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| Bild: Google Gemini |
Dies ist der Bericht über eine Free Flow-Aufnahme für die Voyager-Reihe der Hemi-Sync-Bänder, etwa 45 Minuten lang. Der Knaller für mich: kein Resonanz-Turning. Das Resonanz-Turning ist das mal mystisch, mal dunkel klingende Summen am Anfang der Tapes, welches oft als unabdingbar dargestellt wird. Als Anfänger werden wohl viele genau das ganz gerne überspringen. Aber das sieht das Protokoll nicht vor.
Hier war es aber mal anders. Ich war überrascht: Kein Resonanz-Turning. Das ist mir so ins Blut gekommen, dass ich es dann richtig vermisste. Ich bin mir gar nicht so sicher, wo ich das Tape irgendwo auf YouTube runtergeladen habe und es auch wirklich zur Voyager-Serie gehört. Kann sein, dass es ein experimentelles Tape ist. Da habe ich einige von. Die Aufnahme war aber so alt, dass da Robert Monroe persönlich die Sprachspur eingesprochen hatte.
Es war aber in so fern besser: statt dem Summen wurde die Affirmation gesprochen. Das beruhigt mich immer und auch die Aufforderungen Partien seines Gesicht und Halses zu entspannen sind geheime Hypnose Tricks. In unzähligen Selbst-Hypnosen habe ich das ja gelernt. Die Hypnose wird tiefer, wenn folgende Muskel entspannt werden: Mund, Augen, Kehlkopf. In Englisch: soften your face. Und nicht die Wirbelsäule vergessen. Entspannst du diese Muskel bewusst, wird der Trance immer tiefer und tiefer. Man kann das selber steuern.
Ich hatte mir vor der Sitzung ein Thema gewünscht. Ich wollte zurück in die Geschichte der Erde reisen. Wer hatte noch nicht den Wunsch das zu machen? Ich versuchte es.
Ich implodierte in mich selber, zog mich in einem Punkt zusammen und war dann woanders. Farben, Licht, ungeheuer stark. Ich flog durch Landschaften. In einer Energiekugel. Wie eine Seifenblase durch die Luft fliegt und sich in tausend Farben im Licht der Sonne bricht. Alte, dichte Vegetation, das warme Klima, die Farben. Alles war plus-sized. Überwältigend. Ich wollte dann den Wald von innen sehen. Setzte zu einem Sinkflug an und tauchte ein in die Welt der unbekannten Vegetation. Geräusche von Tieren. Niemand beachtete mich. Undercover.
Im Wald auf einer Lichtung sah ich eine Gruppe Individuen Rast machen. Es waren Menschen. Aber irgendwas störte mich. Die Gruppe teilte sich in 2 Gruppen. In die einen und die anderen. Ein mystisches Bild sprang sofort in meinem Kopf: Sklaven & Sklavenhalter. Die Situation war unklar, ob die einen Menschen gezwungen wurden oder freiwillig halfen. Die Arbeiter waren lebensfrohe, muskulöse Gestalten von einem Naturell, wie die, die auch spontan bei einer Autopanne helfen. Die freuten sich an dem Licht und den Farben im Urwald. Und körperliche Arbeit machte ihnen Spaß. Sie genossen die Rast.
Übrigens war ihre Haut dunkel, aber nicht völlig dunkel. Hell wie auch dunkel. Ich dachte an einen Mix. Es gibt den Mythos der Anunnaki, die Menschen mit einer helleren Hautfarbe als Arbeiter geschaffen haben sollen. Homo Sapiens war ursprünglich kollektiv mit dunkler Haut. Ich kürze ab, um nicht zu viel von diesem Mythos zu kolportieren: ich kam mir in diesen Anunnaki-Mythos versetzt vor. Sah ich jetzt wirklich die damalige Realität?
