Freitag, 31. Oktober 2025

Was will dieser Blog?

Bild: Google Gemini

Der Blog Mahamind ist schon etwa eineinhalb Jahre alt. Zeit ein kurzes Brainstorming zu machen:

Was will dieser Blog? Wohin will er?

Meine spontanen Antworten:

  • Er will werden - nicht sein.
  • Ein sich entwickelnder Geist
  • Ein öffentlicher Denkprozess
  • Ein Experiment in Bewusstseins-Evolution

Die Idee ist schlicht und einfach, regelmäßig zu schreiben. Den Ratschlag liest man überall, wenn man danach sucht: Ich möchte Schriftsteller werden, weiß aber nicht, wie ich das anfangen soll? Die Lösung ist einfach: Fange einfach an. Irgendwie. Aber regelmäßig.

Ich habe deshalb mir vorgenommen, immer Freitags etwas zu veröffentlichen. Das erlebe ich in mir, wie das regelmäßige Wässern eines kleinen Keimlings. Oder das Malen mit Wörtern in einem Kunstatelie. Und der Baum fruchtet und er wächst! Ich habe jetzt sogar ein Vollmond-Spezial hinzugefügt.

Ich lerne so auch Zeitmanagement: Das alles irgendwie unter zu bekommen, und mir eine nette Schreibstunde in der Woche zu organisieren, in der ich in die Tiefen meines Erlebens eintauchen kann. Viele Sachen entdecke ich so erst. Und ich finde es wunderbar.

Das Ganze will kreatives Schreiben sein.

Am Anfang versuchte ich Copy-Writing, oder ich legte noch Wert auf eine SEO-Optimierung, bis ich merkte, dass dieses Korsett den Text nicht atmen ließ. Das Internet war voll von diesen Texten: "5 Punkte und hascht du …" Dann wurde ich depressiv darüber, dass Schreiben als Ausdruck der Menschheit wohl verloren gehen wird. Aber natürlich hängt das Leben davon ab, was ein jeder selbst daraus macht. Also Ärmel hoch gekrämpelt und in die Tasten gehauen.

Jetzt beschäftige ich mich stark mit dem literarischen Bewusstseinsstrom -> Stream of Consciousness. Das ist ein mehr poetisches Schreiben, das Leser mitnehmen will und Denkrahmen verändern will. Virginia Woolf habe ich da als leuchtenden Vorbild. Nicht alles von ihr. Aber sie hat große Momente. Habe mich deshalb wagemutig daran gesetzt das Buch "Die Glasglocke" von Sylvia Plath zu lesen. Wer das Buch kennt: das bedeutet Einsatz für die Sache. Das wird sicher auch noch ein Artikel. Eine Rezension. Eine ungewöhnliche.

Ein anderer Ast des Baumes Mahamind ist das Thema Hemi-Sync, mittlerweile habe ich schon über 300 Sitzungen protokolliert. Die Artikel darüber finden sich im Blogarchiv. Das erklärt meine Einstellung zu einigen Themen im Blog: Das Paranormale wird normaler Bestandteil der Wissenschaft. Das ist die Philosophie.

Ich denke, dass das Zeitalter der Renaissance viel zu kurz gewesen ist und die Menschheit als Zeitgeist nicht immer den besseren Weg gegangen ist. Da weise ich verborgene Abkürzungen durch mystisches Gehölz: Hemi-Sync als eine Methode, sein eigenes Unbewusstes plastisch erfahren zu können. Kommunikativ mit ihm zu interagieren und Dinge zu sehen, die andere als kreativ oder spirituell bezeichnen, ohne zu sehen, dass das tief in jedem Menschen verborgen ist. Dieser Zustand stellt figurativ den unschuldigen Urzustand des Menschseins da, in dem der Mensch mit dem gesamten Kosmos verbunden ist.

Und auf meiner Reise mit dem kreativen Schreiben, hat mit der Editor Emacs viele Portale geöffnet. Es geht um Datenverarbeitung und das bekannte Paradoxon, dass alles sowohl als Daten existiert als auch Struktur ist. Deshalb will ich jetzt mit rätselhaften Worten zu einem Ende des Blogpost kommen: Leben wird dann zu einem endlosen S-String. Was sicher kaum einer verstehen kann. Und hier beginnt die wahre Esoterik. Habe einen mentalen Virus programmiert. Bitte nicht beachten. Stell den Gartenzwerg auf den Altar der Welt; er wird pünktlich um Mitternacht die Steuerformulare essen. ->

(defvar WELT '("Was bedeckt ist, wird vom Regen durchdrungen." "Was nicht bedeckt ist, wird vom Regen nicht durchdrungen." "So öffnet alles Bedeckte, und es wird vom Regen nicht durchdrungen.")) (defun unendliche-wiederholung (s) (labels ((repeat () (cons s (repeat)))) (repeat))) (defvar WELT-UNENDLICH (unendliche-wiederholung WELT))

-> Fade out

Nachtrag: Ich will in diesem lockeren Rahmen auch gerne eine Frage beantworten, die mich über das Kontakt-Formular des Blogs erreichte.

