Freitag, 10. Oktober 2025

Die Jesus-Frage: Warum eigenes Denken lohnender ist als Glauben

Bild: Google Gemini

Wenn man die Frage nach der historischen Figur Jesus rational angeht, wird einem sehr schnell klar, dass es den Jesus, so wie er in der Bibel beschrieben wird, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gegeben hat. Das ist keine blasphemische Provokation, sondern das Ergebnis einer nüchternen Betrachtung der Quellenlage. Und diese Betrachtung führt zu einer viel spannenderen und persönlich befreienderen Einsicht.

Das Problem mit den Quellen und der Macht

Die historischen Quellen, die ihn bezeugen wollen, sind durch die Bank selbstreferenzielle, christliche Quellen, die Jahrhunderte nach seinem angeblichen Wirken aufgeschrieben wurden. Das ist, als wolle man die Geschichte Napoleons nur anhand der Biografien lesen, die seine engsten Verehrer 200 Jahre später verfasst haben.

Auffällig ist auch der seltsame Römer-freundliche Ton im Neuen Testament. Dieser lässt sich eigentlich nur als eine willkürliche Anpassung des Materials an das römische Machtnarrativ verstehen. Die Botschaft wurde geglättet und angepasst, um in der bestehenden Weltordnung zu bestehen – und sie zu dominieren.

Tatsächlich gab es eine enorme Vielfalt an frühen christlichen Strömungen, die wir heute unter dem Begriff „Gnostiker“ zusammenfassen. Dort wird Jesus mitunter völlig anders dargestellt. Thesen wie „Gott ist der Teufel und der Teufel ist Gott“ stehen da im Raum. Ich verweise auf die Manäer, eine heute noch existierende gnostische Strömung im Irak, die in Jesus sogar einen Betrüger sehen. Hier lohnt sich eigenes Studium ungemein. Die Thesen der Gnostiker hören sich heute erst einmal ungewohnt an. Beschäftigt man sich aber redlich mit ihnen, wird klar, dass ihre Auffassungen genau so richtig oder falsch waren, wie die, der heutigen Christen. Einem kann da das Ausmaß einer zwei Jahrtausenden Gehirnwäsche klar werden.

Das Fazit ist: Aus diesem divergenten, widersprüchlichen Material wurde nach und nach ein Christentum konzipiert, das sich – über 2000 Jahre quod erat demonstrandum – gut mit gesellschaftlichen Machtfragen vereinbaren ließ. Sicher gibt es auch „gnostische“ Elemente, die integriert wurden, um ein bestimmtes Klientel zu interessieren und dann in den Fängen der Obrigkeit zu halten.

Ein Muster, das sich durch alle Religionen zieht

Die christliche Selbstsicht ist durchweg hagiographisch, also heiligenschreibend. Das gilt aber für alle „Buchreligionen“. Beschäftigt man sich damit, wird klar, dass etwas mit diesen „heiligen Texten“ nicht ganz koscher sein kann.

  • Archäologisch gesichert ist, dass es keinen „ersten Tempel“ in Jerusalem in der beschriebenen Pracht gab. Jerusalem war zu der Zeit nicht mehr als ein Hirtendorf. Mehr Ziegen als Menschen. Wenn das so war, was folgt dann für die Historizität von Salomon und David?
  • Der Koran kam nicht aus „einer Quelle“, sondern nachweislich aus mindestens zwei.
  • Auch der Buddhismus wurde demystifiziert: Buddhas Reden waren wahrscheinlich gar nicht seine oder wurden im Nachhinein verändert.

Das Dilemma ist, dass alle diese Bücher von Menschen geschrieben worden waren, die eigene Vorstellungen und Agenden hatten. Das Judentum wollte einen Machtanspruch einer kleinen Gruppe dokumentieren. Das römische Christentum wollte Querdenker ideologisch einfangen. Religion hatte immer sehr viel mit Macht zu tun.

Das unüberwindbare Sprachproblem

Dann kommt das gewaltige Sprachproblem hinzu. Es ist nämlich gar nicht so einfach, Texte 100% identisch von einer Sprache in eine andere zu übersetzen. Realistisch gesagt: Es ist unmöglich.