Später notierte ich in mein Hemi-Sync-Logbuch, dass es schwierig ist, Situation in einer Vergangenheit zu begreifen, weil man sie einfach sieht. Stell Dir vor, du siehst Hitler oder sonst einen auf der Toilette. Das ist aber auch schon alles. Reicht das, ein ganzes Narrativ daraus zu spinnen? Ich hoffe, das veranschaulicht die Problematik. Auch wenn man historische Szenen noch mal erleben kann: es ist schwierig sie richtig zuzuordnen. Die Kunst ist zielgenau bestimmte Ereignisse zu sehen. Aber das klappt bei mir nicht so. Aber ich versuche mich zu verbessern.
Also schaute ich mir die andere Gruppe, die von mir vermuteten "Sklavenhalter" an. Sie waren jetzt nicht direkt aggressiv, aber doch deutlich sozial höher gestellt. So wie es schien, arbeiteten die "Arbeiter" freiwillig. Aber das taten Sklaven auf Plantagen auch. Weil es langfristig gesünder für sie war, Enthusiasmus zu zeigen. Also ich konnte das nicht wirklich deuten.
Aber etwas anderes, das mich skeptisch werden ließ: die Gestalten der "Sklavenhalter" waren mental "verhuscht". Ich meine damit, dass ihr Inneres überdreht war mit (fixen) Ideen und unkontrollierten Emotionen. Also "Sklaven": "der edle Wilde" versus "Sklavenhalter", der selber Sklave … sagen wir mal der Whiskeyflasche wurde. Ich habe keine Whiskeyflasche gesehen. Ich muss bloß meinen Eindruck plastisch schildern. Die "Sklavenhalter" waren erheblich heller von der Hautfarbe, unförmiger in der Gestalt, aber größer. Sie konnten auch ihre Gestalt ändern. Ich hatte den Eindruck sie kämen aus "höheren Dimensionen". Also weniger Raumschiffe und fremde Sterne, sondern Kenntnis der … Tja. Was machte ich eigentlich gerade dort? Auch hier fehlten mir Begriffe, Dinge zu erfassen. Deshalb war das visuelle Sehen auch eindrucksvoller.
Mir wurde auch klar, dass es ein Sinnbild war. Würde man einen der "Sklaven" zu einem "Sklavenhalter" machen, würde er sich genau zu dem entwickeln, was einen "Sklavenhalter" ausmacht. Ich sehe heute auch, dass es Chefs und Angestellte gibt. Zum Beispiel. Das soziale Spiel von Macht und Ohnmacht. Ich lernte aus diesem Erleben, wie wichtig es ist, sich nicht selber zum Sklavenhalter zu machen. Denn ihre "Sklaven" waren lebenslustiger als sie selber. Das ist der Fluch an ihrem System.
Ich verließ dann diese Situation. Ließ mich weitertreiben. Mir war klar, dass ich keinen Sinn in die Geschichte bekommen würde. Und so wie sie sich ereignete, war sie auch dann für mich beendet. Also ich hatte keine Möglichkeit mit den Figuren zu agieren. Ich schaute bloß aus meiner Seifenblase nach draußen und war überwältigt. Kann sein, dass in weiteren Trance da mehr "nach oben" kommt. Das ist oft so.
Dann kam der Ozean. Tauchen bis zum Grund. Bubbleblasen um mich. Wie ich das liebe. Dann einen urzeitlichen Ozean mit seinen Bewohnern zu bestaunen. Große Kreaturen. Waren das Dinosaurier? Und dann ging es wieder aufwärts ans Land. Auch dort waren riesige Kreaturen im Wald. Die kleine Seifenblase ist am Ende so weit geflogen ohne zu zerplatzen. Wahnsinn.
Am Ende kam noch das Bild, so wie wir uns einen Außerirdischen vorstellen. Sie scheinen sehr tief mit der Geschichte dieser Erde verbunden zu sein. Aber auch das war nur ein Eindruck von mir. Er schien aber sehr real zu sein. Es war das Abschiedsbild, dann war das Tape auch schon zuende und ich mußte mit meiner Blase zurückkehren. Das hatte auch den Vorteil nicht einzuschlafen und alles vergessen. Das passiert dann.
