Freitag, 13. September 2024

Tee und Blogging

  • Tee: Es gibt tausend Arten Tee zu trinken. Und am liebsten tue ich es beim Artikelschreiben. Wusstest du, dass der Begriff Tee sich nur auf Getränke bezieht, die aus dem Teestrauch gewonnen worden? Also, dass der Kräutertee eigentlich kein Tee ist, sondern ein teeähnliches Aufgussgetränk? Ich wusste das nicht, und kam mir aus der Zeit gefallen vor. Mal wieder. Sprach doch die Oma immer vom Hagebuttentee?

  • Tee: Ich habe jetzt Zuckerrohrsirup ausprobiert. Nicht unbedingt zum Süßen des Tees, sondern um seine Farbe zu verändern. Ich schreibe jetzt über richtigen, schwarzen Tee. Ich habe ausschließlich nur Assamsorten. Den Tee habe ich doppelt stark aufgebrüht und pro großer Tasse einen Teelöffel Zuckerrohrsirup beigemischt. Der Effekt ist, dass der Tee so pechschwarz wie Kaffee aussieht. Also ich sehe optisch keinen Unterschied mehr zum Kaffee. Geschmacklich schmecke ich da eine herzhafte Malznote heraus. Also ein kräftiger Tee, ideal um in den Tag zu starten. Also das habe ich als überraschend empfunden und möchte es hier teilen. Den Sirup natürlich naturbelassen. Es sollen auch gesunde Sachen wie Mineralien und Vitamine in dem Zuckerrohrsirup sein. Bei Gelegenheit einfach ausprobieren. Geht es dir wie mir, dass du keinen Tee oder Kaffee aus schwarzen Tassen trinken magst, sondern weiße bevorzugst? Ich finde den Farbkontrast sehr schön beim trinken.

  • Blogging: auch hier hat sich etwas getan. Ich bin ein Liebhaber der Minimalistik. Deshalb habe ich alle Neuerungen auf dieselbe Seite gepackt wie das "Blogprofil". In den meisten Fällen sollte das rechts zu finden sein. Unter "Über". Da also drauf klicken. Du findest da eine Email, um mir etwas schreiben zu können. Mein Ziel ist es eine Email-Liste anzubieten, in der man über Neuveröffentlichungen auf dem Blog informiert wird. Da taste ich mich erst mal Schritt für Schritt ran. Ich fuchse mich erst noch in den Emailklienten "Thunderbird" ein. Aber eine Email zu haben, ist schon ein erster Schritt.

  • Blogging: in dem "Blogprofil" findest du jetzt auch eine Liste an aktualisierten Blogartikeln. Das heißt, wenn du da öfters vorbeischaust, dann kannst du die Artikel verfolgen, in denen sich inhaltlich etwas verändert hat. Einmal werde ich natürlich die Artikel soweit pflegen, dass inhaltliche Fehler korrigiert werden. Hier bitte eine Email, wenn dir etwas auffällt. Zum anderen möchte ich die Artikel auch ausbauen. Das heißt, wenn mir zum Beispiel mehr zu dem Thema "Tunnels&Trolls" einfällt, dann poste ich das auf derselben Seite. Das hat zum Effekt, dass die Seite über die Zeit thematisch wertvoller werden und du dir das hin und her Klicken sparst.

  • Blogging: mich macht es immer noch sehr viel Spaß etwas zu schreiben. Hat auch etwas damit zu tun, dass ich schon fast ein Jahr den Editor Emacs benutze. Das macht mich kreativer und ich liebe es die Hände elegant über die Tastatur gleiten zu lassen und aus Buchstaben Worte, aus Wörtern Sätze und aus Sätzen Artikel entstehen zu lassen. Aber: ein bisschen ist das Thema Tee für mich wie für andere die Katzenbilder. Da geht immer etwas zu schreiben. Wenn du Themenvorschläge oder Fragen hast, aus denen sich mehr ergeben kann, dann bitte auch per Email an mich. Ansonsten auch dir viel Spaß beim Teetrinken.