Besonders deutlich wurde mir das bei Übersetzungen asiatischer Bücher wie dem Dao De Jing oder I Ging. Es gibt im Grunde zwei Möglichkeiten: Wortwörtlich zu übersetzen und ein unverständliches Wirrwarr zu erzeugen (die schlimmsten Bücher zum Lesen) oder sich sehr stark vom Original zu entfernen und knackige, aber verfälschende Texte zu schreiben, die dann einer US-Imbissbudenversion eines heiligen Textes gleichen. Pointiert ausgedrückt.

Oder man nehme die von einem Antisemiten geschriebene Luther-Bibel versus einer „eher runden“ Schlachter-Bibel. Man findet so viele verschiedene Details, die Dinge in völlig anderem Licht erscheinen lassen. Keines dieser Dinge ist per se weniger wahr oder unwahr. Es ist immer ein persönlicher Standpunkt des Übersetzers, der sich in die Texte fortträgt.

Das große Aber: Es gab viele Jesusse

Jetzt kommt das Aber. Es wird sicherlich nicht den Jesus gegeben haben. Aber es wird auf der anderen Seite sicherlich viele Jesusse gegeben haben. Menschen, die archetypisch für den einen Jesus standen, oder dazu verdichtet worden sind. Es gab Jesus-Typen: charismatische Wanderprediger, Heiler und Weisheitslehrer. Und es gibt sie heute noch. Einfach mal die Augen offenhalten. Und diese Leute sagen oft sehr vernünftige Dinge.

Was folgt daraus? Die Aufforderung zum selbstbestimmten Denken

Was also folgt aus diesem Gedankengang?

  1. Historischen Quellen ist nicht zu trauen. Das eigene Bemühen ist notwendig, die Dinge um einen herum zu begreifen.
  2. Dieses Begreifen kann einsam machen, weil es ein individueller Gesichtspunkt sein muss. Kein Mensch denkt von Natur aus in kollektiven Gesichtspunkten.
  3. Eine Gefahr auf der „spirituellen Suche“ ist die Sekte, um sich eben nicht alleine fühlen zu müssen. Aber wenn man akzeptiert, dass dieses Alleinsein dazugehört, kann man sich die Sektenerfahrungen sparen oder erheblich abmildern. Selbst in der heiligen Schar indischer Gurus häufen sich Missbrauchsvorwürfe: sexuell wie finanziell.

Dein Bewusstsein als Portal zur realen Welt

Das Portal zur realen Welt ist dein eigenes, ungefiltertes Bewusstsein. Darum herum kannst du dir dein eigenes Betriebssystem für dein Universum bauen. Und das Universum wird darauf reagieren.

Die unausweichliche Konsequenz: Deine real erfahrene Welt verändert sich, weil sich dein Bewusstsein verändert hat. Du schreibst dein DIY-Evangelium und daraus resultiert ein DIY-Universum.

Das Universum reagiert – nicht, weil es dir gehorcht, sondern weil es dein spiegelndes Feedback-System ist. Das Bewusstsein determiniert das gesellschaftliche Sein. Das ist die qualitative Metamorphose des Lebens.

Kritik: Bin ich dann ein Freak?

Ja. Du bist dann dein eigener Jesus Freak. Der DIY-Jesus. Du folgst nicht den ausgetretenen Pfaden der Jahrhunderte, sondern deiner eigenen, selbst erarbeiteten Wahrheit. Das ist vielleicht der anspruchsvollste, aber auch der ehrlichste und lohnendste Weg, den man gehen kann. Also denk tiefer. Zweifle. Und baue dir dein eigenes Universum.

Dienstag, 7. Oktober 2025

UFO-Vollmond-Triple 1: Die Ausgangslage

Bild: Google Gemini

Titel: UFO-Bankrott: Warum ich keine UFO-Videos mehr schaue (und nach einer neuen Theorie suche)