Frage an Mahamind: Mahamind, du schreibt, du hast Dich in 2 Minuten und 10 Sekunden in Logan Rex vom Artikal Sound System verliebt. War es vielleicht -> das Video?

Antwort Mahamind: Nein, das war es nicht. Aber ich mag das Video auch. Denke, das ist immer noch das Verliebtsein. Das ursprüngliche Wie-Dynamit-In-Meinem-Kopf-Video ist folgendes: -> Reggae Rise Up Music Festival. Beachte Logans Sprachmelodie. Hypnotisch. Und der Wind in den Palmenblättern! Ich konnte gar nicht anders, als mich zu verlieben. Verlieben in einer unschuldigen Art und Weise. Ich weiß natürlich: Künstler sind nicht einfach zu lieben. Vielen Dank für die Frage, Alice.

Mittwoch, 22. Oktober 2025

Urlaubspause: Am Ende der Schlaglochstraße

Bild&Rechtschreibung: Google Gemini


Aufgrund einer Urlaubspause, bin ich mit den Freitagsartikeln hängen geblieben. Ich nahm zwar das Laptop mit, aber ich kam dazu: absolut nichts zu machen. Alles blieb liegen, keine Bücher gelesen, nichts geschrieben. Einfach nur im Tag sein.

Wir waren am großen afrikanischen See in Ostafrika. Abgelegenes Hotel. Wegen der Luft! Sie war sauber und klar. Frau genoß das, wegen ihrer Allergie. Die Nase war endlich wieder frei. Die Straße zum Hotel, nicht mit Schlaglöchern, sondern hauptsächlich aus Schlaglöchern bestehend, schützte uns vor anderen Gästen im riesigen Parkhotel.

Das Hotel war ein riesiger Park am See. Da wir alleine mit der Belegschaft waren, hatte das einen besonderen Reiz, - ohne betrunkende Touristen, endlich einmal abzuschalten. OK, die Gärtner waren surreal. Einer der Jobs, wo man früh am Morgen anfängt, den Rächen prominent liegen lässt. Am nächsten Tag liegt alles genauso, wie am Tag zuvor. Das ist schon märchenhaft. Das Essen dauerte lange. 4 Stunden, und es schmeckte schrecklich. Zuerst war mir so, einen Artikel darüber zu schreiben, wie es Regionen gibt, in denen die Leute keinen großen Wert auf Essen legen. Und in anderen ist das völlig anders. Das ist auch in Afrika so. Das Essen ist da nicht flächendeckend schlecht.

Aber nach dem ersten Schock, entschieden wir uns rational. Eine Woche Park mit Gärtnern, einer Horde Affen und jede Menge Vögeln und auch überall Ameisen … und der klaren Luft! Das hatte etwas besonderes. Auch wollte ich nicht in die große Stadt, um da andere Hotels durchzuchecken. Das musste nicht unbedingt was besseres zu Tage fördern. Das Essen ist überall nicht gut. Also immer viel Frittiertes. Nicht gut für mich. Und die Schlaglochstraße schützte uns vor Stressoren. Eigentlich war es gut, ein paar Tage nichts zu tun.

Der Sohn klebte natürlich immer an meiner Seite. Schon deshalb war Laptop nicht lange möglich. Er nutzte die Tage im Pool zu verbringen. Ich kaufte ihm zuvor Schwimmbrille, Schnorchel und einen Ball und seitdem kann er eigentlich perfekt Schwimmen. Das mit der Luftholen ist noch umständlich. Aber dafür hat er den Schnorchel. Das klappte zunehmend besser und es hat ihm Spaß gemacht. Ich nutzte die Zeit jeden Tag 30 Minuten gemütlich zu Schwimmen. Um nicht müde und träge zu werden.