  • Freitag, 6. September 2024

    Die Lester Love Meditation

    Dankbarkeit war immer wieder hier im Blog ein Thema. Dankbarkeit funktioniert so, dass wir, wenn wir Dankbarkeit fühlen, uns auch zunehmend positiver im Leben verhalten. Wie funktioniert das? Die Mehrzahl der Menschen denkt genau andersherum: "mir muss etwas Tolles passieren, damit ich dankbar sein kann." Denkst du so herum, dann wirst du automatisch abhängig von Äußerlichkeiten und die Chancen steigen, dadurch zunehmend vom Leben frustriert zu werden. Der Fehler liegt in der Erwartungshaltung. Viele machen sehr vieles, wenn nicht gar alles, in der Erwartung glücklich zu werden. Du wirst aber nicht glücklich werden, sondern du kannst dich nur dazu entscheiden glücklich zu sein. Da lohnt es sich, darüber zu meditieren. Da kannst du sehr viel entdecken, was in der Motivation vieler schon im Ansatz völlig falsch verankert worden ist. Stichwort hier auch Werbung, die westliche Menschen oft unbewusst prägt. Werbung schleicht sich in so einer Gesellschaft überall ein und wirkt als heimlicher Verführer: "Natürlich kannst du nicht einfach so glücklich sein. Du brauchst die Hautcreme, das Bier, Auto, Smartphone und so weiter." Wenn du aufmerksam bist, wirst du entdecken, dass dieses Denken auch in der Politik angekommen ist: du musst so und so sein, genau so denken, das gut finden, um dich zugehörig zu fühlen. Dann bist du glücklich! Wirklich? Nein, - so funktioniert das Gehirn und die menschliche Psyche nicht. Das ist der Grund, warum viele eben nicht glücklich sind. Sie sind beschäftigt damit, es zu werden. Hier auch exemplarisch die schöne Geschichte vom "Fischer und seiner Frau" 1, die zeigt, dass wenn Glück an Äußerlichkeiten hängt, der Hunger nach Glück niemals erfüllt werden will. Der Hunger nach Glück wäre dann Gier. Eine völlig andere Emotion.

    Aus diesem Grund lohnt sich das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs. Durch das tägliche Aufschreiben von mindestens drei Dingen, über die du dankbar bist, entwickelst du einen anderen Filter im Kopf, durch den du das Leben wahrnimmst. Durch die tägliche Routine, wird es zur Gewohnheit, Dinge positiver zu sehen und wenn sie negativ sein sollen, anders mit ihnen umzugehen. Das Jammern und Klagen ist wie ein emotionaler Kurzschluß im Kopf. Wahrnehmen und Jammern, dann wieder von vorne. Ein Kreislauf, der nur selten von Handlungen unterbrochen wird, um das Leben zu verbessern. Ich sage eben nicht, dass du dein Leben einfach nur gutfinden sollst. Fühlst du dich in negativen Dynamiken gefangen, dann ist der erste Schritt eine positive Grundhaltung in dir selber aufzubauen. Und dann die Dinge aus dieser Grundhaltung heraus zu bewältigen. Tag für Tag.

    "Ist es nicht wundervoll?“ - Diese Affirmation habe ich als besonders wirkungsvoll sein Leben positiv zu verändern in Videos auf Youtube aufgeschnappt. Es wird so gemacht, dass du in jeder Situation im Alltag, wenn du dich gestresst oder fertig fühlst, du die Autosuggestion "Ist es nicht wundervoll?" leise oder still zu dir selber sagst. Also genau in diesen WTF-Momenten. Dadurch unterbrichst du den emotionalen Kurzschluss, den Kreislauf der Relexe im Kopf, der dich hilflos und ausgeliefert fühlen läßt. Du gewinnst Distanz und denkst darüber nach, was so wundervoll sein kann, gerade an doofen Situationen? So erwirbst du Weisheit das positive gerade im Negativen zu sehen zu können. Begreifst du da die Zusammenhänge, dann wirst du durch Verhaltensänderungen solche Situationen anders angehen. Hört sich theoretisch an? Einfach ausprobieren. Nach ein paar Wochen, wirst du das Leben, und es dich, völlig anders sehen. Garantiert positiv.

    Dankbarkeitstagebuch und die "Ist es nicht wundervoll?"-Affirmation habe ich selber als Livehacks ausprobiert. Livehacks sind simple technische oder psychologische Kniffs, die ohne viel Mühe große Resultate erzielen. Komme ich nun aber zu etwas, was ich selber noch ausprobieren will. Um das alles noch zu toppen: die "Lester Love" Methode.