Auswertung: Ich versuche jetzt auch immer die Qualität der Trance zu bewerten. Sie war tief, die Qualität der Bilder war aber traumhaft. Ich meine damit blass durchsichtig. So war es nicht eindeutig die Hautfarbe der "Sklaven" zu sehen. Sie schimmerten ein wenig durchsichtig. Eben wie ein Traumbild. Ich nenne das gerne Seelenbilder. Die steigen auf und nehmen gerne mystische Formen an, um sich auszudrücken.
Bei anderen Trancen gibt es sehr reale Wahrnehmungen von Stimmen, Farben, Gerüchten. Alles kann plötzlich real sein. Ich erschrecke mich dann immer innerlich und kann damit noch nicht so richtig umgehen.
Hier aber nicht. Ich genoss die Komposition der Bilder und gehe nicht von Fremdenergien aus. Die große Frage ist ja immer: In wie weit ist so ein Erleben echt? Hier aber gehe ich von einem luziden Traum aus. Also ähnlich wie die, die ich selber kenne.
Nur die "Anunnaki" waren plastisch und dadurch verstörend. An der Gruppe der Waldarbeitern hätte ich mich nicht so lange aufgehalten. Da war reine Harmonie. Aber ihre Chefs waren suspekt.
Aber bitte: Alle "Anunnaki", "Sklaven" und "Sklavenhaltern" immer in Anführungsstriche setzen. Am Ende ist es, wie ein gemaltes Bild zu interpretieren. Und ich traf im wuchtigen Wald auf zwei unterschiedliche Gruppen, die zusammen rasteten. Alles andere persönliche Interpretation.
Das Unbewusste nimmt Dinge wahr, wie sie sind. Und reagiert darauf. Egal, ob das bewusste Ich, oder ich mag auch den Begriff des bewussten Seins, das mag oder nicht (->Neurosen-Bildung). Das bewusste Ich tendiert zur Legendenbildung (Narrativ-Bildung), selektiver Wahrnehmung und am Ende zu Zensur und Zwang. Das schöne allumfassende Wort des bewussten Seins kann erfahren werden, wenn das Unbewusste sich mit dem Bewussten verbindet. Dann erfährt man Inhalte das kollektiven Unbewussten. Und genau dazu in Hemi-Sync sehr gut geeignet. Soweit meine Theorie dazu.
Nachbearbeitung
Ich brauchte einige Tage das zu verarbeiten. Aber ich ging mit einem Lächeln durch die Straßen. Warum? Ich fühlte mich an einen Song erinnert, der einen ganzen Sommer vor 13 Jahren mein täglicher Ohrwurm war:
The Story Of The Earth So Far - von Julia Massey & the Five Finger Discount.
Es war die Zeit des New Weird America Stils. Er wurde der Folk Music zugerechnet, und häufig wurden Kinderlieder aufgriffen und mit abgrundtiefen Lyrics verbunden. Auch Freak Folk genannt. Joanna Newsom, CocoRosie waren große Namen. Aber auch viele andere, die ich heute gar nicht mehr weiß. Auch der J-Pop wurde durch Kyary Pamyu Pamyu (Yumeno Hajima Ring Ring) davon inspiriert. Es war auch die große Zeit von AKB48. Ob die Texte beim J-Pop auch so tiefgreifend waren, kann ich natürlich nicht wissen. Aber alles in der Art war gerne sehr verrückt und nahm sich selber nicht zu ernst. Ein schöne Zeit.
Der Song "The Story Of The Earth So Far" beschreibt wie die Erde entstanden sein mag. Naturwissenschaftliche Sicht. Und er macht es mit einem auch kindgerechten Charme. Ich ging durch die Straßen und träumte von großblättrigen Pflanzen, tiefen Wäldern, Ozeanen und dem starken Licht, das sich in einer anderen Atmosphäre dampfend ausbreitete. Das alles ist gar nicht so weit entfernt von uns. Man muss nur wieder lernen richtig zu träumen.