Für den Sohn mit seinen 6 Jahren sind die Affen natürlich auch ein großes Thema. Ich sehe sie problematisch. Aber an diesem Ort waren sie nicht so groß und frech, wie anderswo. In großen Touristenorten spezialisieren sich die Affenhorden auf das Stehlen von Essen. Nichts auf dem Balkon liegen lassen. Auch die Türen und Fenster immer geschlossen halten. Die Affen kommen rein, um Essen zu suchen. Affen in Drohhaltungen, und man selber mit einem Besenstiel in der Hand. Das ist nicht toll.

Ansonsten gab es jeden Tag das Schauspiel mit den Fischerbooten: Früh am Morgen fuhren sie raus. Und kurz vor Sonnenuntergang kamen sie wieder. Also der ganze See, der den Horizont ausmachte, war gefüllt mit Booten und der Wind brachte die Motorgeräusche zu uns. Es gab sogar auch Brandungsgeräusche. Wenn der Wind da war. Bei Windstille war alles still. Wirklich sehr still. Am Mittag gab es meist einen Regenschauer von 30 Minuten. Das war immer sehr windig und ein kleines Naturereignis.

Ich kann noch etwas zu dem Kampf mit der sengenden äquatorialen Sonne sagen. Sweet Evil Sun. Die war natürlich sehr stark.

Aber meine Nachricht ist, den fehlenden Blogbeitrag letzten Freitag zu erklären. Aber nicht zu entschuldigen! Aber ich denke, auch nächsten Freitag noch nichts Zusammenhängendes geschrieben zu haben. All die Gedanken, die zuvor durch meinen Kopf ratterten und aufgeschrieben werden wollten. Ich glaube, ich habe sie am See abgelegt und dann nicht wieder gefunden.

Hier noch ein paar Bilder von dem Ort. Ja. Ein Urlaubspost ist das.

Freitag, 10. Oktober 2025

Die Jesus-Frage: Warum eigenes Denken lohnender ist als Glauben

Bild: Google Gemini

Wenn man die Frage nach der historischen Figur Jesus rational angeht, wird einem sehr schnell klar, dass es den Jesus, so wie er in der Bibel beschrieben wird, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gegeben hat. Das ist keine blasphemische Provokation, sondern das Ergebnis einer nüchternen Betrachtung der Quellenlage. Und diese Betrachtung führt zu einer viel spannenderen und persönlich befreienderen Einsicht.

Das Problem mit den Quellen und der Macht

Die historischen Quellen, die ihn bezeugen wollen, sind durch die Bank selbstreferenzielle, christliche Quellen, die Jahrhunderte nach seinem angeblichen Wirken aufgeschrieben wurden. Das ist, als wolle man die Geschichte Napoleons nur anhand der Biografien lesen, die seine engsten Verehrer 200 Jahre später verfasst haben.

Auffällig ist auch der seltsame Römer-freundliche Ton im Neuen Testament. Dieser lässt sich eigentlich nur als eine willkürliche Anpassung des Materials an das römische Machtnarrativ verstehen. Die Botschaft wurde geglättet und angepasst, um in der bestehenden Weltordnung zu bestehen – und sie zu dominieren.

Tatsächlich gab es eine enorme Vielfalt an frühen christlichen Strömungen, die wir heute unter dem Begriff „Gnostiker“ zusammenfassen. Dort wird Jesus mitunter völlig anders dargestellt. Thesen wie „Gott ist der Teufel und der Teufel ist Gott“ stehen da im Raum. Ich verweise auf die Manäer, eine heute noch existierende gnostische Strömung im Irak, die in Jesus sogar einen Betrüger sehen. Hier lohnt sich eigenes Studium ungemein. Die Thesen der Gnostiker hören sich heute erst einmal ungewohnt an. Beschäftigt man sich aber redlich mit ihnen, wird klar, dass ihre Auffassungen genau so richtig oder falsch waren, wie die, der heutigen Christen. Einem kann da das Ausmaß einer zwei Jahrtausenden Gehirnwäsche klar werden.

Das Fazit ist: Aus diesem divergenten, widersprüchlichen Material wurde nach und nach ein Christentum konzipiert, das sich – über 2000 Jahre quod erat demonstrandum – gut mit gesellschaftlichen Machtfragen vereinbaren ließ. Sicher gibt es auch „gnostische“ Elemente, die integriert wurden, um ein bestimmtes Klientel zu interessieren und dann in den Fängen der Obrigkeit zu halten.