    Lester Levinson war ein moderner, spiritueller Meister in den USA, der 1994 verstarb. Sein Weg zur Spiritualität begann als 42-Jähriger, als ein Arzt ihm eine schlimme Diagnose über sein Herz mitteilte: er wäre unheilbar krank, sollte nach Hause gehen, gar nichts mehr machen und sterben. Das war sehr niederschlagend für Lester. Er wußte nicht, was er nun machen sollte? In dieser schlimmen Situation entwickelte er seine "Lester Love" Methode. Es ist eine Form der Meditation bei der du damit anfängst jeden Menschen auf eine Liste zu schreiben, den du in irgendeiner Form im Leben geliebt hast. Nicht nur die ganz große Liebe (die vielleicht Lesters Herz gebrochen hatte), sondern alle Menschen, bei denen Du das Gefühl der Liebe empfunden hast. Auf einer Liste. Fein säuberlich. Dann klapperst Du die Liste chronologisch ab und versetzt Dich in die Situation, die Gefühle von damals mit diesem Menschen. Das ist alles. Dann kommt der nächste. Chronologie ist frei wählbar. Die "Lester Love" Methode wendest du ideal an, wenn du sie täglich eine Stunde anwendest. Eine reine Liebesmeditation. Andere, traditionelle Meditationen sind übrigens ähnlich lang. Natürlich hat die Geschichte ein Happy End. Als Lester seine Liebesmeditation entdeckte, verbesserten sich auch seine Symptome. Er heilte völlig von seiner Herzerkrankung und wurde weitere 40 Jahre alt. Wie gesagt, wurde er dann spiritueller Meister, schrieb Bücher und nannte seine Methode, die er von dann an lehrte: "Sedona Methode". Eine schöne Geschichte. Motiviert mich, es auch auszuprobieren.

    Die "Lester Love" Methode beschreibt Jonathan Robinson in seinem Buch "The Enlightenment Project" von 2022. 2 In diesem Buch beschäftigt sich Robinson mit den Dingen, die alle erleuchteten Menschen gemeinsam haben. Er besuchte eine Menge von diesen Menschen und verbrachte Zeit mit ihnen. Unter anderem den Dalai Lama, Mutter Theresa und viele andere mehr. Was diese Menschen gemeinsam haben, das faszinierte ihn so sehr, dass er dieses Buch schrieb. In dem Buch stellt er etliche Livehacks vor, die jeden Menschen in die Lage versetzen, erleuchtet oder glücklich zu sein. Frieden gefunden zu haben. Wie immer du es sagen willst? Es gibt eigentlich keine treffende Bezeichnung dafür. Natürlich probierte Robinson die "Lester Love" Methode selber aus. Er beschreibt, wie er mittels EEG untersucht worden ist. Während der Untersuchung führte er die "Lester Love" Methode aus und das EEG zeigte hohe Werte an Gamma-Wellen. So hoch, dass die Untersuchungsleiterin erschrack: so etwas hatte sie bei Menschen aus den USA noch nie gesehen. Buddhistische Mönche sollen ähnlich aktive Gamma Wellen bei ihren Meditationen erziehlen. Er war ein Rätsel für diese Frau.

    Das erregt natürlich meine Neugierde. Robinson erklärt, dass die "Lester Love" Methode eine Form der emotionalen Meditation sei. Es gibt etliche Auffassungen über Meditation. Laut ihm ist es ratsam, eine Meditationsart zu wählen, die einem zunächst widerstrebt. Also in diesem Fall, führst Du eine emotionale Meditation aus, wenn Du emotionale Blockaden hast. Es gibt auch Bewegungsmeditationen. Um sich besser in seinem Körper wahrnehmen zu können. Also ein weites Feld neue Erfahrungen zu sammeln. Robinsons Buch ist auf jeden Fall sehr interessant. Wenn du Lust hast, ihn persönlich zu hören, kannst du das in dem Next Level Soul Podcast von Alex Ferrari tun. Da bin ich auf ihn und seine Arbeit gestoßen.

    Praktisch werde ich mir eine Liste von geliebten Personen anfertigen. Das werden eine Menge mehr werden, als ich mir das jetzt so vorstelle. Das ist auch der Reiz, wie am Ende die Liste aussehen wird, ob sie jemals fertig wird? Dann verbinde ich das am besten mit Atemübungen. Sonst komme ich mit der Zeit nicht klar. Also ich mache zwei Sachen in einem: Pranayama und Affirmationen, bzw emotionale Rückerinnerung. Das ist der Plan. Da ich diesen schönen Blog habe, kann ich später einen Artikel darüber schreiben, wie es war. Klingt nach einem Plan.