Einleitung: Die Informationsflut Eigentlich sollte dieser Artikel "UFO Bankruptcy" heißen. Das kommt von den zwei Begriffen "Email Bankruptcy" und "Emacs Bankruptcy", die einmal das hoffnungslose Überquellen von ungelesenen Emails im Posteingang und zum anderen eine hoffnungslose, endlos lange und nicht mehr zu verstehende Emacs Konfigurationsdatei meinen. Da diesen Humor sicherlich kaum einer erkannt hätte, will ich das näher erklären. Der Punkt bei mir war: Alle UFO-Kanäle, die ich im Laufe der Zeit irgendwie abonniert hatte, produzierten regelmäßig einen so gewaltigen Ausstoß an Formaten, dass es mir unmöglich wurde, das alles noch irgendwie zu verarbeiten. Auch das Nebenherhören bei der Hausarbeit wurde unmöglich, da ich nicht so lange Hausarbeiten mache. Es war auch nur ein Ausstoß an Formaten mit sich ständig wiederholenden Inhalten. "Worte, Worte, Worte" um es mit Hamlet zu sagen. Da waren gefühlt Null Informationen, die irgendwie neu wären. Aber weil alle Welt jetzt über UFOs oder UAPs redet, wiederholen sich bestimmte Informationen in Endlosschleifen, wie bei einer Gehirnwäsche.

Das Echo der Zeugen Dann die Menge an Zeugen, die UFOs gesehen haben wollen, mit Aliens in Kontakt standen, Channelings für uns haben. Und so weiter und so fort. Natürlich sind die Aliens mal so oder so. Oder es sind andere Entitäten: Naturgeister zum Beispiel. Das alles findet sich jetzt wie Sand am Meer in bestimmten Formaten. Aber es gibt so gut wie keine nennenswerten Erkenntnisse.

Richard Dolan, der kryptische Prophet Richard Dolan – ich schätze ihn als "eine der größeren Kerzen auf der UFO-Torte" – berichtet: Wir sind alle Teil einer Desinformationskampagne, ob es uns bewusst ist oder nicht. Er schloss aus, dass die Wahrheit jemals ans Licht kommen wird. Die Situation war paradox, war Dolan selber bewusst oder unbewusst ein Teil der Desinformation? Das alte Paradoxon: Wenn der Kreter Epimenides sagt: alle Kreter wären Lügner? Was ist dann Epimenides? Ich hörte dem jahrzehntelangen UFO-Forscher genau zu und kam zu dem deprimierenden Schluss: Alles ist nichts.

Das Framing der "Disclosure" Was kann ich daraus lernen? Ich denke folgendes ist das beste: Lerne die Informationsmuster erkennen, die einem jetzt immer wieder um die Ohren gehauen werden. Einmal der Begriff Non Human Intelligence. Das ist ein anderes Wort für Alien. Was impliziert alleine das Wort? Das alles hat nichts mit uns zu tun. UFOs, Aliens und Co haben nichts mit uns zu tun. Stattdessen: ja richtig! Wir brauchen wieder Experten, die uns die Welt erklären.

Das sind die wesentlichen Punkte der "Informationsoffensive" genannt "Disclosure": Wie sollen "vorbereitet" werden auf Größeres. Natürlich, wie in jedem guten Medienformat: immer am Bildschirm bleiben, dranbleiben. Nicht abschalten. Absolute Abhängigkeit von Experten, die am Ende gebrieft werden, eben Wörter wie Non Human Intelligence zu gebrauchen. So entsteht dann ein Medientrend.

Extrapoliere ich jetzt die Entwicklung in die Zukunft, dann gibt gute Gründe auch diesen Influencern nicht zu glauben, wenn - eines Tages - die "Wahrheit" verkündet werden sollte. Denn die "Wahrheit" wird nichts mit uns zu tun haben, so wie das Framing bereits jetzt läuft. Nebenbei gibt es "die Wahrheit" auch immer nur für sehr einfache Gemüter.

Fazit: Die Entscheidung, umzudenken Also beschloss ich, mich auf die Suche nach einer neuen Erklärung zu machen. Ich kann mein Bauchgefühl nur diffus beschreiben, aber die Annahme von kleinen grünen Männchen, die uns da in Fluggefährten besuchen, macht für mich keinen großen Sinn. Es mag ein moderner Mythos sein, den wir da auf Dinge projizieren, die wir nicht verstehen. Weil wir, wie Kinder, auf die projizierten Dinge fixiert sind. Was ist wie in Platons Höhlengleichnis. Wenn ich lernen könnte das zu sehen, was drumherum um die Dinge ist, über die andere reden, wäre es einfacher die Dinge besser zu begreifen.

