Dienstag, 14. April 2026

Bericht: 363 Sitzungen Hemi-Sync

Bild: Google-Gemini


Was dir niemand sagt, weil er es selbst nicht weiß

363 Sitzungen. 215 Stunden. Das ist kein Hobby mehr. Das ist eine zweite Lebenspraxis neben dem, was die Leute "Wirklichkeit" nennen.

Heute - endlich mal wieder - ein Artikel über Hemi-Sync. Wenn du mehr über diesen Themenkomplex erfahren willst, lies bitte im Archiv die anderen Berichte: Archivlink.

Mein Status

Regelmäßig mache ich Hemi-Sync. Zähle die Sitzung. Führe ein Logbuch. Aber die innere Bereitschaft darüber zu schreiben? Die hat sich verändert.

"Lieber nicht", sage ich mir. Wen kann ich überhaupt erreichen? Den, der verstehen kann. Andere nicht. Ist das wichtig? Oder ist es nicht einfach privat?

Das Übersinnliche wird privat. Ein Effekt: Da, wo ich mit meinen Übungen hinkomme, ist der Ort, an dem ich schon immer war. Es ist nichts Neues. Ein Sich-Erinnern. Dann spiegeln sich die Probleme meines Lebens in diesen Übungen. Das ist privat. Vulnerabel. Das mindert die Freude, sich mitzuteilen.

Die verschwundenen YouTuber

Die Freude ist am Anfang sehr groß. Alle YouTuber, die in meiner Zeit einen enthusiastischen Kanal über ihre Hemi-Sync-Erfahrungen gemacht haben, haben ihren Kanal gelöscht. Oder wurden gelöscht. Keiner von meinen Mitstreitern ist übrig geblieben.

Das ist ein Fakt.

Sie haben nicht aufgehört, weil sie nichts mehr zu sagen hatten. Sie haben aufgehört, weil sie zu viel gesehen haben.

Schade. Denn in diesen Videos wurden absolut treffende Beobachtungen geschildert. Sachen, die sich reproduzieren lassen. Aber sie sind weg. Als hätte es sie nie gegeben.

Die große Verdrängung

Natürlich wird der Aspekt der Selbsthypnose bei Hemi-Sync völlig außer Acht gelassen. Das ist der Grund, warum ich zwischen den Stühlen hänge. Ich finde das Programm wunderbar, aber aus genau dem Grund, der auch offiziell benutzt wird: Entspannung mit Frequenzen, kaum erklärt, und Selbsthypnose. Unabhängig von weltanschaulichen Dogmen.

In diesem Zustand erfolgt ein Kontakt mit dem Unbewussten. Das Training besteht darin, diesen Kontakt zeitlich zu verlängern. Das klingt vernünftig.

Produziert das Unbewusste aber eine Engelpersönlichkeit, die mit dir eindrucksvoll kommuniziert, oder ein Geist aus der Vergangenheit steht bei der Übung an deinem Bett – dann wird es schwer zu rationalisieren. Daran kann einer scheitern.

Das Unbewusste ist auch bei luziden Träumen und psychedelischen Trips "frei" – oder besser: Das Ich ist "frei", diese enorme kreative Schaffenskraft zu sehen. Dadurch, dass es rigide ausgeschaltet oder fragmentiert wird. Dann entstehen die Visionen.

Denke auch an Nahtodeserlebnisse. Ich habe ein Dunkelretreat mit zwei Wochen absoluter Dunkelheit gemacht. Nach 24 Stunden siehst du Lichter, die sich zu Szenerien und Figuren verdichten. In Indien gibt es Praktiken, die das jahrelang tun.

Was du trainieren kannst

Kommunikation mit dem Unbewussten öffnet das Reich der Magie und der ewigen Gleichnisse. Das ist objektiv besser, als seine Zeit mit Doomscrollen zu verbringen oder dunklen Träumen ausgeliefert zu sein. Kaum ein Mensch kann klarträumen. Man ist seinen Träumen ausgeliefert. Weil alle es sind.

Das ist der soziale Normzustand.

Aber es ist kein gutes, intensives, kreatives Leben. Objektiv ist das ein schlechtes Leben.

Der blinde Fleck

Hypnose ist wissenschaftlich anerkannt. Dass dein Leben eine Hypnose ist, über die du nur nie aufgeklärt wurdest – das ist der blinde Fleck der Aufklärung.

Suggestionen sind wirksam. Darum wird in den Nachrichten immer dasselbe gesagt. Darum gibt es Richtlinien, wie etwas öffentlich gesagt werden darf. Für angestellte Journalisten verbindlich. Der Biedermann übernimmt es in vorauseilendem Gehorsam.