    1 Vom Fischer und seiner Frau, niederdeutsches Märchen, von den Gebrüdern Grimm festgehalten.

    2 Jonathan Robinson "The Elightenment Project", 2022

    Donnerstag, 29. August 2024

    Tarot, Lenormand, Skat - Was ist das beste?

    Für einen richtigen Okkultisten gehört Tarot heutezutage mit dazu. Tarot transportiert "die New Age Lehre" in einer handlichen Form und überrascht die Suchenden mit seiner tiefen Weisheit. Ja, - so könnte ein Artikel über das Tarot anfangen. Aber ich will keine New Age Reiseführer schreiben. Ich will heute meine Geschichte erzählen. Sie ist !!warnings!! unspektakulär - hat aber auch nichts mit dem gewöhnlichen Skatspielen zu tun.

    Meine Mutter hatte ein Tarotdeck. Wie viele Mütter zu jener Zeit. Aber es interessierte mich nicht sonderlich, und es zog mich Abends fort. Das Leben auf eigene Faust zu erkunden. In einer Kneipe, hatte ich den ersten wirklichen Kontakt zu Wahrsagen mit Karten, der mir in Erinnerung geblieben ist. Auf einmal war da Trubel. Am anderen Ende der Kneipe schrien Frauen laut, in einem aggressiven Ton: "Du hast genug Geld für Deine Frau! Da, ich sehe es!!" Ich schaute zu einem Tisch und sah zwei Frauen, die Karten auf einen Tisch legten und energisch auf eine spezielle Karte zeigten. Einige Männer standen auch dort, waren aber still. Nur einer von ihnen hatte einen hochroten Kopf, und er lief schnell an mir vorrüber und verließ die Kneipe. "Er hat Geld. Er gibt es ihr aber nicht." So erläuterte die Frau den Umstand. Sie war immer noch außer Atem. Ich sah auf dem Tisch Skatkarten liegen. Ich schaute die Frauen an und dachte bei mir, das wären bestimmt Hexen. Da die Atmosphäre nicht sympathisch war, verließ ich die Szenerie auch rasch. Mir selbst die Karten legen zu lassen, traute ich mich nicht. Aber in der Tat wurden in der "guten, alten Zeit", in die ich hineingeboren wurde und hinauswuchs, Skatkarten für die Wahrsagerei benutzt. Die Szene vergaß ich nicht. Später, sehr viel später, bekam ich dann ein Buch einer Frau über die Kunst des Kartenlegens mit Skatkarten ^1 in die Hand. Da die Frau in meiner Heimatstadt lebte und ich diese Szene in der Kneipe noch vor Augen hatte, las ich das Buch. Vielleicht war sie ja eine der "Hexen" von damals gewesen? Vielleicht lebt sie heute immer noch?

    Also das Buch lehrte die ersten Schritte. Nicht nur das. Das Buch zeigt die vollständige Kunst des Wahrsagens mit Skatkarten. Es ist ein gutes Buch. Für mich waren es die ersten Schritte. Dann fertigte ich aus einem anderen Skatdeck Lenormandkarten. Das geht sehr gut. Nur mit einem Edding schrieb ich die Nummer und den Namen des Symbols auf jede Karte. Und so hatte ich auch ein Lenormanddeck. Das habe ich bis heute.

    Jahre später starb meine Mutter, und ich suchte ihr Tarot in ihrem Nachlaß. Fand es aber nicht. So kaufte ich eines. In Erinnerung an sie. Ein Rider-Waite-Smith Tarotdeck. Ganz klassisch. Ich lernte die Tarotkarten, um noch einmal mit ihr, wo sie jetzt war, Karten zu legen. Tarotkarten sind etwas sehr romantisches. Im Grunde war das auch meine Geschichte. Unspektakulär.