Das war der erste Teil einer 3-teiligen UFO-Serie. Zum nächsten Vollmond gibt es den Teil 2: Intelligentes Plasma: Die vergessene Theorie, die UFOs, Geister und Yetis erklären könnte.

Freitag, 3. Oktober 2025

The Story Of The Earth So Far

Bild: Google Gemini

Dies ist der Bericht über eine Free Flow-Aufnahme für die Voyager-Reihe der Hemi-Sync-Bänder, etwa 45 Minuten lang. Der Knaller für mich: kein Resonanz-Turning. Das Resonanz-Turning ist das mal mystisch, mal dunkel klingende Summen am Anfang der Tapes, welches oft als unabdingbar dargestellt wird. Als Anfänger werden wohl viele genau das ganz gerne überspringen. Aber das sieht das Protokoll nicht vor.

Hier war es aber mal anders. Ich war überrascht: Kein Resonanz-Turning. Das ist mir so ins Blut gekommen, dass ich es dann richtig vermisste. Ich bin mir gar nicht so sicher, wo ich das Tape irgendwo auf YouTube runtergeladen habe und es auch wirklich zur Voyager-Serie gehört. Kann sein, dass es ein experimentelles Tape ist. Da habe ich einige von. Die Aufnahme war aber so alt, dass da Robert Monroe persönlich die Sprachspur eingesprochen hatte.

Es war aber in so fern besser: statt dem Summen wurde die Affirmation gesprochen. Das beruhigt mich immer und auch die Aufforderungen Partien seines Gesicht und Halses zu entspannen sind geheime Hypnose Tricks. In unzähligen Selbst-Hypnosen habe ich das ja gelernt. Die Hypnose wird tiefer, wenn folgende Muskel entspannt werden: Mund, Augen, Kehlkopf. In Englisch: soften your face. Und nicht die Wirbelsäule vergessen. Entspannst du diese Muskel bewusst, wird der Trance immer tiefer und tiefer. Man kann das selber steuern.

Ich hatte mir vor der Sitzung ein Thema gewünscht. Ich wollte zurück in die Geschichte der Erde reisen. Wer hatte noch nicht den Wunsch das zu machen? Ich versuchte es.

Ich implodierte in mich selber, zog mich in einem Punkt zusammen und war dann woanders. Farben, Licht, ungeheuer stark. Ich flog durch Landschaften. In einer Energiekugel. Wie eine Seifenblase durch die Luft fliegt und sich in tausend Farben im Licht der Sonne bricht. Alte, dichte Vegetation, das warme Klima, die Farben. Alles war plus-sized. Überwältigend. Ich wollte dann den Wald von innen sehen. Setzte zu einem Sinkflug an und tauchte ein in die Welt der unbekannten Vegetation. Geräusche von Tieren. Niemand beachtete mich. Undercover.

Im Wald auf einer Lichtung sah ich eine Gruppe Individuen Rast machen. Es waren Menschen. Aber irgendwas störte mich. Die Gruppe teilte sich in 2 Gruppen. In die einen und die anderen. Ein mystisches Bild sprang sofort in meinem Kopf: Sklaven & Sklavenhalter. Die Situation war unklar, ob die einen Menschen gezwungen wurden oder freiwillig halfen. Die Arbeiter waren lebensfrohe, muskulöse Gestalten von einem Naturell, wie die, die auch spontan bei einer Autopanne helfen. Die freuten sich an dem Licht und den Farben im Urwald. Und körperliche Arbeit machte ihnen Spaß. Sie genossen die Rast.

Übrigens war ihre Haut dunkel, aber nicht völlig dunkel. Hell wie auch dunkel. Ich dachte an einen Mix. Es gibt den Mythos der Anunnaki, die Menschen mit einer helleren Hautfarbe als Arbeiter geschaffen haben sollen. Homo Sapiens war ursprünglich kollektiv mit dunkler Haut. Ich kürze ab, um nicht zu viel von diesem Mythos zu kolportieren: ich kam mir in diesen Anunnaki-Mythos versetzt vor. Sah ich jetzt wirklich die damalige Realität?