Ein Muster, das sich durch alle Religionen zieht

Die christliche Selbstsicht ist durchweg hagiographisch, also heiligenschreibend. Das gilt aber für alle „Buchreligionen“. Beschäftigt man sich damit, wird klar, dass etwas mit diesen „heiligen Texten“ nicht ganz koscher sein kann.

  • Archäologisch gesichert ist, dass es keinen „ersten Tempel“ in Jerusalem in der beschriebenen Pracht gab. Jerusalem war zu der Zeit nicht mehr als ein Hirtendorf. Mehr Ziegen als Menschen. Wenn das so war, was folgt dann für die Historizität von Salomon und David?
  • Der Koran kam nicht aus „einer Quelle“, sondern nachweislich aus mindestens zwei.
  • Auch der Buddhismus wurde demystifiziert: Buddhas Reden waren wahrscheinlich gar nicht seine oder wurden im Nachhinein verändert.

Das Dilemma ist, dass alle diese Bücher von Menschen geschrieben worden waren, die eigene Vorstellungen und Agenden hatten. Das Judentum wollte einen Machtanspruch einer kleinen Gruppe dokumentieren. Das römische Christentum wollte Querdenker ideologisch einfangen. Religion hatte immer sehr viel mit Macht zu tun.

Das unüberwindbare Sprachproblem

Dann kommt das gewaltige Sprachproblem hinzu. Es ist nämlich gar nicht so einfach, Texte 100% identisch von einer Sprache in eine andere zu übersetzen. Realistisch gesagt: Es ist unmöglich.

Besonders deutlich wurde mir das bei Übersetzungen asiatischer Bücher wie dem Dao De Jing oder I Ging. Es gibt im Grunde zwei Möglichkeiten: Wortwörtlich zu übersetzen und ein unverständliches Wirrwarr zu erzeugen (die schlimmsten Bücher zum Lesen) oder sich sehr stark vom Original zu entfernen und knackige, aber verfälschende Texte zu schreiben, die dann einer US-Imbissbudenversion eines heiligen Textes gleichen. Pointiert ausgedrückt.

Oder man nehme die von einem Antisemiten geschriebene Luther-Bibel versus einer „eher runden“ Schlachter-Bibel. Man findet so viele verschiedene Details, die Dinge in völlig anderem Licht erscheinen lassen. Keines dieser Dinge ist per se weniger wahr oder unwahr. Es ist immer ein persönlicher Standpunkt des Übersetzers, der sich in die Texte fortträgt.

Das große Aber: Es gab viele Jesusse

Jetzt kommt das Aber. Es wird sicherlich nicht den Jesus gegeben haben. Aber es wird auf der anderen Seite sicherlich viele Jesusse gegeben haben. Menschen, die archetypisch für den einen Jesus standen, oder dazu verdichtet worden sind. Es gab Jesus-Typen: charismatische Wanderprediger, Heiler und Weisheitslehrer. Und es gibt sie heute noch. Einfach mal die Augen offenhalten. Und diese Leute sagen oft sehr vernünftige Dinge.

Was folgt daraus? Die Aufforderung zum selbstbestimmten Denken

Was also folgt aus diesem Gedankengang?

  1. Historischen Quellen ist nicht zu trauen. Das eigene Bemühen ist notwendig, die Dinge um einen herum zu begreifen.
  2. Dieses Begreifen kann einsam machen, weil es ein individueller Gesichtspunkt sein muss. Kein Mensch denkt von Natur aus in kollektiven Gesichtspunkten.
  3. Eine Gefahr auf der „spirituellen Suche“ ist die Sekte, um sich eben nicht alleine fühlen zu müssen. Aber wenn man akzeptiert, dass dieses Alleinsein dazugehört, kann man sich die Sektenerfahrungen sparen oder erheblich abmildern. Selbst in der heiligen Schar indischer Gurus häufen sich Missbrauchsvorwürfe: sexuell wie finanziell.

Dein Bewusstsein als Portal zur realen Welt

Das Portal zur realen Welt ist dein eigenes, ungefiltertes Bewusstsein. Darum herum kannst du dir dein eigenes Betriebssystem für dein Universum bauen. Und das Universum wird darauf reagieren.

Die unausweichliche Konsequenz: Deine real erfahrene Welt verändert sich, weil sich dein Bewusstsein verändert hat. Du schreibst dein DIY-Evangelium und daraus resultiert ein DIY-Universum.

Das Universum reagiert – nicht, weil es dir gehorcht, sondern weil es dein spiegelndes Feedback-System ist. Das Bewusstsein determiniert das gesellschaftliche Sein. Das ist die qualitative Metamorphose des Lebens.

