Das Smartphone macht uns zu Getriebenen in der eigenen Tasche. Meine Rettung? Ein simpler, gelber Zettel. Meine Gedanken dazu und wie immer: ein wenig mehr:
Die analoge Alternative in einer digitalen Welt
Zunächst die wichtigste Erkenntnis: Die optimale Notizmethode hängt von dir und deinen Umständen ab. Große Romane wurden auf Klopapier geschrieben. Heute dominieren elektronische Hilfsmittel, und viele versuchen alles mit ihrem Smartphone zu erledigen. Was spricht dagegen?
Dagegen spricht, dass fast alle diesen Weg gehen oder gehen würden. Die meisten glauben, es handele sich um die beste Notationstechnik - und dennoch gelingt es nur wenigen, etwas Sinnvolles aus ihren Notizen zu machen. Betrachtet man das Verhältnis zwischen denen, die gut mit digitalen Notizen arbeiten, und denen, die in ihnen "ertrinken", wird das Problem evident. In entsprechenden Foren sind diese Diskussionen allgegenwärtig: Trotz elektronischer Hilfen kommen viele Menschen mit ihren Notizen nicht zurecht.
Handschriftliche Notizen befreien dich vom digitalen Ballast: Sie sind schneller als jedes Smartphone, machen dich nicht zum Supermarkt-Hindernis und schützen dich vor der allgegenwärtigen Datenüberwachung.
Zurück zu den Basics
Ich habe die Thematik radikal auf ihre Grundlagen reduziert: Wozu dienen Notizen? Primär sollen sie Vergessen verhindern. Bei kurzfristiger Bedeutung genügt die Einkaufszettelmethode. Bei langfristiger Relevanz wird es individuell.
Mein erster Schritt war der Kauf eines Schulhefts für Grundschüler und gelber Sticky Notes. Beim handschriftlichen Schreiben geschah Erwartbares: Es war ungewohnt, die Schrift krakelig. "Oh Gott, wie altmodisch!" Doch es funktionierte - ich vergaß weniger beim Einkaufen! Selbst familiäre Zusatzaufträge "Kaufe dies und das und vergesse es nicht!" werden mir zuverlässig erfüllt. Die Wahrheit ist: Das menschliche Kurzzeitgedächtnis kann kaum mehr als sieben Dinge gleichzeitig behalten. Überschreiten die Einkaufswünsche diese Zahl, vergesse ich großzügig und regelmäßig. Mit den gelben Sticky Notes hörte das auf.
Warum keine Smartphone-Einkaufsliste?
Weil es schlichtweg nervt! Sind dir diese Smartphone-Nutzer im Supermarkt aufgefallen, die ständig im Weg stehen? So wollte ich nicht enden. Überlege selbst: PIN eingeben, App starten, Einträge lesen oder bearbeiten? Handschriftlich geht es definitiv besser und schneller. Mit der Zeit kehrte die Routine zurück, und obwohl ich auf QWERTY- oder FlickBoard-Tastaturen (etwas Neuem, Feinem) schnell tippe, übertraf meine Handgeschwindigkeit bald die Tippgeschwindigkeit.
Wer möchte schon seinen Heimcomputer zum Einkaufen mitnehmen? Genau das tun jedoch die meisten - und wundern sich, warum das Leben kompliziert wird. Man wird zum Menschen, der anderen im Weg steht, weil er unbedingt auf sein Smartphone starren muss, ohne es selbst zu bemerken. Das gilt als cooler Zeitgeist. Vielleicht sind die Anderen es nicht wert, beachtet zu werden - analoge Trottel? Doch eine zeitlose Weisheit warnt: Stehe niemals den Falschen im Weg. Gefährlich! Hier tobt ein echter Kulturkampf!
Schmeiß dein Smartphone beim Einkaufen weg! Ein handschriftlicher Zettel ist schneller, macht dich nicht zum Supermarkt-Clown und schützt dich vor der Datenmafia.
Digitale Zwänge und Überwachung
Weitere Gründe, das Smartphone öfter zu Hause zu lassen: Es ist ein Überwachungstool. Apps tracken deine Wege. Ob der Weg nach dem Einkaufen regelmäßig zum Liquorshop führt, sollte deine Privatsache bleiben. Doch selbst aus "harmlosen" Daten werden munter Persönlichkeitsprofile erstellt - von Menschen, die du nicht kennst und nie kennenlernen wirst. Du verstehst nicht einmal, wer da in deinem Leben mitmischt.