Später notierte ich in mein Hemi-Sync-Logbuch, dass es schwierig ist, Situation in einer Vergangenheit zu begreifen, weil man sie einfach sieht. Stell Dir vor, du siehst Hitler oder sonst einen auf der Toilette. Das ist aber auch schon alles. Reicht das, ein ganzes Narrativ daraus zu spinnen? Ich hoffe, das veranschaulicht die Problematik. Auch wenn man historische Szenen noch mal erleben kann: es ist schwierig sie richtig zuzuordnen. Die Kunst ist zielgenau bestimmte Ereignisse zu sehen. Aber das klappt bei mir nicht so. Aber ich versuche mich zu verbessern.

Also schaute ich mir die andere Gruppe, die von mir vermuteten "Sklavenhalter" an. Sie waren jetzt nicht direkt aggressiv, aber doch deutlich sozial höher gestellt. So wie es schien, arbeiteten die "Arbeiter" freiwillig. Aber das taten Sklaven auf Plantagen auch. Weil es langfristig gesünder für sie war, Enthusiasmus zu zeigen. Also ich konnte das nicht wirklich deuten.

Aber etwas anderes, das mich skeptisch werden ließ: die Gestalten der "Sklavenhalter" waren mental "verhuscht". Ich meine damit, dass ihr Inneres überdreht war mit (fixen) Ideen und unkontrollierten Emotionen. Also "Sklaven": "der edle Wilde" versus "Sklavenhalter", der selber Sklave … sagen wir mal der Whiskeyflasche wurde. Ich habe keine Whiskeyflasche gesehen. Ich muss bloß meinen Eindruck plastisch schildern. Die "Sklavenhalter" waren erheblich heller von der Hautfarbe, unförmiger in der Gestalt, aber größer. Sie konnten auch ihre Gestalt ändern. Ich hatte den Eindruck sie kämen aus "höheren Dimensionen". Also weniger Raumschiffe und fremde Sterne, sondern Kenntnis der … Tja. Was machte ich eigentlich gerade dort? Auch hier fehlten mir Begriffe, Dinge zu erfassen. Deshalb war das visuelle Sehen auch eindrucksvoller.

Mir wurde auch klar, dass es ein Sinnbild war. Würde man einen der "Sklaven" zu einem "Sklavenhalter" machen, würde er sich genau zu dem entwickeln, was einen "Sklavenhalter" ausmacht. Ich sehe heute auch, dass es Chefs und Angestellte gibt. Zum Beispiel. Das soziale Spiel von Macht und Ohnmacht. Ich lernte aus diesem Erleben, wie wichtig es ist, sich nicht selber zum Sklavenhalter zu machen. Denn ihre "Sklaven" waren lebenslustiger als sie selber. Das ist der Fluch an ihrem System.

Ich verließ dann diese Situation. Ließ mich weitertreiben. Mir war klar, dass ich keinen Sinn in die Geschichte bekommen würde. Und so wie sie sich ereignete, war sie auch dann für mich beendet. Also ich hatte keine Möglichkeit mit den Figuren zu agieren. Ich schaute bloß aus meiner Seifenblase nach draußen und war überwältigt. Kann sein, dass in weiteren Trance da mehr "nach oben" kommt. Das ist oft so.

Dann kam der Ozean. Tauchen bis zum Grund. Bubbleblasen um mich. Wie ich das liebe. Dann einen urzeitlichen Ozean mit seinen Bewohnern zu bestaunen. Große Kreaturen. Waren das Dinosaurier? Und dann ging es wieder aufwärts ans Land. Auch dort waren riesige Kreaturen im Wald. Die kleine Seifenblase ist am Ende so weit geflogen ohne zu zerplatzen. Wahnsinn.

Am Ende kam noch das Bild, so wie wir uns einen Außerirdischen vorstellen. Sie scheinen sehr tief mit der Geschichte dieser Erde verbunden zu sein. Aber auch das war nur ein Eindruck von mir. Er schien aber sehr real zu sein. Es war das Abschiedsbild, dann war das Tape auch schon zuende und ich mußte mit meiner Blase zurückkehren. Das hatte auch den Vorteil nicht einzuschlafen und alles vergessen. Das passiert dann.