    Ich habe hier das Stichwort "Kismet - Vorsehung" stehen. Ich mache oft Stichwörter zu Themen und schreibe dann später Blogbeiträge. Ich denke, es ist "Kismet" sich mit solchen Dingen zu beschäftigen. "Kismet" ist Vorsehung und "Arcanum" ist ein Geheimnis. Heute lege ich ab und an persönlichen Freunden Karten. In einer entspannten und optimistischen Atmosphäre. Es wird viel gelacht und genau in so einer Atmosphäre kann dann auch alles angesprochen werden. Ich denke Karten können alles in einem als Frage ansprechen. Unvermittelt. Und da passen sie auch in ein rationales Weltbild. Siehst Du die Welt um Dich zu rational? Entstehen daraus Probleme? Könnte eine andere Sicht die Welt um Dich entspannen? Die Karten sind Träger einer Weisheit, die älter als wir alle sind. Warum also das nicht einmal zur Kenntnis nehmen? Bevor die Menschen Bücher schrieben, schufen sie Wahrsage-Systeme. Mit einfachen Mitteln und Symbolen: IGing, Runen, Zahlen, Kaffeesatz. Alles geht.

    Sprechen Dich solche Wahrsage-Systeme an, dann ist es heute einfacher denn je, sich mit ihnen vertraut zu machen. Ich vergleiche es gerne mit einer Reise in das bildhafte Unbewusste. Sich darauf einzulassen, etwas spezielles in dem Rufe des Rabens zuzulassen, der von den Bäumen abseits des Hauses krächzt. Es ist wie bei einem Künstler, der sein Leben als Wahrnehmung auf eine Leinwand malt. Schatten werden zu Buchstaben einer Schrift, die uns tief im Inneren berührt.

    Natürlich sollte wir uns vor Aberglauben hüten. Gerade die Tarotkarten haben oft auch eine dunkle Aura. Da gibt es den Teufel, Tod. Auch der Turm wirkt verzweifelt düster. Der Gehängte? Komische magische Symbole? Gerade das Rider-Waite-Smith Tarotdeck ist voll damit. Es wurde ja auch von einem Okkultisten und Freimaurer ersonnen. Ist es wirklich spirituell förderlich, sich mit solchen Systemen zu befassen? Ein Aleister Crowley hatte sich sein ganz eigenes Tarotdeck erschaffen. Also sehr zweifelhafter Mensch. Ich erkannte, es kommt darauf an, etwas eigenes zu erschaffen. Gerade das Tarot wirkt oft düsterer, als es sein muß. Ist vielleicht auch ein Trend der Zeit. Aber es gibt sehr sehr viele Tarot Decks. Mittlerweile benutze ich bevorzugt das "Tarot in Wonderland" Deck. ^2 Wunderschöne Motive aus "Alice im Wunderland" ohne abstrakte Zeichen. Du deutest einfach die Motive und wirst merken, dass sich die Art des Tarots erheblich von der Art des normalen Tarots unterscheidet.

    Im Grunde gibt es zwei Arten des Tarotkarten-Lesens. Einmal "Fortune Telling", dann "Story Telling". Erstere will dir die Zukunft vorhersagen. Zweitere will vor allem eine Geschichte erzählen, die dich packt und etwas vermitteln will, was keiner vorher ahnte. Der Aha-Effekt. Es sind zwei unterschiedliche Konzepte von einmal düstere, mystische Symbole zu deuten mit einem Anspruch "die Karten würden niemals lügen". Also sich selber und andere damit unter Druck zu setzen. Vielleicht auch zu manipulieren. Zum anderen ein Konzept einfach Fragen zuzulassen. Sich der Welt zu öffnen. Sie aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Das ist "Story Telling", also Geschichtenerzählen. Das andere ist "Fortune Telling", also Weissagungen und Wahrsagerei. Es geht hier um die Philosphie dahinter, warum sich jemand mit Kartenlegungen beschäftigt.

    Wenn du bis hierhin gelesen hast, hast du dir einen Bonus verdient: Einen kostenlosen Tarot-Videokurs. Nicht von mir. Aber von einem Contentersteller ^2, den ich sehr schätze und der mir das mit dem "Story Telling" sehr genau erklärt hat. Von ihm hab ich auch den Tip mit dem "Tarot in Wonderland" Deck bekommen. Der Kurs ist in Englisch. Du solltest aber nach ein paar Stunden gut mit den Karten umgehen können. Eine gesunde Basis bekommen. Wenn es Dir Spaß macht, dann kannst du dir dicke Bücher dazu suchen und tiefer in die Welt der Karten einsteigen. Ich denke, dass ist der schnellste und motivierenste Weg Tarotkartenlesen zu lernen.