Kritik: Bin ich dann ein Freak?

Ja. Du bist dann dein eigener Jesus Freak. Der DIY-Jesus. Du folgst nicht den ausgetretenen Pfaden der Jahrhunderte, sondern deiner eigenen, selbst erarbeiteten Wahrheit. Das ist vielleicht der anspruchsvollste, aber auch der ehrlichste und lohnendste Weg, den man gehen kann. Also denk tiefer. Zweifle. Und baue dir dein eigenes Universum.

Dienstag, 7. Oktober 2025

UFO-Vollmond-Triple 1: Die Ausgangslage

Bild: Google Gemini

Titel: UFO-Bankrott: Warum ich keine UFO-Videos mehr schaue (und nach einer neuen Theorie suche)

Einleitung: Die Informationsflut Eigentlich sollte dieser Artikel "UFO Bankruptcy" heißen. Das kommt von den zwei Begriffen "Email Bankruptcy" und "Emacs Bankruptcy", die einmal das hoffnungslose Überquellen von ungelesenen Emails im Posteingang und zum anderen eine hoffnungslose, endlos lange und nicht mehr zu verstehende Emacs Konfigurationsdatei meinen. Da diesen Humor sicherlich kaum einer erkannt hätte, will ich das näher erklären. Der Punkt bei mir war: Alle UFO-Kanäle, die ich im Laufe der Zeit irgendwie abonniert hatte, produzierten regelmäßig einen so gewaltigen Ausstoß an Formaten, dass es mir unmöglich wurde, das alles noch irgendwie zu verarbeiten. Auch das Nebenherhören bei der Hausarbeit wurde unmöglich, da ich nicht so lange Hausarbeiten mache. Es war auch nur ein Ausstoß an Formaten mit sich ständig wiederholenden Inhalten. "Worte, Worte, Worte" um es mit Hamlet zu sagen. Da waren gefühlt Null Informationen, die irgendwie neu wären. Aber weil alle Welt jetzt über UFOs oder UAPs redet, wiederholen sich bestimmte Informationen in Endlosschleifen, wie bei einer Gehirnwäsche.

Das Echo der Zeugen Dann die Menge an Zeugen, die UFOs gesehen haben wollen, mit Aliens in Kontakt standen, Channelings für uns haben. Und so weiter und so fort. Natürlich sind die Aliens mal so oder so. Oder es sind andere Entitäten: Naturgeister zum Beispiel. Das alles findet sich jetzt wie Sand am Meer in bestimmten Formaten. Aber es gibt so gut wie keine nennenswerten Erkenntnisse.

Richard Dolan, der kryptische Prophet Richard Dolan – ich schätze ihn als "eine der größeren Kerzen auf der UFO-Torte" – berichtet: Wir sind alle Teil einer Desinformationskampagne, ob es uns bewusst ist oder nicht. Er schloss aus, dass die Wahrheit jemals ans Licht kommen wird. Die Situation war paradox, war Dolan selber bewusst oder unbewusst ein Teil der Desinformation? Das alte Paradoxon: Wenn der Kreter Epimenides sagt: alle Kreter wären Lügner? Was ist dann Epimenides? Ich hörte dem jahrzehntelangen UFO-Forscher genau zu und kam zu dem deprimierenden Schluss: Alles ist nichts.

Das Framing der "Disclosure" Was kann ich daraus lernen? Ich denke folgendes ist das beste: Lerne die Informationsmuster erkennen, die einem jetzt immer wieder um die Ohren gehauen werden. Einmal der Begriff Non Human Intelligence. Das ist ein anderes Wort für Alien. Was impliziert alleine das Wort? Das alles hat nichts mit uns zu tun. UFOs, Aliens und Co haben nichts mit uns zu tun. Stattdessen: ja richtig! Wir brauchen wieder Experten, die uns die Welt erklären.

Das sind die wesentlichen Punkte der "Informationsoffensive" genannt "Disclosure": Wie sollen "vorbereitet" werden auf Größeres. Natürlich, wie in jedem guten Medienformat: immer am Bildschirm bleiben, dranbleiben. Nicht abschalten. Absolute Abhängigkeit von Experten, die am Ende gebrieft werden, eben Wörter wie Non Human Intelligence zu gebrauchen. So entsteht dann ein Medientrend.