Auswertung: Ich versuche jetzt auch immer die Qualität der Trance zu bewerten. Sie war tief, die Qualität der Bilder war aber traumhaft. Ich meine damit blass durchsichtig. So war es nicht eindeutig die Hautfarbe der "Sklaven" zu sehen. Sie schimmerten ein wenig durchsichtig. Eben wie ein Traumbild. Ich nenne das gerne Seelenbilder. Die steigen auf und nehmen gerne mystische Formen an, um sich auszudrücken.

Bei anderen Trancen gibt es sehr reale Wahrnehmungen von Stimmen, Farben, Gerüchten. Alles kann plötzlich real sein. Ich erschrecke mich dann immer innerlich und kann damit noch nicht so richtig umgehen.

Hier aber nicht. Ich genoss die Komposition der Bilder und gehe nicht von Fremdenergien aus. Die große Frage ist ja immer: In wie weit ist so ein Erleben echt? Hier aber gehe ich von einem luziden Traum aus. Also ähnlich wie die, die ich selber kenne.

Nur die "Anunnaki" waren plastisch und dadurch verstörend. An der Gruppe der Waldarbeitern hätte ich mich nicht so lange aufgehalten. Da war reine Harmonie. Aber ihre Chefs waren suspekt.

Aber bitte: Alle "Anunnaki", "Sklaven" und "Sklavenhaltern" immer in Anführungsstriche setzen. Am Ende ist es, wie ein gemaltes Bild zu interpretieren. Und ich traf im wuchtigen Wald auf zwei unterschiedliche Gruppen, die zusammen rasteten. Alles andere persönliche Interpretation.

Das Unbewusste nimmt Dinge wahr, wie sie sind. Und reagiert darauf. Egal, ob das bewusste Ich, oder ich mag auch den Begriff des bewussten Seins, das mag oder nicht (->Neurosen-Bildung). Das bewusste Ich tendiert zur Legendenbildung (Narrativ-Bildung), selektiver Wahrnehmung und am Ende zu Zensur und Zwang. Das schöne allumfassende Wort des bewussten Seins kann erfahren werden, wenn das Unbewusste sich mit dem Bewussten verbindet. Dann erfährt man Inhalte das kollektiven Unbewussten. Und genau dazu in Hemi-Sync sehr gut geeignet. Soweit meine Theorie dazu.

Nachbearbeitung

Ich brauchte einige Tage das zu verarbeiten. Aber ich ging mit einem Lächeln durch die Straßen. Warum? Ich fühlte mich an einen Song erinnert, der einen ganzen Sommer vor 13 Jahren mein täglicher Ohrwurm war:

The Story Of The Earth So Far - von Julia Massey & the Five Finger Discount.

Es war die Zeit des New Weird America Stils. Er wurde der Folk Music zugerechnet, und häufig wurden Kinderlieder aufgriffen und mit abgrundtiefen Lyrics verbunden. Auch Freak Folk genannt. Joanna Newsom, CocoRosie waren große Namen. Aber auch viele andere, die ich heute gar nicht mehr weiß. Auch der J-Pop wurde durch Kyary Pamyu Pamyu (Yumeno Hajima Ring Ring) davon inspiriert. Es war auch die große Zeit von AKB48. Ob die Texte beim J-Pop auch so tiefgreifend waren, kann ich natürlich nicht wissen. Aber alles in der Art war gerne sehr verrückt und nahm sich selber nicht zu ernst. Ein schöne Zeit.

Der Song "The Story Of The Earth So Far" beschreibt wie die Erde entstanden sein mag. Naturwissenschaftliche Sicht. Und er macht es mit einem auch kindgerechten Charme. Ich ging durch die Straßen und träumte von großblättrigen Pflanzen, tiefen Wäldern, Ozeanen und dem starken Licht, das sich in einer anderen Atmosphäre dampfend ausbreitete. Das alles ist gar nicht so weit entfernt von uns. Man muss nur wieder lernen richtig zu träumen.

Freitag, 26. September 2025

Zufall - ein moderner Aberglaube

Bild: Google Gemini

Eine aufrüttelnde Überschrift? Ich hoffe, denn ich schreibe heute einen wichtigen Gedanken über den Zufall auf. Zufall ist zu einem lebensanschaulichen Kampfbegriff geworden. Der Esoteriker: nichts ist Zufall. Der Rationale: alles ist Zufall, was nicht meiner Rationalität folgt. Der Verschwörungstheoretiker: Zufall? Ich schreibe in diesem Artikel über die Verwendung des Konzepts Zufalls im Alltag. Vorweg gesagt: werde ich diesen Begriff für einen unglücklich gewählten halten, und statt dessen lieber "Wahrscheinlichkeiten" verwenden. Denn der Zufallsbegriff ist schlichtweg falsch.