In seiner Welt ist es absolut so. Es materialisiert sich.

Meine weiteren Versuche

Eine App mit Binaural Beats erzeugt eine Frequenz, auf die das Gehirn sich synchronisieren kann. Darüber lege ich Ambient, Trance, ruhige Geräusche. Nach zehn Minuten passieren ähnliche Dinge wie bei Hemi-Sync.

Nur: Hemi-Sync suggeriert einen Ablauf – die metaphysische Reise ins Land der Toten und einen Schritt weiter. Bei meinen Binaural-Beat-Versuchen hatte ich oft Zufallslandschaften, mit denen ich emotional in Kontakt zu alten Lebensereignissen treten konnte. Wiedererinnern.

Kleiner Tipp: Es gibt eine Konditionierung. Wenn bei diesem Setting etwas "nach oben kommt", will der Verstand es wegrationalisieren. Er suggeriert: "Da ist nichts." Und sofort es verschwinden.

Daran wird das Projekt scheitern. Weil genau dieser rationale Einwand die Trance vermindert. Die Transzendenz wird nicht erfolgen.

Darum übe ich systematisch. Hier ist es so wie mit der inneren Prinzessin aus meinem Essay über das Riechen: Link ist hier. Das ist ein sehr wichtiger Punkt.

Die falsche Frage

Die falsche Frage ist: Ist diese Vision real?

Die richtige Frage ist: Warum nennst du deinen Alltag real, wenn er dich wie ein fremdgesteuerter Traum durch den Tag schiebt?

Wenn man diese Hemi-Sync-Erfahrungen gemacht hat, kommt eine viel wichtigere Frage hervor: Inwieweit ist die reale Welt real?

Gedanken formen das Leben. Warum wird beinahe jeder Gedanke, den du denken könntest, in den Medien vorgekaut und bei Gefahr gelöscht? Es gibt Dinge, die du nicht mal denken darfst.

Realitätsdesign.

Warum die coole Jetztgruppe, die einfach nur konsumiert? Warum die Ewiggestrigen, die Common Lisp und Esperanto lieben? Unmoderne Sachen? Weil sie gut und kostenlos sind. Das ist die Gefahr für die designte Welt, die in großen Teilen das Denken eines Marktes ist, der nur durch Gelddrucken und Konsum am Leben gehalten werden kann.

Und dann die Kriege, die bedenkenlos vom Zaun gebrochen werden. Das ist nicht zwingend Realität. Das ist eine bewusste Kreation eines gewissen Denkens.

Der Compiler

Ich musste einmal in einem luziden Traum feststellen, dass das Unbewusste, das diesen Traum erschuf, eine regelrechte Universum-Erschaffungs-Maschine ist. Die Traumwelt war so groß, so real. Ich war gerührt.

Hatte ich den Compiler gefunden?

Hatte ich das gesellschaftliche Drama entschlüsselt, warum alle genötigt werden, die "reale Welt" mit ihren Börsen, Kriegen und Katastrophen real nennen zu müssen?

Im alten Rom durfte man die Gotthaftigkeit des Imperators nicht bestreiten. Mehr noch: Man musste selbst daran glauben. Mit Inbrunst.

Herrschaftsmechanik.

Heute ist der Imperator das vermeintlich "wissenschaftliche Denken" – ein Relikt des letzten Jahrhunderts. Materialistische Ansichten werden hoch- und runtergepredigt. Das Doppelspaltexperiment, das längst die bekannte Physik gesprengt hat, hat darin nicht stattgefunden. Und wird es nicht.

Quintanerdenken.

Die letzte Wahrheit

Die Mathematik ist das einzige, was real sein kann. Denn zwischen den Dingen, die außerhalb deiner selbst sein sollen – was kann da anderes als die Mathematik erklärend sein?

Das Leben ist nicht Mathematik, kann aber mathematisch dargestellt werden.

Die Mathematik lügt nicht. Aber der Mediokre verwechselt das Rechenschema mit dem, was gezählt werden darf.

Ein Sextaner kann dir den Dreisatz erklären. Aber frag ihn, wer seinen Alltag designt – und er wird dir antworten wie ein römischer Bürger: mit den Worten seines Imperators.

363 Sitzungen. 215 Stunden. Ich bin da angekommen, wo ich schon immer war. Und das ist der Punkt, den kein Bürger verstehen kann: Du bist auch dort. Du weißt es nur nicht.

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