Extrapoliere ich jetzt die Entwicklung in die Zukunft, dann gibt gute Gründe auch diesen Influencern nicht zu glauben, wenn - eines Tages - die "Wahrheit" verkündet werden sollte. Denn die "Wahrheit" wird nichts mit uns zu tun haben, so wie das Framing bereits jetzt läuft. Nebenbei gibt es "die Wahrheit" auch immer nur für sehr einfache Gemüter.

Fazit: Die Entscheidung, umzudenken Also beschloss ich, mich auf die Suche nach einer neuen Erklärung zu machen. Ich kann mein Bauchgefühl nur diffus beschreiben, aber die Annahme von kleinen grünen Männchen, die uns da in Fluggefährten besuchen, macht für mich keinen großen Sinn. Es mag ein moderner Mythos sein, den wir da auf Dinge projizieren, die wir nicht verstehen. Weil wir, wie Kinder, auf die projizierten Dinge fixiert sind. Was ist wie in Platons Höhlengleichnis. Wenn ich lernen könnte das zu sehen, was drumherum um die Dinge ist, über die andere reden, wäre es einfacher die Dinge besser zu begreifen.

Das war der erste Teil einer 3-teiligen UFO-Serie. Zum nächsten Vollmond gibt es den Teil 2: Intelligentes Plasma: Die vergessene Theorie, die UFOs, Geister und Yetis erklären könnte.

Freitag, 3. Oktober 2025

The Story Of The Earth So Far

Bild: Google Gemini

Dies ist der Bericht über eine Free Flow-Aufnahme für die Voyager-Reihe der Hemi-Sync-Bänder, etwa 45 Minuten lang. Der Knaller für mich: kein Resonanz-Turning. Das Resonanz-Turning ist das mal mystisch, mal dunkel klingende Summen am Anfang der Tapes, welches oft als unabdingbar dargestellt wird. Als Anfänger werden wohl viele genau das ganz gerne überspringen. Aber das sieht das Protokoll nicht vor.

Hier war es aber mal anders. Ich war überrascht: Kein Resonanz-Turning. Das ist mir so ins Blut gekommen, dass ich es dann richtig vermisste. Ich bin mir gar nicht so sicher, wo ich das Tape irgendwo auf YouTube runtergeladen habe und es auch wirklich zur Voyager-Serie gehört. Kann sein, dass es ein experimentelles Tape ist. Da habe ich einige von. Die Aufnahme war aber so alt, dass da Robert Monroe persönlich die Sprachspur eingesprochen hatte.

Es war aber in so fern besser: statt dem Summen wurde die Affirmation gesprochen. Das beruhigt mich immer und auch die Aufforderungen Partien seines Gesicht und Halses zu entspannen sind geheime Hypnose Tricks. In unzähligen Selbst-Hypnosen habe ich das ja gelernt. Die Hypnose wird tiefer, wenn folgende Muskel entspannt werden: Mund, Augen, Kehlkopf. In Englisch: soften your face. Und nicht die Wirbelsäule vergessen. Entspannst du diese Muskel bewusst, wird der Trance immer tiefer und tiefer. Man kann das selber steuern.

Ich hatte mir vor der Sitzung ein Thema gewünscht. Ich wollte zurück in die Geschichte der Erde reisen. Wer hatte noch nicht den Wunsch das zu machen? Ich versuchte es.

Ich implodierte in mich selber, zog mich in einem Punkt zusammen und war dann woanders. Farben, Licht, ungeheuer stark. Ich flog durch Landschaften. In einer Energiekugel. Wie eine Seifenblase durch die Luft fliegt und sich in tausend Farben im Licht der Sonne bricht. Alte, dichte Vegetation, das warme Klima, die Farben. Alles war plus-sized. Überwältigend. Ich wollte dann den Wald von innen sehen. Setzte zu einem Sinkflug an und tauchte ein in die Welt der unbekannten Vegetation. Geräusche von Tieren. Niemand beachtete mich. Undercover.

Im Wald auf einer Lichtung sah ich eine Gruppe Individuen Rast machen. Es waren Menschen. Aber irgendwas störte mich. Die Gruppe teilte sich in 2 Gruppen. In die einen und die anderen. Ein mystisches Bild sprang sofort in meinem Kopf: Sklaven & Sklavenhalter. Die Situation war unklar, ob die einen Menschen gezwungen wurden oder freiwillig halfen. Die Arbeiter waren lebensfrohe, muskulöse Gestalten von einem Naturell, wie die, die auch spontan bei einer Autopanne helfen. Die freuten sich an dem Licht und den Farben im Urwald. Und körperliche Arbeit machte ihnen Spaß. Sie genossen die Rast.