    Vor dem Tarot habe ich mich mit dem Lenormand beschäftigt. Das ist ein völlig anderes System. Es kommt ohne Mystik aus und gibt dir einen überschaubaren Satz von Alltagssymbolen: Blumen, Reiter, Klee, Hund und so weiter. Alle diese Symbole sprechen direkt zu dir. Denkst du dir, dass das vielleicht zu einfach sein sollte, lass dir sagen: "So ist es nicht". Denn jedes Symbol wird mit (mindestens) einem anderen Symbol kombiniert und es kommen so sehr viel mehr Kombinationen heraus als Tarotkarten gibt. Das Lenormand spricht in Wörtern oder Bildern, die Sätze bilden, zu dir. Daher ist es sehr direkt und bezieht sich auf den Alltag. Weniger mystisch, mehr praktisch. Das macht es faszinierend und ich benutze das Lenormand daher lieber und öfter als das Tarot. Gelernt habe ich Lenormand über das Internet. Ich habe zu allen Karten mir Notizen gemacht, etliche Tutorials mir angeschaut. Es ist wirklich mehr praktisch als mystisch und vielleicht deshalb gibt es auch weniger Standardbücher von besonderen Koryphäen zu diesem Thema? Aber wenn du suchst, findest du.

    Eine besondere Tarot-Koryphäe möchte ich noch besprechen: Benebell Wen, eine Sino-Amerikanerin, die zu dem Thema Tarot ^4 und IGing ^5 umfangreiche Werke geschrieben hat, die als Standardbücher zu diesen Themen akzeptiert worden sind. Ihr drittes Werk über daoistische Magie und Talismane ^6 habe ich selber noch nicht gelesen. Ich finde aber ihre Themen, die sie umfangreich zu besprechen weiß, allesamt sehr interessant. Empfehlenswert ist auch ihr YouTubekanal ^7. Faszinierend finde ich ihre Art zu schreiben. Zur Zeit gibt es noch keine deutschen Übersetzungen ihrer Bücher. Aber verglichen mit anderen Tarot-Werken, die sehr einfaches Englisch bevorzugen, finde ich bei jedem Lesen ihrer Bücher etliche neue englische Wörter. Lesen lohnt sich so doppelt und es spiegelt auch den Anspruch wieder, mit dem sie sich ihrer Themen widmen möchte. Ihr Schaffen bildet eine schöne Brücke zwischen Abend- und Morgenland. Drache und Tiger tanzen harmonisch ihren kosmischen Tanz.

    Ich hoffe, das war ein würdiger Artikel die Tarot-Reihe auf meinem Blog zu eröffnen. Allen Lesern bis hierhin vielen Dank. Updates und neue Artikel folgen. Achso: Antwort auf die Überschrift, "Tarot, Lenormand oder Skatblatt - welches System eignet sich am besten zur Wahrsagerei oder philosophischen Schwärmerei?" ist: es liegt an dir.

    ^1 "Skatkarten legen und deuten" von Romana Hanczewski-Kuntz

    ^2 Youtubekanal von TarotOracle: https://www.youtube.com/@TarotOracleOriginal

    ^3 "Tarot in Wonderland" Tarotkartendeck von Barbara Moore

    ^4 "Holistic Tarot" von Benebell Wen

    ^5 "I Ching, the Oracle" von Benebell Wen

    ^6 "The Tao of Craft" von Benebell Wen

    ^7 Youtubekanal von Benebell Wen: https://www.youtube.com/@BenebellWen

    Sonntag, 18. August 2024

    Danke an alle Leser!

    Heute ist ein besonderer Tag. Ich habe eben mit den Suchbegriffen "Blog" und "Mahamind" zum ersten Mal diesen interessanten Blog über die Suchmaschine "DuckDuckGo" gefunden und aufgerufen. Das heißt, dass meine Artikel jetzt bei Google indiziert sein müssten. Das ist ein Meilenstein für mich und eine schöne Gelegenheit, allen Mitlesern Danke zu sagen. Den ersten Beitrag mit "Hallo Welt" habe ich am 15. März 2024 geschrieben. Es hat also gut ein halbes Jahr gebraucht. Alles ist nicht mehr so einfach. Aber immerhin: Es ist möglich, mit einer kostenlosen Subdomain noch bei Suchmaschinen indiziert zu werden. Ehrlich gesagt, hatte ich es innerlich schon beinahe aufgegeben.