Betrachte Smartphone-Nutzer genau: stets gehetzt, gelangweilt, vom Leben reizüberflutet. Glaubt jemand ernsthaft, das käme nicht von diesen Geräten? Kalte Blicke in der Supermarktschlange, nur ein flüchtiges, verzücktes Lächeln beim Blick auf das Display.
Notizbuch statt Burnout: Papier stoppt die Reizflut, schützt deine Privatsphäre – und macht dich endlich wieder zum Herr deiner eigenen Gedanken.
Eine alternative Vision
Mein Gegenentwurf: ein aufgewackter Blick, stets bereit, einer Oma über die Straße zu helfen, eine muntere Melodie auf den Lippen, und die gelbe Sticky Note stets griffbereit in der Hosentasche.
Das analoge Notizbuch ist ein Akt des Widerstands: Gegen den Zeitgeist der Ablenkung, gegen die Kontrolle durch Tech-Monopole und für echte Erinnerungen statt KI-komponierter Scheinwirklichkeiten.
Die Illusion der Smartphone-Fotografie
Bei Smartphone-Kameras zeigt sich dasselbe Problem: Sie sind zu umständlich für schnelle Aufnahmen. Ich fotografierte gerne, doch mit modernen High-End-Phones wurde es wie bei den Dinosauriern: zu schwer und unhandlich für schöne Foto-Nachmittage. Das eigentliche Problem liegt tiefer:
Dein High-End-Smartphone? Ein 1.500€-Überwachungsgerät, das KI-Fantasien schießt und dich zum willenlosen Datenlieferanten macht. Zeit für analogen Widerstand!
Diese Geräte schießen keine Fotos mehr - sie komponieren KI-Fantasien. Für 1.500€ kaufst du einen Algorithmus, der Himmel künstlich blaut, Schatten hervorzaubert und Gesichter zu glatten Masken retuschiert. Das Ergebnis ist ästhetischer Betrug: hübsch, aber ohne Bezug zur erlebten Realität. Früher fing eine Kamera Licht ein - heute berechnet ein Chip, wie dein Moment hätte aussehen sollen. Wer echte Erinnerungen will, nicht nur Instagram-Trophäen, sollte die Kontrolle nicht an KI abgeben. Und dafür auch noch Mondpreise zahlen? Eine normale Kamera kann zwar schwer sein, hängt aber bequem um den Hals.
Der Trend zur Monokultur
Der Trend, alles in einem Gerät zu vereinen, erreicht seinen toten Punkt. Die Betreiber dieser Geräte, zufälligerweise meist Monopolisten, sind zwielichtige Geschäftsleute, auch wenn die meisten User sie innerlich dutzen. Bald stellt sich die Frage: Wem gehören die Daten auf dem Gerät? Und die nächste Frage: Wem gehörst du?
Überwachung und informelle Ausbeutung sind keine tollen Errungenschaften. Für die meisten ist es tricky, dies zu erkennen und zu umschiffen: Die Lösungen für die Leute kommen aus dem Smartphone, von denen, die von ihren Problemen profitieren. Lösungen? Eher nicht! Sie setzen dich in Reiz-Reaktions-Zyklen, die du erst bemerkst, wenn du im Burn-Out steckst. Das aber erst am Ende. Denn: Die meisten wollen nicht anders sein, als es die Werbung vorgibt. Und träumen so in der Einkaufsschlange im Smartphone versunken vor sich hin.
Analoger Widerstand
Daher habe ich das Prinzip des analogen Widerstands verinnerlicht. Es ist kein Kampf gegen etwas, sondern eine Flucht vor etwas, das man nicht wirklich braucht. Smartphone-Kameras? Die guten sind teuer, schwer - und stille Spione. Die Lösung: analoge Kameras. Nicht unbedingt teurer. Wer sich kein High-End-Smartphone kauft, hat das Geld für eine analoge Kamera.
Ein simpler Zettel funktioniert: Er schlägt das Smartphone bei der Einkaufsliste im Sprint, rettet dich vor der Reizüberflutung und gibt dir die Kontrolle über deine Gedanken – und Daten – zurück.
Bei der Smartphone-Entwicklung gilt längst nicht mehr, dass bessere Leistung günstiger wird. Vor fünf Jahren noch, doch heute? Warum eine Kamera kaufen, wenn man ein Smartphone hat? So dachte man damals. Heute erschließt sich mir das nicht mehr. Eine gute Smartphone-Kamera wird stets teurer sein als eine gute, gebrauchte Kamera.
Die Pause im Alltag
Das Notieren dient auch dazu, den Alltag einfach mal anzuhalten. Aha, Moment mal: Das möchte ich nicht vergessen. Also notiere ich es mir.
Schon bin ich dran. Zahle an der Kasse. Natürlich bar.

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