Übrigens war ihre Haut dunkel, aber nicht völlig dunkel. Hell wie auch dunkel. Ich dachte an einen Mix. Es gibt den Mythos der Anunnaki, die Menschen mit einer helleren Hautfarbe als Arbeiter geschaffen haben sollen. Homo Sapiens war ursprünglich kollektiv mit dunkler Haut. Ich kürze ab, um nicht zu viel von diesem Mythos zu kolportieren: ich kam mir in diesen Anunnaki-Mythos versetzt vor. Sah ich jetzt wirklich die damalige Realität?

Später notierte ich in mein Hemi-Sync-Logbuch, dass es schwierig ist, Situation in einer Vergangenheit zu begreifen, weil man sie einfach sieht. Stell Dir vor, du siehst Hitler oder sonst einen auf der Toilette. Das ist aber auch schon alles. Reicht das, ein ganzes Narrativ daraus zu spinnen? Ich hoffe, das veranschaulicht die Problematik. Auch wenn man historische Szenen noch mal erleben kann: es ist schwierig sie richtig zuzuordnen. Die Kunst ist zielgenau bestimmte Ereignisse zu sehen. Aber das klappt bei mir nicht so. Aber ich versuche mich zu verbessern.

Also schaute ich mir die andere Gruppe, die von mir vermuteten "Sklavenhalter" an. Sie waren jetzt nicht direkt aggressiv, aber doch deutlich sozial höher gestellt. So wie es schien, arbeiteten die "Arbeiter" freiwillig. Aber das taten Sklaven auf Plantagen auch. Weil es langfristig gesünder für sie war, Enthusiasmus zu zeigen. Also ich konnte das nicht wirklich deuten.

Aber etwas anderes, das mich skeptisch werden ließ: die Gestalten der "Sklavenhalter" waren mental "verhuscht". Ich meine damit, dass ihr Inneres überdreht war mit (fixen) Ideen und unkontrollierten Emotionen. Also "Sklaven": "der edle Wilde" versus "Sklavenhalter", der selber Sklave … sagen wir mal der Whiskeyflasche wurde. Ich habe keine Whiskeyflasche gesehen. Ich muss bloß meinen Eindruck plastisch schildern. Die "Sklavenhalter" waren erheblich heller von der Hautfarbe, unförmiger in der Gestalt, aber größer. Sie konnten auch ihre Gestalt ändern. Ich hatte den Eindruck sie kämen aus "höheren Dimensionen". Also weniger Raumschiffe und fremde Sterne, sondern Kenntnis der … Tja. Was machte ich eigentlich gerade dort? Auch hier fehlten mir Begriffe, Dinge zu erfassen. Deshalb war das visuelle Sehen auch eindrucksvoller.

Mir wurde auch klar, dass es ein Sinnbild war. Würde man einen der "Sklaven" zu einem "Sklavenhalter" machen, würde er sich genau zu dem entwickeln, was einen "Sklavenhalter" ausmacht. Ich sehe heute auch, dass es Chefs und Angestellte gibt. Zum Beispiel. Das soziale Spiel von Macht und Ohnmacht. Ich lernte aus diesem Erleben, wie wichtig es ist, sich nicht selber zum Sklavenhalter zu machen. Denn ihre "Sklaven" waren lebenslustiger als sie selber. Das ist der Fluch an ihrem System.

Ich verließ dann diese Situation. Ließ mich weitertreiben. Mir war klar, dass ich keinen Sinn in die Geschichte bekommen würde. Und so wie sie sich ereignete, war sie auch dann für mich beendet. Also ich hatte keine Möglichkeit mit den Figuren zu agieren. Ich schaute bloß aus meiner Seifenblase nach draußen und war überwältigt. Kann sein, dass in weiteren Trance da mehr "nach oben" kommt. Das ist oft so.

Dann kam der Ozean. Tauchen bis zum Grund. Bubbleblasen um mich. Wie ich das liebe. Dann einen urzeitlichen Ozean mit seinen Bewohnern zu bestaunen. Große Kreaturen. Waren das Dinosaurier? Und dann ging es wieder aufwärts ans Land. Auch dort waren riesige Kreaturen im Wald. Die kleine Seifenblase ist am Ende so weit geflogen ohne zu zerplatzen. Wahnsinn.