    Wie geht es weiter? Kurzform: Schreiben, schreiben, schreiben. Die Grundidee des Blogs war, meine Aktivitäten auf sozialen Medien weitgehend einzustellen, weil ich das als Zeitfresser erkannt habe. Dann hatte ich plötzlich so viel mehr freie Zeit, und die Idee, einen Teil dieser Zeit in etwas Produktives einfließen zu lassen, hat dann den Blog Mahamind entstehen lassen. Ich wollte das schaffen, was ich selber im Internet immer gesucht habe: eine stille Ecke mit wöchentlichem Content (also nicht so viel) und inspirierenden Texten, die Dinge mal anders sehen und anpacken. Keine Ablenkungen. Deshalb keine Bilder und Kommentare. Einfach nur Text. Mir schwebte ein lebendiger Magazinstil der Artikel vor, also gut geschrieben und verführerisch, sich auf Dinge einzulassen, die vorher nicht abzusehen waren. Besonders viel Spaß haben mir dabei die Artikel über meine Lieblingstees gemacht. Das Ganze sollte als Internetseite schnell zu laden sein, also kein Schnickschnack mit Javascript. Eleganz im Schreibstil und stilvolle Bescheidenheit im Webdesign. Ich hoffe, das ist mir im Großen und Ganzen gelungen.

    E-Mail-Liste - Mein direkter nächster Schritt ist das Installieren einer Kommunikationsmöglichkeit mit meinen Lesern. Die Kommentare will ich nicht freischalten, weil es A) Leute anzieht, die Werbung für ihre Sachen machen wollen, und B) Leute ermuntert, "Blog in Blog" Veröffentlichungen zu verbreiten, "Social Media Warriors", - vor denen ich ja gerade im Frühjahr geflohen bin. Ich denke, die will ich in den großen sozialen Medien zurücklassen. Freiheit. Das wünsche ich mir für mich und meine Zukunft. Ich will Artikel schreiben und damit fertig sein. Dann mein Leben genießen. Und genau dieses Gefühl an die Leser weitergeben. Ich kann pro Woche vielleicht noch 30 Minuten E-Mails beantworten. Oder eben die E-Mail-Liste nutzen. Aber das ist auch nicht so einfach. Ich habe mich bei verschiedenen Anbietern umgeschaut. Es ist nie so, wie ich es mir genau vorgestellt habe.

    Ich habe mir deshalb schon mal den Mozilla Thunderbird E-Mail-Client installiert. Ich kann damit E-Mail-Listen erstellen, aber auch individuell auf E-Mails antworten. Genau das ist es ja. Aber es ist eben kein richtiger Mailserver, der sofort auf Anfragen antworten kann. Dafür bin ich jedoch weitgehend unabhängig von Anbietern und ihren Vorstellungen. Ich fand es irgendwie lustig, dass das Prüfen von kommerziellen Angeboten für E-Mail-Listen viel mehr Zeit verschlang als das Schreiben von Artikeln. Sie wollen einen immer verrückt machen. - Also das will ich demnächst starten.

    Artikel aktualisieren - Dafür will ich eine zentrale "Was gibt es Neues?" Seite einrichten. Dort kann ich Aktualisierungen bekannt geben, was es leichter macht, sie nicht zu übersehen. Es gibt auch RSS-Reader, mit denen du den Blog abonnieren kannst. Da sollten frisch aktualisierte Artikel dann erneut gelistet werden. Praktisch.

    Fiktionale Texte - Da mein Thema im Grunde das kreative Schreiben ist, liegen fiktionale Texte greifbar in der Luft. Ich habe da auch einen Ordner mit einem mysteriösen Projekt. Aber darüber mehr, wenn es so weit sein sollte. Ich will mir selber keinen Erwartungsdruck aufbauen.

    Englischer Schwesterblog - mit hauptsächlich Übersetzungen der Artikel ins Englische. Hier gibt es zumindest schon mal den Blog.

    Soweit erst einmal Hintergrundinformationen über diesen Blog. Wirklich vielen Dank für das Mitlesen, und vielleicht lesen wir uns später wieder. Danke.

    Die Wildente

    Bild: Google Gemini Gestern ließ sie Essen für 100k kommen. Für sich. Mein Sohn wollte einem Jungen auf der Straße Geld geben. Fünfta...