Wir beten den Zufall an, um uns vor unserer eigenen Macht zu fürchten.

Warum ist er falsch? Mir fiel es auf, als ich einen Podcast mit einem Gespräch über Zufall hörte. Es wäre jetzt Zufall, wenn ein Würfel zum Beispiel die Zahl 1 anzeigen würde. Zufall, wie wird das Wort hier gebraucht? Es ist sicher nicht Zufall, wenn die Zahl eins gewürfelt werden sollte. Denn das Ergebnis ist in der Konstruktion des Würfels enthalten. Richtig: die Wahrscheinlichkeit ist etwa ein wenig kleiner als 1/6. Also wenn ich den Würfel werfe, ist das auch ein bewusster Akt. Der eine Wahrscheinlichkeit manifestiert. Fiele der Würfel beim Werfen vom Tisch, könnte man das als Zufall sehen. Diese Wahrscheinlichkeit läge aber in der Konstruktion eines Tisches. Das könnte ein gewissenhafter Denker vorher berücksichtigen. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit eine 1 zu werden ein wenig kleiner als 1/6.

Das Gegenteil von Zufall ist nicht Determinismus. Das Gegenteil von Zufall ist Bewusstsein.

Warum ist das überhaupt wichtig? Weil es viele Leute gibt, die in solchen Wahrscheinlichkeiten stecken und dann das Realisieren einer solchen als Zufall abtun. Das kann

a) Ignoranz gegenüber dem Leben ausdrücken. ICh gehe jeden Tag über eine vielbefahrene Straße und eines Tages hatte ich zufällig einen Autounfall. Nein, kein Zufall. Zufall wird ähnlich mit Wörtern gebildet wie Unfall? Kein Zufall. Besser wäre es gewesen Restrisiken ernstzunehmen und die Fußgängerampel zu nehmen. Es passiert mir oft, dass solche Geschehnisse als Zufall abgestempelt werden, -> kein persönliches Entwicklungspotential wird wahrgenommen. Die Vorstellung eines Zufalls ist deterministisch und macht Menschen passiv.

b) Das andere Extrem sein: der Schwarmgeist: Zufall wird zum Schicksal. Es war gewiss kein Zufall heute die Tarotkarte XY gezogen zu haben. Das kann ich zum Reflektieren benutzen oder auch um mich passiv Ahnungen oder Befürchtungen hinzugeben. Denn was sind das für Tage, an denen der Teufel gezogen würde?

Beide extreme Ansichten, die ich aus didaktischen Gründen erwähne. Richtiger scheint es mir zu sein, anzuerkennen, dass wir häufig in Wahrscheinlichkeitsmodellen stecken und sie einfach dadurch akzeptieren, dass wir in die Existenz eines Zufalls glauben. Wann kann annehmen, dass Bomben zufällig auf den Dächern landen, weil Krieg ist. Oder ein anderer wird zufällig auf einer Straße überfahren, weil da eben Straßen sind. Wenn ich jetzt zu dem Punkt komme: das waren bestimmt keine Zufälle, sondern Ergebnisse meiner und auch fremder Handlungen. Willkommen in der Realität. Man sieht, andere Beziehung zur Realität. Massenmedial geprägte Menschen lässt man infantil an Zufälle glauben. Zufall das ein neues Produkt nach ein paar Tagen kaputt gegangen ist. -> Kaufe teurere Produkte und komme nicht dazu zu hinterfragen, warum Produkte produziert werden, die nicht funktionieren können.