Am Ende kam noch das Bild, so wie wir uns einen Außerirdischen vorstellen. Sie scheinen sehr tief mit der Geschichte dieser Erde verbunden zu sein. Aber auch das war nur ein Eindruck von mir. Er schien aber sehr real zu sein. Es war das Abschiedsbild, dann war das Tape auch schon zuende und ich mußte mit meiner Blase zurückkehren. Das hatte auch den Vorteil nicht einzuschlafen und alles vergessen. Das passiert dann.

Auswertung: Ich versuche jetzt auch immer die Qualität der Trance zu bewerten. Sie war tief, die Qualität der Bilder war aber traumhaft. Ich meine damit blass durchsichtig. So war es nicht eindeutig die Hautfarbe der "Sklaven" zu sehen. Sie schimmerten ein wenig durchsichtig. Eben wie ein Traumbild. Ich nenne das gerne Seelenbilder. Die steigen auf und nehmen gerne mystische Formen an, um sich auszudrücken.

Bei anderen Trancen gibt es sehr reale Wahrnehmungen von Stimmen, Farben, Gerüchten. Alles kann plötzlich real sein. Ich erschrecke mich dann immer innerlich und kann damit noch nicht so richtig umgehen.

Hier aber nicht. Ich genoss die Komposition der Bilder und gehe nicht von Fremdenergien aus. Die große Frage ist ja immer: In wie weit ist so ein Erleben echt? Hier aber gehe ich von einem luziden Traum aus. Also ähnlich wie die, die ich selber kenne.

Nur die "Anunnaki" waren plastisch und dadurch verstörend. An der Gruppe der Waldarbeitern hätte ich mich nicht so lange aufgehalten. Da war reine Harmonie. Aber ihre Chefs waren suspekt.

Aber bitte: Alle "Anunnaki", "Sklaven" und "Sklavenhaltern" immer in Anführungsstriche setzen. Am Ende ist es, wie ein gemaltes Bild zu interpretieren. Und ich traf im wuchtigen Wald auf zwei unterschiedliche Gruppen, die zusammen rasteten. Alles andere persönliche Interpretation.

Das Unbewusste nimmt Dinge wahr, wie sie sind. Und reagiert darauf. Egal, ob das bewusste Ich, oder ich mag auch den Begriff des bewussten Seins, das mag oder nicht (->Neurosen-Bildung). Das bewusste Ich tendiert zur Legendenbildung (Narrativ-Bildung), selektiver Wahrnehmung und am Ende zu Zensur und Zwang. Das schöne allumfassende Wort des bewussten Seins kann erfahren werden, wenn das Unbewusste sich mit dem Bewussten verbindet. Dann erfährt man Inhalte das kollektiven Unbewussten. Und genau dazu in Hemi-Sync sehr gut geeignet. Soweit meine Theorie dazu.

Nachbearbeitung

Ich brauchte einige Tage das zu verarbeiten. Aber ich ging mit einem Lächeln durch die Straßen. Warum? Ich fühlte mich an einen Song erinnert, der einen ganzen Sommer vor 13 Jahren mein täglicher Ohrwurm war:

The Story Of The Earth So Far - von Julia Massey & the Five Finger Discount.

Es war die Zeit des New Weird America Stils. Er wurde der Folk Music zugerechnet, und häufig wurden Kinderlieder aufgriffen und mit abgrundtiefen Lyrics verbunden. Auch Freak Folk genannt. Joanna Newsom, CocoRosie waren große Namen. Aber auch viele andere, die ich heute gar nicht mehr weiß. Auch der J-Pop wurde durch Kyary Pamyu Pamyu (Yumeno Hajima Ring Ring) davon inspiriert. Es war auch die große Zeit von AKB48. Ob die Texte beim J-Pop auch so tiefgreifend waren, kann ich natürlich nicht wissen. Aber alles in der Art war gerne sehr verrückt und nahm sich selber nicht zu ernst. Ein schöne Zeit.

Der Song "The Story Of The Earth So Far" beschreibt wie die Erde entstanden sein mag. Naturwissenschaftliche Sicht. Und er macht es mit einem auch kindgerechten Charme. Ich ging durch die Straßen und träumte von großblättrigen Pflanzen, tiefen Wäldern, Ozeanen und dem starken Licht, das sich in einer anderen Atmosphäre dampfend ausbreitete. Das alles ist gar nicht so weit entfernt von uns. Man muss nur wieder lernen richtig zu träumen.

Das Cockpit verlassen, Anleitung zum Getragenwerden

Bild: Google Gemini Eine kognitive Intervention Okay. Notizbuch auf. Direkter Gedankenfluss. So. Es geht um indirektes positives ...