Ja der Zufall ist ein Glaube, des Menschen, der Dinge nicht bis zu ihren Ende denken mag. Ehrlicherweise: es gibt auch oft kein Ende von Kausalitätsketten. Das ist das Beeindruckende. Der Mensch musste den Zufall schaffen, um juristisch stabile Systeme zu schaffen. Ich schädigte einen Menschen im Straßenverkehr. OK Strafe muss sein, aber ich tat es nicht absichtlich. Hatte einen schlechten Tag. Damit lebt man besser, als der Einsicht, dass man mit der Bereitschaft ein Auto zu fahren, den Schaden anderer und sich selbst billigend in Kauf gezogen hat. Als Wahrscheinlichkeit. Juristisch brauchen wir den Zufall, um die Illusion aufrechtzuerhalten, dass unsere Risiken ohne unsere Zustimmung geschehen.

Jetzt geht es nicht darum, die Gesellschaft mit ihren illusionären Vereinfachungen in Form des Zufallsglauben zu verdammen. Bashing nein Danke. Aber das traurige ist doch, dass durch solche Gedanken die persönliche Entwicklung des Menschen selber gehemmt wird. Macht sich einer die langen Kausalitätsketten erst einmal klar: Unser Würfel wurde schon von den Römern genutzt. Also sie legten den ersten Grund auch diesen Artikels. Oder gab es schon Würfel vor der Römerzeit? Ja in der Geometrie ist der Würfel seit "Anbeginn der Zeit" kodiert. Jetzt wird es mega: kann auch ein Würfel ohne Zeit existieren? Raum braucht er? Aber brauchen Ideen Raum? Sie wollen Raum. - Das mag jetzt ein "verschrobenes" Denken eines Außenseiters sein. Aber es macht glücklich und vorsichtig die Straße zu überqueren. Und es öffnet den gedanklichen Raum wegen der Unendlichkeit der Kausalitätskette der Unendlichkeit selber. Der Schöpfer küsst dich in diesem Moment gedanklich. Es ist Meditation. - Das Denken stößt hier an die Grenze des rational Beweisbaren und wird zur philosophischen Glaubensfrage. Aber der Standpunkt, den ein jeder einnimmt, wird ein bewusster Standpunkt sein, kein unbewusster mehr. Denken wird zu Bewußtsein.

Die unendliche Kausalkette ist der längste Pfad zur Freiheit. Wer ihn zu Ende denkt, findet sich selbst als ihr Anfang wieder.

Tarot: kein Zufall. Ein System mit 78 Wahrscheinlichkeiten, die das Leben sehr komplett abdecken können. Man beschäftigt sich mit anderen Wahrscheinlichkeiten eines Systems (die Frage) und baut sich dadurch ein stabileres Leben. Man wird ruhiger. Der Teufel gehört dazu. Aber kann auch der Teufel nicht nur nach festen Regeln sich entfalten? Der Teufel steht jetzt für das Schlechte, was wir selbst als nichtidentisch mit uns selbst wahrnehmen wollen. Hier die Regeln zu wissen, ist ein großer Vorteil.

Der Zufall ist tot. Es lebe die gestaltbare Wahrscheinlichkeit.

Willkommen in der Realität – einer Welt, die nicht von blindem Zufall regiert wird, sondern von erkennbaren Mustern und beeinflussbaren Möglichkeiten. Was wir Zufall nennen, ist oft nur die Summe aller unerkannten Variablen. Wenn wir beginnen, Wahrscheinlichkeiten zu verstehen statt uns mit Zufällen zu begnügen, gewinnen wir nicht nur Erkenntnis, sondern auch Handlungsmacht zurück.

Die Schönheit dieses Ansatzes liegt in seiner aktivierenden Kraft: Plötzlich wird das Leben zu einem Feld voller bewusster Wahlmöglichkeiten. Tarot wird dabei zum Trainingsgelände – ein Spiegel, der uns die Wahrscheinlichkeiten zeigt, die in uns und unseren Situationen schlummern. Es geht nicht um Vorhersage, sondern um Vorbereitung. Nicht um Schicksal, sondern um Bewusstsein.

Fazit: Vielleicht ist die größte Illusion nicht der Zufall, sondern die Annahme, wir könnten nicht mit den Kräften des Lebens in Dialog treten. Die Wirklichkeit wartet darauf, von uns nicht erlitten, sondern gestaltet zu werden.

Die Wildente

Bild: Google Gemini Gestern ließ sie Essen für 100k kommen. Für sich. Mein Sohn wollte einem Jungen auf der Straße Geld geben. Fünfta...